Stromanbieter vergleichen

1200 Stromanbieter → 1200 Möglichkeiten in eine Falle zu geraten

Stromanbieter vergleichen über eines der Stromanbietervergleichsportale ist nicht schwierig – beim richtigen Stromanbieter landen schon. Schließlich gibt es unter den 1200 Stromanbietern im Markt mehr Stolperfallen als man auf den ersten Blick erkennt:

  • Viele etablierte Stromanbieter berechnen ihren treuesten Kunden den höchsten Preis
  • bei Vergleichsportalen stehen die fragwürdigen Anbieter oft auf den ersten Plätzen
  • zahlreiche Billigstromanbieter holen sich durch ausgefuchste Tricks ihr Geld zurück

Wer beim Stromanbietervergleich einfach nur zum billigsten Stromanbieter greift, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem fragwürdigen Stromanbieter. Durch zahlreiche Tricks schieben sich einige Billigstromanbieter wieder und wieder auf die ersten Plätze der Stromanbieter Vergleichsportale. Wir verraten Ihnen in diesem Artikel, wie Sie beim Stromanbietervergleich die Stolperfallen vermeiden und bei einem sicheren Stromanbieter landen.


1. Billigstromanbieter

  • Unabhängige Billigstromanbieter: belegen auf den Vergleichsportalen fast immer die ersten 3 Plätze, sind jedoch meistens auch die Stromanbieter mit den meisten Beschwerden🤬
  • Billigstrommarken von etablierten Stromanbietern: Vertriebsmarken, um beim Preiskampf mithalten zu können; fallen seltener durch Beschwerden auf: folglich weniger wahrscheinlich, im Nachhinein in eine Stolperfalle zu treten

2. Etablierte Stromanbieter

  • Stadtwerke: mehr als 1000 Stadtwerke existieren in Deutschland, von denen viele inzwischen auch überregional Strom anbieten, meist jedoch teurer als die Billigstromanbieter; zahlreiche Stadtwerke haben eigene Billigstrommarken gegründet
  • Stromkonzerne: Die 3 größten Stromkonzerne innogy, E.ON und EnBW liefern gut 40% des Stroms in Deutschland; mit deren Billigstrommarken mischen sie im Preiskampf mit, die in Punkto Sicherheit der Konzernmutter in nichts nachstehen

3. Ökostromanbieter

  • Ökostrommarken von etablierten Stromanbietern: Vertriebsmarken, um die Gruppe der Ökostrom-orientierten Verbraucher anzusprechen; häufig auf den ersten Blick nicht zu erkennen, dass hinter der Ökostrommarke ein etablierter Stromanbieter steckt
  • Reine Ökostromanbieter: konzernunabhängige Ökostromanbieter, die sich ausschließlich auf grünen Strom fokussieren; stechen oft durch besonderes Engagement heraus

Die Probleme beim Stromanbieter vergleichen gelten übrigens genauso beim Gasanbieter vergleichen. Falls Sie ebenfalls einen Gasvertrag haben, Augen auf auch beim Gasvergleich!

Billigstromanbieter: Unabhängige und Tochtermarken

Manche Dinge im Leben müssen sein, auch wenn sie nicht wirklich Spaß machen: Zahnarzttermine buchen, Steuererklärungen aufsetzen, Weihnachtsfeiern im Bowlingcenter, sich mit dem leidlichen Thema Strom auseinandersetzen.

Eat that frog, sagt Brian Tracy, oder auf Deutsch: Was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen. Gut also, dass Sie hier sind und sich informieren!

Der Strommarkt ist gigantisch und furchtbar unübersichtlich - über 1400 Stromanbieter vertreiben über 12.000 unterschiedliche Stromtarife deutschlandweit, davon ungefähr 400 Tarife in jeder größeren Stadt. Kein Wunder also, dass beim Vergleichsportal so oft blindlings der erstbeste Billigstromanbieter gewählt wird - woher soll man auch wissen, dass man potenziell direkt in eine der vielen Fallen rennt? 

Damit Ihnen genau das nicht passiert, erklären wir in diesem Artikel, welcher Stromanbieter für Sie der Richtige ist und wie Sie ihn beim Vergleich finden.

Auf den Punkt gebracht

Eine Reihe von - vor allem unabhängigen - Billigstromanbietern fallen durch eine auffällig hohe Anzahl an Kundenbeschwerden auf. Genau diese landen punktgenau auf den vorderen Plätzen der Stromvergleichsportal Ergebnislisten, Platz 1 wird in über 90% der Fällen von solchen Anbietern belegt.

Andere Billigstromanbieter existieren als günstige Tochtermarken von etablierten Stromanbietern (Stromkonzerne und Stadtwerke), landen aber sehr selten unter den 3 günstigsten Stromanbietern.

Ohne Vorwissen kann man die beiden Gruppen kaum voneinander unterscheiden. Bewertungen zur Kundenzufriedenheit auf klassischen Vergleichsportalen werden vor allem im Wechselprozess abgefragt, zu dem die Probleme noch gar nicht aufgetreten sind. Weiterhin erzeugen manche unabhängige Billigstromanbieter durch geschicktes Marketing den Eindruck, dass es sich um einen etablierten Stromanbieter handeln müsse.

SwitchUp Empfehlung:
Wählen Sie nicht blind den ersten Stromanbieter beim Preisvergleich. Schauen Sie stattdessen, bei einem seriösen Stromanbieter zu landen, der nicht durch fragwürdige Geschäftspraktiken auffällt - egal, ob es sich dabei um ein regionales Stadtwerk, Stromkonzern oder eine günstige Tochtermarke handelt.

