Strompreise vergleichen

Was ein Strom-Preisvergleich und
Kamikaze Piloten gemeinsam haben

Ein Strompreisvergleich geht ganz einfach über eines der zahlreichen Vergleichsportale für Strom. So ein Vergleich der Strompreise macht deutlich: Man kann viel sparen, indem man den Stromanbieter wechselt. Wären da nicht einige Stolperfallen, die man beim Strom-Preisvergleich nicht auf den ersten Blick erkennt.

  1. auf den ersten Plätzen der Preisvergleichsportale sind häufig fragwürdige Anbieter
  2. die wirklich wichtigen Aspekte beim Strom-Preisvergleich sind schwer zu erkennen
  3. ohne regelmäßig Strompreise vergleichen wird einem zu viel berechnet
Strompreisvergleich Erfahrungen

Egal ob erfahrener Strompreisrechner oder noch unerfahren: Wie so oft gilt, Vorsorge ist besser als Nachsorge. Im Wesentlichen gibt es 3 Strategien beim Strom-Preisvergleich:

  • Strompreisvergleich Kamikaze: Sie möchten die maximale Ersparnis erzielen und wählen den billigsten Stromtarif auf dem Strom-Preisvergleichsportal und versuchen die dann nicht selten auftretenden Probleme geschickt zu vermeiden.
  • Strompreisvergleich Tüftler: Sie möchten den besten Stromtarif aufspüren und machen sich die Mühe, die verschieden Tarife ausführlich zu vergleichen, um den besten Stromanbieter unter den günstigen Strom-Angeboten aufzuspüren.
  • Strompreisvergleich Vermeider: Sie möchten den Stromanbieter lieber nicht wechseln, wollen aber trotzdem nicht bestraft werden, nur weil Strompreise vergleichen nichts ist was Sie regelmäßig machen möchten

Nachfolgend geben wir Ihnen Tipps, wie Sie bei jeder der aufgeführten Strompreisvergleich-Strategien das Optimum rausholen und gleichzeitig mit den besagten Stolperfallen richtig umgehen. Darüber hinaus erläutern wir, was die besten Preisvergleichsportale für Strom sind und worauf Sie beim Preisvergleich Strom unbedingt achten sollten. Und vor allem verraten wir Ihnen einen Trick, mit dem Sie den Strom-Preisvergleich auf innovative Weise lösen können.

Strompreisvergleich Kamikaze:
Sparpotenzial maximieren ohne eine Bruchlandung zu vollziehen

Bushido, sagen die Japaner. Der Weg des Kriegers. Kämpfen müssen Sie beim Strompreisvergleich nicht unbedingt, aber durchaus durchkämpfen – zumindest wenn Sie die Ersparnis beim Strompreisvergleich maximieren möchten. Schließlich umwerben die Stromanbieter wechselwillige Kunden mit allerlei attraktiven Lockangeboten. Bonustarife, Pakettarife und allerlei sonstigen Tarifsonderkonditionen begegnen einem regelmäßig, wenn man sich auf den Preisvergleichsportalen umschaut. Wir verraten Ihnen, wie Sie beim Strom-Preisvergleich die maximale Ersparnis erzielen, was es mit den Stolperfallen auf sich hat und – falls Sie in eine der Stolperfallen getreten sein sollten – wie Sie wieder aus der Falle rauskommen.

Wieso sind manche Stromtarife so viel günstiger als andere Tarife?

Als Strompreisvergleich Kamikaze sollten Sie sich zunächst vor Augen führen, wie der Strommarkt funktioniert und wie es sein kann, dass manche Stromtarife so viel günstiger als andere Tarife sind. Wie Sie sich selber vorstellen können, ist es nicht im Sinne des Stromanbieters, einfach nur teure Geschenke in Form eines Neukunden-Bonus oder anderer Sondervergünstigungen zu machen. Vielmehr steckt dahinter ein bewusstes Kalkül. Und dieses Kalkül basiert allen voran auf der Annahme, dass die meisten Menschen keine Lust haben, regelmäßig einen Strompreisvergleich vorzunehmen. Mit anderen Worten, fast alle Stromanbieter, die Sie auf den Preisvergleichsportalen für Strom auf den vorderen Plätzen finden, wetten darauf, dass Sie sich nicht in einem Jahr einen erneuten Strompreisvergleich machen und folglich Ihren Stromtarif auch nicht rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist kündigen. So holen sich die Stromanbieter dann ab dem zweiten Vertragsjahr das in Sie investierte Geld zurück. Einerseits dadurch, dass der Bonus wegfällt und Sie einen vergleichsweise hohen Arbeits- und Grundpreis zahlen, der im ersten Vertragsjahr nicht aufgefallen ist, da dieser durch den Bonus geschickt kaschiert wurde. Und andererseits dadurch, dass zusätzlich eine (häufig unauffällig verpackte) Preiserhöhung ab dem zweiten Vertragsjahr eintritt. Es sind uns bereits Fälle untergekommen, bei denen dies zu verrückten Preisunterschieden zwischen dem ersten und zweiten Vertragsjahr von 78% (!) geführt hat. In so einem Fall erscheint dann sogar der Grundversorgungstarif, der üblicherweise 20-30% über günstigen Vergleichstarifen liegt, in einem günstigen Licht.

Nun können Sie sich denken: Verstanden, ich gehöre aber nicht zu diesen Kunden, den dies passiert. Ich werde meinen Stromtarif rechtzeitig kündigen, einen neuen Strom Preisvergleich vornehmen und mit Ablauf des ersten Vertragsjahres – bevor ich in das teurere zweite Vertragsjahr laufe – den Absprung machen. Vom Grundsatz ein plausibler Gedanke. Wären da nicht allerlei Stolperfallen, die es alles andere als leicht machen, dies in der Praxis umzusetzen. Ziehen Sie sich also warm an, wenn Sie weiterhin an der Strompreisvergleich Kamikaze Strategie festhalten möchten. Nachfolgend die versprochenen Tipps, damit es beim Strom Preisvergleich nicht zur Bruchlandung kommt.

Was sind die häufigsten Stolperfallen beim Strom Preisvergleich?

Stolperfallen beim Strom Preisvergleich gibt es mehr als man vermutet. Schließlich ist es das Bestreben der Stromanbieter, nicht mehr in Sie zu investieren als unbedingt nötig. Eine Reihe von Billigstromanbieter greifen daher besonders tief in die Trickkiste. Die beliebtesten Tricks sind die folgenden:

  • Versteckte Preiserhöhungen
  • Kündigungserschwerung