Wer sich trotzdem auf das Abenteuer des billigsten Stromanbieters 2018 (ein wundervoller Titel für eine RTL Show - hey Bertelsmann, meldet Euch bei uns!) einlassen möchte, dem sei eine vorherige Recherche über Beschwerdeportale wie Reclabox geraten. Falls es doch mal zu Problemen kommt, kann die Schlichtungsstelle Energie kostenfrei vom Verbraucher zu Rate gezogen werden.

Die bekanntesten Billigstromanbieter
Stromanbieter
Marke von Stadtwerk oder Stromkonzern?
wenig Beschwerden?
123energie
(Pfalzwerke)
24/7 Energie
(elißa, Kaiser Energie, Heldenstrom)
365 AG
(almado Energy, Immergrün Energie, idealenergie, Meisterstrom)
BEV
(Enervatis)
E Wie Einfach
(E.ON)
EMMA Energie / Ludvikk
(TWL Technische Werke Ludwigshafen)
Enstroga
eprimo
(innogy)
ExtraEnergie
(Priostrom, HitStrom)
Fuxx
(Grüner Funke, PlusStrom)
KlickEnergie
(Stadtwerke Neuss & NEW Energie)
Lekker Energie
(Stadtwerke Krefeld)
LogoEnergie
(e-regio)
primastrom
(voxenergie)
Shell Privatenergie
Strogon
Stromio
(Grünwelt Energie, Gas.de)
Wunderwerk
Yello Strom
(EnBW)
Quelle: Reclabox Beschwerden, SwitchUp Erfahrungswerte, Stand 9.9.2018

Wieso sind die unabhängigen Billigstromanbieter fast immer die Gewinner beim Stromanbieter Vergleich?

Die Stromanbieter buhlen also um die ersten Plätze beim Stromanbieter Vergleich und versuchen, sich gegenseitig im Preis zu unterbieten. Manchmal fahren auch etablierte Stromanbieter aggressive Kampagnen, um für kurze Zeit auf den vordersten Plätzen mitzumischen und somit mehr Verbraucher anzulocken. Besonders nachhaltig können solche Strategien eigentlich nicht sein, oder?

Egal, ob der Billigstromanbieter unabhängig ist oder als Tochtermarke eines etablierten Stromanbieters fungiert: sie locken gleichermaßen mit Wechselprämien und Neukundenboni durch den sie den Preis im ersten Jahr herunterzuschrauben, um somit in den Vergleichsportalen auf den vorderen Plätzen zu landen. Bei den Erstplatzierten Billigstromanbietern ist immer davon auszugehen, dass sie im ersten Jahr Verluste einfahren.

Den Tarifen der Stromanbieter mit Prämien (häufig auch Wechselbonus, Neukundenbonus oder Sofortbonus genannt) liegt in der Regel ein höherer Arbeits- und Grundpreis zugrunde als es bei einem Stromtarif ohne Prämie der Fall ist. Übrigens: ein Stromanbieter ohne Grundgebühr fährt immer einen höheren Arbeitspreis im Gegenzug auf - also kein Grund, solch einen Stromtarif zu bevorzugen.

Jetzt tut es kurz weh: Da ab dem zweiten Jahr dieser Bonus nicht mehr gilt, zahlen Sie ab dem zweiten Vertragsjahr rund 15% mehr!

Weitere 20-30 % können durch intransparent kommunizierte Preiserhöhungen noch dazu kommen. Im schlimmsten Fall zahlt man bis zu 50% mehr im Vergleich zum ersten Vertragsjahr und liegt somit über dem Preis des teuren Grundversorgungstarif.

Durch solche Praktiken holen sich unabhängige Billigstromanbieter das in Prämien und Boni investierte Geld wieder zurück - oder verweigern den Anspruch auf Prämie möglicherweise aufgrund fadenscheiniger Argumente - die von Arbeitszimmer bis Photovolatikanlage reichen - komplett. Der Stromanbieter offeriert Ihnen zwar eine Prämie, aber ist das auch wirklich als Geschenk zu verstehen?

Das Geschäftsmodell basiert also darauf, dass Sie als Verbraucher keine Lust haben, einen Stromtarifwechsel auch im Folgejahr zu vollziehen, um nicht in das teurere zweite Vertragsjahr zu rutschen, beziehungsweise es schlichtweg vergessen, sich rechtzeitig darum zu kümmern.

Unabhängige Billigstromanbieter - who’s who?

Auffallend: die Mehrheit dieser günstigen Stromanbieter tritt unter einer Vielzahl an unterschiedlichen Strommarken auf. Somit können mehrere Plätze auf den gängigen Vergleichsportalen belegen und mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Damit Sie nicht den Überblick verlieren über Stromanbieter mit auffällig vielen Kundenbeschwerden, zeigen wir Ihnen hier eine Übersicht über die bekanntesten unabhängigen Billigstromanbieter und ihren Untermarken:

ExtraEnergie
PrioEnergie
PrioStrom
HitEnergie
HitStrom

Grünwelt Energie
Stromio
Gas.de

365 AG
almado Energy
Immergrün Energie
idealenergie
Meisterstrom

Fuxx Energie
Grüner Funke
PlusStrom

Bayerische Energieversorgung ( BEV )
Enervatis

Wem gehört welche Billigstrommarke?

Unzufrieden mit dem aktuellen Stromanbieter? Auch andere Mütter haben schöne Töchter.

Interessanterweise fallen die Billigmarken von etablierten Stromanbietern nur selten durch übermäßige Kundenbeschwerden oder fragwürdige Geschäftspraktiken auf. Da diese nicht durch solche extremen Praktiken versuchen, das in Sie als Wechsler investierte Geld zurückzuholen, können sie effektive Erstjahrespreise nicht so niedrig wie die Konkurrenz gestalten - und landen somit seltener auf den ersten 3 Plätzen beim Stromanbieter Preisvergleich.

Der Markt wird immer bunter. Nicht nur Stromkonzerne und Stadtwerke vertreiben Stromtarife überregional unter Tochtermarken, auch GMX, WEB.de, ALDI und LIDL reihen sich in den bunten Reigen des Stromanbietervergleichs ein.

Der mittelmäßig motivierte Mitarbeiter vom Supermarkt um die Ecke muss sich allerdings nicht auf dem stationären Fahrrad abstrampeln, um Discounter-Strom zu produzieren - praktisch immer gehen diese Billigstromanbieter Kooperationen mit etablierten Stromkonzernen oder Stadtwerken ein.

Damit Sie wissen, wessen Strom neben Avocado und Fischstäbchen im Einkaufskorb landet und welche Tochter unter Mamas Rockzipfel keck hervorlugt, hier eine kurze Übersicht über die aktuell wichtigsten Billigstrommarken auf dem Markt:


Eine tabellarische Übersicht über Billig-Strommarken und ihre Verflechtungen mit großen Energiekonzernen.
Seit unser Graphiker Urlaub hat, entwickeln sich unsere Tabellen prächtig.

Etablierte Stromanbieter: Stadtwerke und Stromkonzerne

Auf den Punkt gebracht

Stadtwerke machen mehr als 1000 der über 1400 Stromanbieter in Deutschland aus; darüber hinaus dominieren 4 große Energiekonzerne den Markt. Egal, ob Sie sich für einen Stromtarif des regionalen Stadtwerks entscheiden oder Ihr Vertrauen in einen Großkonzern investieren wollen: Stabilität und Sicherheit sind bei beiden Optionen gegeben.

Etablierte Stromanbieter betreiben weniger aggressive Preispolitik, stecken dafür umso mehr Ressourcen in Branding und spannende Fernsehwerbung. Deshalb sind deren Stromtarife oft teurer als die Äquivalente der Billigstromanbieter.

Auf dem überregionalen Schlachtfeld sind sie außerdem einem höheren Wettbewerb ausgesetzt, wodurch bspw. ein Stromtarif eines regionalen Stadtwerks in einer anderen Stadt günstiger sein kann als zuhause, wo sie ihren Heimvorteil ausspielen können.

SwitchUp Empfehlung:
Wählen Sie pragmatisch den Stromtarif, der aktuell günstiger ist - unabhängig davon, ob er direkt von einem etablierten Stromanbieter oder einer günstigen Tochtermarke bezogen wird.

Übrigens: den lokalen Grundversorger zu wechseln hat keine negativen Auswirkungen. Der Stromzähler wird weiterhin vom gleichen Netzbetreiber gewartet, die Versorgung bricht nicht ab. Die einzige Änderung merken Sie an Ihrer Geldbörse.

Warum gibt es eigentlich hunderte von Stadtwerken in Deutschland?

Seit der Liberalisierung des Strommarkts vor 20 Jahren gestaltet sich der Wettbewerb mittlerweile überregional, weshalb auch Stadtwerke andernorts Stromtarife anbieten. Vor dieser Liberalisierung lag die Stromversorgung in staatlicher Hand. Die jeweiligen Gemeinden besaßen also ein Monopol. Was das mit der Regulierung von Preisen macht, sollte auf der Hand liegen. Kleiner Tipp: nicht sonderlich viel.

Aktuell herrscht also eine freie Marktwirtschaft auf dem Strommarkt. Für Sie als Verbraucher ist dies ja eigentlich eine wunderbare Angelegenheit: Preiskämpfe finden statt und Sie können sich aussuchen, von welchem Stromanbieter die Energie bezogen werden soll.

Dass überhaupt solche Kämpfe stattfinden und mit attraktiven Boni und Prämien gelockt wird, findet den Ursprung in der Trägheit der meisten Verbraucher. Letztes Jahr haben ungefähr 90% der Verbraucher in Deutschland nicht den Stromanbieter bzw. den Stromtarif gewechselt - ein Grund, warum Wechselbonus und Co. immer attraktiver werden. Für Wechselbereite also aktuell gute Zeiten, um Stromanbieter zu vergleichen und zu wechseln.

Wenn Sie jetzt gerade etwas unruhig auf dem Stuhl herumrutschen, weil Sie immer noch den teuren Grundversorgungstarif beziehen, anstatt zu einem günstigen Stromanbieter gewechselt zu haben, können Sie ja mal zur Orientierung einen Blick auf diese Tabelle der prominentesten Stadtwerke werfen. Diese bieten auch oftmals günstigere Stromtarife überregional an:

[Tabelle]

Liefern Stromkonzerne besseren Strom als die Stadtwerke?

Nö.

Jetzt mal nicht frech werden hier!

Strom ist Strom. Regionale Stadtwerke sind genauso sicher und stabil wie die Stromkonzerne. Sie müssen sich also keine Sorgen bezüglich Insolvenzen oder Abbruch der Versorgung machen. Zusätzlich können Sie hier davon ausgehen, dass der Stromanbieter die Prämie auch tatsächlich auszahlen wird.

Zum einen übernimmt immer der Strom-Grundversorger im Zweifelsfalle, damit Birnen weiterhin leuchten und die gigantische Anzahl an eingefrorenen, aber niemals gebrauchten, Suppen im Tiefkühler nicht auftauen.

Was bei Stromkonzernen allerdings anders ist, sind die Ausgaben fürs Werbebudget. E.ON und Co. mögen ein ähnliches Budget auffahren wie die Automobilindustrie, aber ihr Strom wird dadurch auch nicht leistungsstärker, schneller oder windschnittiger.

Ein kurzer Überblick über die 4 größten Stromanbieter in Deutschland, die mehr als 40% der Stromversorgung unter sich aufteilen:

Die 4 großen Stromkonzerne
- E.ON
- Innogy (künftig Teil von E.ON)
- EnBW
- Vattenfall

Ehemals konnte sich RWE noch zu dieser Liste hinzuzählen. Durch die Absplittung vom "grünen" Teil von RWE als Innogy ist dies jedoch nicht mehr aktuell. Angesichts der Lage im Hambacher Forst (Stand September 2018) stellt sich ohnehin die Frage, wie es um die Stromkonzerne angesichts der Energiewende und der öffentlichen Meinung zu nicht-regenerativen Energien bestellt ist.

Sollte ich für Strom von einem etablierten Stromanbieter mehr zahlen?

Geschmackssache. Die Stromversorgung durch einen Billigstromanbieter einer Tochterfirma ist ebenso zuverlässig. Bei wem nur Prada und Tommy Hilfiger im Kleiderschrank oder die gute Markenbutter im Kühlschrank zu finden sind, dem sei dies natürlich auch beim Thema Strom freigestellt.

Ökostromanbieter

Auf den Punkt gebracht

Fast alle Stromanbieter liefern heutzutage auch Ökostrom. Dieser ist oft genauso günstig wie konventioneller Strom oder nur marginal teurer.

Aber auch reine Ökostromanbieter finden sich auf dem Markt. Von Ökostrommarken der etablierten Stromanbieter bis hin zu konzernunabhängigen Ökostromanbietern, welche sich vollständig vom konventionellen Strom abgrenzen möchten.

Manche nutzen Möglichkeiten zur Umzertifizierung von Atomstrom, andere produzieren 100% nachhaltigen Ökostrom - wie öko Ihr Ökostrom sein soll, hängt von Ihren Präferenzen ab. Soll’s etwas mehr sein? Dann kostet es auch etwas mehr.

SwitchUp Empfehlung: Generell schließen sich “Sparen” und “Ökostrom” also nicht aus. Wenn Ihnen nachhaltiger Ökostrom sehr wichtig ist, bieten sich allerdings nur eine Handvoll besonders nachhaltiger Ökostromanbieter im Vergleich an.

Wie funktioniert das mit dem Ökostrom eigentlich?

Um unsere Umwelt zu schonen und auch zukunftsorientiert zu konsumieren wechseln immer mehr Verbraucher zu Ökostromtarifen.

Das heißt jedoch nicht immer, dass direkt Ökostrom durch den jeweiligen Stromanbieter produziert wird. Viele Wege führen nach Rom:

- Einkauf von Ökostrom über die Strombörse
- direkter Einkauf, bspw. von norwegischen Wasserkraftwerken
- eigens produziertes Ökogas aus Zuckerrübenresten in Buxdehude

Sind Ökostromanbieter unabhängig?

Ökostrom lässt sich von nahezu jedem Stromanbieter heutzutage beziehen. Etablierte Stromkonzerne entwickeln nicht nur Billigstrommarken, auch Ökostrommarken stehen auf dem Programm. Diese fokussieren sich zwar vollständig auf nachhaltige Energie, bleiben aber natürlich mit dem Mutterkonzern verhaftet - welcher weiterhin alle Sparten der Stromproduktion abdeckt, auch Atomkraft oder Kohle.

Ein logischer Schritt seitens der Großen: Sie als Konsument könnten durchaus mit Verwirrung oder Unglauben reagieren, wenn RWE (aktuell unter anderem bekannt für die Abholzung des Hambacher Forsts, um neue Gebiete zur Erschließung von Braunkohle zu gewinnen) gleichzeitig mit einem Ökostromtarif wirbt. Eine scheinbar unabhängige Vertriebsmarke, deren Zugehörigkeit zu einem solchen Stromkonzern man nicht unbedingt auf den ersten Blick entdeckt, wirkt schnell authentischer.

Besonders nachhaltig hingegen agieren dabei Ökostromanbieter, die unabhängig von den etablierten Stromanbietern sind. Sie sagen sich auch von indirekten Verbindungen zur konventionellen Energiegewinnung ab. Damit Sie auf einen Blick sehen, welche Ökostromanbieter unabhängig von etablierten Stromanbietern agieren und welche noch immer dem traditionellen Elternhaus angehören, haben wir hier mal etwas vorbereitet:

[Tabelle]

Zertifikate und Siegel - Greenwashing oder wirklich relevant?

Siegel und Zertifikate werden gerne genutzt, um ein seriöses Image unter Beweis zu stellen. Manche Zertifikate sind sehr streng, andere weniger - wenn Ihnen nachhaltiger Ökostrom besonders wichtig ist, empfiehlt sich ein Blick auf die Anforderungen des jeweiligen Zertifikats.

Streng: Grüner Strom Label Gold, Ok Power Siegel
Weniger Streng: TÜV Nord, TÜV Süd
Umzertifizierung: RECS

Egal, für welchen Ökostromtarif Sie sich jedoch entscheiden: Sie tragen (indirekt oder direkt) zur Energiewende bei und tun etwas Gutes für unsere Umwelt. Wie viel vom jeweiligen Ökostromanbieter aber tatsächlich gehandelt wird, ist natürlich unterschiedlich.

In einem tiefschürfenden Artikel zum Thema Ökostrom werden wir diese noch genauer beleuchten.

Welcher Ökostromanbieter ist für meine Vorstellungen der Richtige?

An dieser Stelle machen wir es einfach mal kurz, knapp und gut. Ökostromanbieter differenzieren sich quasi entlang einer Skala, von Ökostrom, über schon nachhaltigeren Ökostrom bis hin zu sehr nachhaltigen Ökostrom, der mit Herzblut produziert wird.

Aber warum lange reden, wenn ein Bild doch mehr als tausend Worte sagt?

1xGlühbirne -> Ökostrom ohne besondere Zertifikate
2xGlühbirne-> ok power & grüner strom label Gold
3xGlühbirne -> konsequent nachhaltige, unabhängige Ökostromanbieter mit Herzblut

[Tabelle einfügen]

Zum Ökostromanbieter gewechselt - kommt jetzt Ökostrom aus meiner Steckdose?

Im Stromnetz wirbelt ein Mix, ein bunter Cocktail, aus unterschiedlichen Stromquellen herum. Ökostrom wird also auch ins Netz eingespeist, aber generell ist es unmöglich, ein Ökostrom-Strommolekül zielgerichtet zu einer spezifischen Steckdose zu schicken. Insgesamt wird der Pool von Strom aber durch eben diese Ökostrom-Strommoleküle erweitert - es leistet also einen wertvollen Beitrag Ökostrom zu beziehen, auch wenn die heimische Lampe nun nicht grün leuchtet. Schließlich entstehen bei der Energiegewinnung aus Sonne, Wind & Wasser keine klimaschädlichen Produktionsabfälle, was natürlich besser für die Umwelt ist als wenn weiter Kohle verfeuert wird um konventionellen Strom zu erzeugen.

Wie komme ich beim Stromanbieter Vergleich zum besten Anbieter?

Auf den Punkt gebracht

Um problemlos den besten und günstigsten Stromanbieter zu finden, müssen Sie auf folgende 3 Schritte achten:

1. Achten Sie auf Beschwerden: Wählen Sie einen seriösen Stromanbieter, der nicht durch übermäßige Kundenbeschwerden auffällt. Sonst ist die Gefahr hoch, dass Sie eine Menge Ärger erleben, der die paar Euro zusätzliche Ersparnis nicht wert ist.

2. Mit oder ohne Prämie: Die maximale Ersparnis erzielen Sie, indem Sie einen Stromanbieter mit Prämie wählen und jährlich wechseln. Andernfalls liegen Sie bei einem Stromtarif ohne Prämie besser, solange Sie einen Stromanbieter wählen, der nicht durch hohe Preiserhöhungen nach Ablauf des ersten Vertragsjahres auffällt.

3. Ökostrom – ja oder nein: Je nachdem wie wichtig Ihnen Ökostrom ist, können Sie diesen für ein paar Euro mehr von einem Billigstromanbieter beziehen oder etwas mehr investieren, um einen rundum konsequent nachhaltig agierenden, unabhängigen Ökostromanbieter zu wählen.

Wie finde ich heraus, ob der von mir favorisierte Stromanbieter seriös ist?

Um nicht in unliebsame Fallen zu geraten, haben wir in diesem Artikel alle gängigen fragwürdigen Geschäftspraktiken gesammelt und erläutert. Im Zweifelsfall sollten Sie bei einem billigen Stromanbieter eine kurze Recherche vorweg starten, beispielsweise über Beschwerdeportale wie Reclabox damit Sie beim Stromanbieter Vergleich bestens vorbereitet sind.

Den Stromanbieter jährlich wechseln - ja, nein, vielleicht?

Bislang ist nur ein sehr geringer Teil der deutschen Haushalte bereit, den Stromanbieter zu wechseln - sei es aus Trägheit, Unlust oder Unwissen, dass dies überhaupt möglich ist. Stromanbieter versuchen durch hohe Prämien Lust am Wechseln zu erzeugen. Für Sie also eine gute Nachricht! Sie können Ihre Ersparnis maximieren, wenn Sie bereit für einen jährlichen Stromanbieterwechsel sind und einen Stromtarif mit Prämie wählen.

Sollten Sie sich den jährlichen Wechsel nicht vorstellen können, empfiehlt sich ein Tarif ohne Prämie. Bei diesen fallen Arbeits- und Grundpreis geringer aus und nach mehreren Jahren Laufzeit zahlen Sie so einiges weniger als im Vergleichsfall. Wichtig dabei: wählen Sie einen Stromanbieter, der nicht dafür bekannt ist, die Preise nach dem ersten Vertragsjahr stark anzuheben. Auch bei Tarifen mit Prämie führen genau solche Stromanbieter beim Preisvergleich die Ergebnislisten an.

Mit Hilfe eines Tarifaufpassers wie SwitchUp können Sie Ihren Tarif nicht nur einmalig, sondern auch zukünftig voll-automatisch optimieren lassen. So können Sie auch die lukrativen Stromtarife mit Wechselprämie wählen, ohne sich Sorgen über Kündigungsfristen oder Preiserhöhungen zu machen.

Wie wichtig ist mir Ökostrom?

Sie können diesen inzwischen bei jedem Stromanbieter beziehen oder noch einen Schritt weiter gehen, indem Sie direkt zu einem der reinen Ökostromanbieter gehen.

Mehr Engagement und Investment in nachhaltige Energien und den Schutz unserer Umwelt ist natürlich auch mit höheren Kosten verbunden. Je nachdem, wie viel Sie bereit sind extra zu zahlen, erstreckt sich die Spanne von einigen Euros bis hin zu mehreren Hundert pro Jahr.

Fazit

Dieser Wust an Informationen kann auf den ersten Blick ganz schön erschlagend wirken. Nicht den Stromanbieter zu wechseln, also wie der Vogel Strauß den Kopf in den Sand zu stecken ist zwar eine nachvollziehbare, allerdings nicht besonders effektive, Reaktion. Genauso sollten Sie nicht blind den günstigsten Stromanbieter im Preisvergleich des Vergleichportals wählen.

Deshalb
: Augen auf beim Vergleichen des neuen Stromanbieters - mit den Tipps aus diesem Artikel sollte Ihnen das aber nun nicht mehr schwer fallen.

SwitchUp Empfehlung:
Falls Sie keine Lust haben, sich jährlich immer wieder aufs Neue mit diesem Thema herumschlagen zu müssen, können Sie hier auch kostenfrei und völlig unverbindlich hier eine maßgeschneiderte Empfehlung für Ihren Stromanbieterwechsel anfordern.

Stromanbieter Vergleich - Kapiteltrenner grünes Stromkabel oben

Darum gibt es diese Stromanbieter Hilfeseite

Stromanbieter Vergleich - Kapiteltrenner grünes Stromkabel unten

Der Stromanbieter Dschungel ist unübersichtlich und voller Stolperfallen. Übrigens genauso wie der Gasanbieter Dschungel. Wir selbst hätten uns alle vor einigen Jahren gewünscht, dass uns jemand an die Hand nimmt und uns durch das Dickicht zum richtigen Ziel führt.

Gemäß unserem Freundschaftsprinzip ist es uns eine Herzensangelegenheit, zu genau solchen Fragen nicht nur Antworten, sondern auch einen nachhaltigen Service zu bieten.

Wenn Sie sich selbst davon ein Bild machen wollen, kommen Sie doch einfach mal zum Lunch auf unserer Berliner Dachterrasse vorbei. Wir freuen uns!

Möchten Sie sich ein Bild machen, was andere Menschen über unseren Tarifaufpasser denken. Hier finden Sie alle SwitchUp Kundenstimmen.

Strompreisvergleich

Neuigkeiten, Kuriositäten und Vergleiche zum Thema Stromanbietervergleich

Stromanbieter Spotlight: Wunderwerk AG

Die Wunderwerk AG wirbt mit Wundern. Wunderbar, oder etwa nicht? Ob Wunder wirklich wahr werden können, finden wir in diesem kurzen Spotlight heraus.

Auf den Punkt gebracht:

Die Wunderwerk ist ein relativ junges Unternehmen, welches seit Anfang 2018 das Angebot an Stromanbietern auf dem Strommarkt erweitert.

Hevorheben möchte sich der Anbieter im Vergleich zur Konkurrenz hauptsächlich durch zwei Besonderheiten:

  • sehr günstigen Strom dank “Sparwunder Tarif”
  • Spenden an gemeinnützige Vereine

Unter anderem fällt der Anbieter allerdings durch 8 verbraucherunfreundliche Klauseln in den AGBs auf. Weiterhin wurde das Unternehmen bereits für irreführende Werbung abgemahnt.

Der Vorstandsvorsitzende Samuel Schmidt befand sich vor dieser aktuellen Beschäftigung in der Geschäftsführung von ExtraEnergie und der 365 AG - zwei Energieversorger, die durch besonders viele Kundenbeschwerden auffallen. Letzterer wurde von Verbraucherschützern mit der “Trüben Funzel” ausgezeichnet.

SwitchUp Empfehlung:

Das “Sparwunder” funktioniert über einen Freibetrag, den Sie als Arbeitnehmer geltend machen können und somit Ihr Einkommen virtuell herunterschrauben. Dadurch sparen Sie tatsächlich Steuern ein und können maximal im Jahr 320 € sparen. Dies ist weder unkompliziert noch für jeden Verbraucher problemlos möglich. Generell ist diese Methode jedoch für jeden Stromanbieter möglich, Sie müssen also nicht zwangsläufig zur Wunderwerk AG wechseln, um dies zu nutzen!

Fakt ist, dass auch die Wunderwerk AG einige verbraucherunfreundliche Klauseln in ihren ABGs aufführt. Ebenso fallen die anderen Unternehmen, an denen Samuel Schmidt beteiligt ist, durch besonders viele Kundenbeschwerden auf. Wie bei jedem Stromanbietervergleich sollten Verbraucher also ein paar Minuten zur Recherche und Reflexion über den Wechsel einplanen.

Verbraucherunfreundliche Klauseln

Viele AGBs fallen laut dem Portal "Energieanbieterinformation" durch solche Klauseln auf. Einige führen, quasi zum Ausgleich, auch einige verbraucherfreundliche Klauseln auf. Dies ist allerdings eher die Ausnahme. Besonders kritisch könnten folgende Klauseln und Merkmale der ABGs sein:

  • keine garantierte Belieferung von Haushalten mit Mehrtarifzählern oder Photovoltaikanlagen
  • nur Belieferung bei Verbrauch über 1.000 kWh, kritisch bei Auszug von Familienmitgliedern oder längeren Abwesenheiten
  • Bonus nur bei privater, nicht gewerblicher Nutzung
  • Bonusverweigerung, wenn Vertrag vorzeitig gekündigt wird
  • Neukundenbonus nur dann, wenn Verbraucher innerhalb der letzten 6 Monate keinen Vertrag widerrufen hat
  • Pauschale von 60 € bei Umzug
  • Vertragsstrafen, wenn Verbraucher den Strom nicht nur privat nutzt oder eine Photovoltaikanlage auf dem Dach installiert hat

Besonders schwierig für Haushalte mit Photovoltaikanlagen bzw. Mehrtarifzählern ist der Umstand, dass erst einige Monate nach Belieferungsbeginn (konkret bei der jährlichen Zählerstandsermittlung) diese Information an den Stromanbieter übermittelt wird. Für die meisten Verbraucher wird bei Vertragsabschluss nicht ersichtlich sein, dass die Wunderwerk AG solche Haushalte nicht beliefert. Die Konsequenz: sofortige Kündigung, in teure Grundversorgung rutschen und möglicherweise Strafe zahlen (siehe letzte Klausel).

In der Vergangenheit sind uns einige Fälle untergekommen, in denen gerade Stromanbieter mit vielen Kundenbeschwerden Verbrauchern eine gewerbliche Stromnutzung unterstellt haben. Diese Verbraucher mussten einige Register ziehen, um sich gegen die Unterstellung und damit verbundenen Strafzahlungen zu wehren.

Steuern sparen durch Stromversorgung?

Wir von SwitchUp sind keine Steuerexperten. Die meisten Verbraucher wahrscheinlich ebenso wenig. Aber Google sei Dank probieren wir einen Erklärungsversuch:

  • Arbeitnehmer können einen Sachbezug von max. 44 € pro Monat seitens Arbeitgeber erhalten
  • dieser Sachbezug kann als Stromkostenzuschuss geleistet werden
  • dafür müssen Sie die Vordrucke auf der Webseite der Wunderwerk AG ausdrucken, ausfüllen und der Personalabeteilung übergeben

Sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer kann dieses Prozedere in Steuerersparnissen resultieren. Eine Hand wäscht die andere also. Allerdings ist somit die jährliche Ersparnis zum einen von der Kooperation des Arbeitgebers abhängig und ebenso nur möglich, wenn Sie nicht bereits Sachbezüge beziehen, z.B. Tankgutscheine, Geschenkgutscheine, Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel oder ähnliches.

Achja, falls Sie selbstständig oder aktuell arbeitslos sein sollten, dann funktioniert das Sparwunder ebenso wenig.

Irreführende Werbung

Das Landgericht Hamburg sprach eine einstweilige Verfügung gegen den Stromanbieter aus. Begründet wird dies durch das irreführende Versprechen, dass alle Verbraucher einen besonders günstigen Stromtarif erhalten. Durch die oben aufgeführten Bedingungen, damit das Sparwunder überhaupt stattfinden kann, wird deutlich, dass dem nicht so ist. Die Wunderwerk AG ist laut Landgericht in ihrer Kommunikation nicht transparent und aufklärend genug.

Was sollten Kunden von Wunderwerk jetzt tun?

  • 14-tägige Widerrufsfrist, falls Sie gerade erst gewechselt sind
  • auf versteckte Preiserhöhungen achten (Newsletter, Online-Portal und E-Mails checken)
  • Abrechnungen auf Korrektheit prüfen
  • Kündigung durch Fax oder Einwurf-Einschreiben

In unserem Artikel “Stromvergleich: Vorsicht Falle!” haben wir ein Kompendium an Beschwerden, rechtlichen Hintergründen und Praxistipps für Verbraucher erstellt. Dort finden Sie im Detail, wovon Sie betroffen werden können und welche Handlungsoptionen Ihnen zur Verfügung stehen.

Hilfreiche Links:

Verbraucherschutz Blog

Informationen zur einstweiligen Verfügung

Bekannte Fälle auf Reclabox von ExtraEnergie

e:veen und Vertriebsmarke Kissmegreen Insolvenz

Und wieder befindet sich ein Billigstromanbieter aktuell in einem Insolvenzverfahren. Was Sie jetzt als Kunde von e veen oder Kissmegreen wissen und tun sollten, erfahren Sie hier kurz und knapp:

Kontext:

  • seit 1. Oktober Insolvenzverfahren gestartet
  • nicht alle Kunden werden gekündigt; lediglich "nicht wirtschaftliche Verträge"
  • automatische Auflösung des aktuellen Vertrages zum 31.10.2018 in diesen Fällen
  • Versorgung wird im Falle des Falles vom lokalen Grundversorger übernommen
  • Kissmegreen bietet alternativ neuen Vertrag mit deutlicher Preiserhöhung an

Damit Sie nicht in die teure Grundversorgung rutschen, sollten Sie sich zeitnah über ein Vergleichsportal oder einen Tarifoptimierer einen neuen, günstigen Stromtarif suchen. Alternativ können Sie auch das Angebot eines teureren Vertrages annehmen. Allerdings sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass dies ebenfalls mit einer 15-25% Preiserhöhung einhergeht.

SwitchUp Kunden müssen sich keine Sorgen machen: sie werden automatisch in den nächsten Tagen zu einem neuen günstigen Stromanbieter gewechselt, gemäß ihren Wünschen und Präferenzen, die sie zu Beginn des ersten Wechsels angegeben haben.

Insolvenz Update: Kissmegreen

Was können Verbraucher jetzt tun, die noch restliches Guthaben von Kissmegreen bzw. e:veen schuldig sind?

Angesichts des im Juli 2018. ausgesprochenes Insolvenzverfahrens fragen sich viele Verbraucher verständlicherweise, was mit restlichem Guthaben passiert. Dies sammelt sich z.B. an, indem der monatliche Abschlag über dem tatsächlichen Verbrauch liegt. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Chancen nicht sonderlich rosig stehen, restliches Guthaben vollständig ausgezahlt zu bekommen.

Handlungsoptionen:

  • Forderungen schriftlich beim Insolvenzverwalter anmelden
  • restliches Guthaben mit zukünftigen Abschlägen verrechnen

Insolvenzverwalter Forderungen:

In der Regel erhalten Sie vom Insolvenzverwalter (nicht vom Gericht) ein Formular, eine sogenannte Insolvenztabelle, zugeschickt. Innerhalb einer gewissen Frist sollten Sie diese ausfüllen und zurückschicken. Verpassen Sie die Frist, wird der Antrag zwar bearbeitet, aber es ist mit einigen Verzögerungen zu rechnen. Der Verwalter arbeitet die Forderungen in einzelnen Phasen ab. Sie wollen natürlich in der ersten Phase, sozusagen beim ersten Rutsch, dabei sein.

Es macht durchaus Sinn, Ihre Unterlagen zu prüfen und zu schauen, ob Ihnen die Auszahlung eines Restguthabens vom Stromanbieter zusteht. Dafür können Sie eine aktuelle Prüfung der Zählerstände vornehmen und sich mit dem Netzbetreiber kurzschließen. So können Sie ausrechnen, ob Ihre Abschläge (angepasst an einen geschätzten Verbrauch) über dem tatsächlichen Verbrauch lagen. Falls dies zutrifft, sind Sie ein Gläubiger - falls Sie kein Schreiben vom Insolvenzverwalter erhalten, sollten Sie dann den Kontakt zu diesem aufnehmen.

Restliches Guthaben mit Abschlägen verrechnen

Falls Ihr Vertrag zu den aktuellen Konditionen über den Oktober hinaus regulär weiterläuft, werden Sie weiterhin monatliche Abschläge tätigen. Sie können veranlassen, dass bisheriges Guthaben mit diesen Abschlägen verrechnet werden soll.

Sofern der Stromanbieter also die Belieferung nicht einstellt, können Sie Ihre monatlichen Zahlungen einstellen, bis das Guthaben aufgebraucht ist. Einen beispielhaften Fall inklusive eines Ratschlages eines Rechtsanwaltes finden Sie über diesen Link.Bitte informieren Sie sich gründlich, falls Sie diese Methode anwenden wollen.

Unseren bisherigen Erkenntnissen nach werden scheinbar nicht alle Kunden zum Ende Oktober abgemeldet. Prüfen Sie also, ob Kissmegreen bzw. e:veen die Belieferung in Ihrem Fall stoppt - dann ist diese Handlungsoption ohnehin ausgeschlossen.

Systemstrom Insolvenz

Angesichts der Insolvenz des günstigen Stromanbieters “Systemstrom” stellen sich für Verbraucher einige Fragen: wie ist es dazu gekommen; wie geht es jetzt weiter; was sollte ich tun? Vorweg: wir haben nicht die Antwort auf alle Fragen. Aber was Sie jetzt konkret tun sollten, dabei können wir Ihnen helfen!

Was Sie jetzt wissen und tun müssen

Wissen:

  • alle Kunden vom Stromanbieter Systemstrom wurden zum 30.09.2018 gekündigt
  • ab dem 01.10.2018 übernimmt automatisch der jeweils zuständige lokale Grundversorger die Stromversorgung
  • in Berlin wäre dies beispielsweise Vattenfall
  • die Stromversorgung wird nicht unterbrochen!
  • der lokale Grundversorgungstarif ist in Deutschland die teuerste Option

Aktiv werden:

  • wenn Sie bereits SwitchUp Kunde sind = nichts tun, wir wechseln automatisch in den aktuell besten Stromtarif (gemäß Ihrer Präferenzen) für Sie
  • nicht im teuren Grundversorgungstarif landen: Stromanbieterwechsel per Vergleichsportal oder Tarifoptimierer veranlassen
  • auch wenn der Wechselprozess etwas länger dauern sollte: funktioniert auch rückwirkend zum 1.10.2018 hin → teilen Sie dafür uns bzw. dem neuen Stromanbieter Zählerstand und Zählernummer mit
  • 2 Wochen Kündigungsfrist beim Grundversorger; also selbst dann kein Grund zur Panik

Die Insolvenz eines Stromanbieters kann verständlicherweise für Panik sorgen. Aber bereits Douglas Adams Per Anhalter durch die Galaxis wusste: KEINE PANIK. Zum einen bringt es nichts, zum anderen ist für Sie als Verbraucher auch Holland nicht unbedingt in Not. Sie brauchen sich nicht das Handtuch um die Schultern zu schwingen und per Anhalter die Reise zu einem besseren Planeten antreten - ein Wechsel zum aktuell günstigsten Stromanbieter tut es auch.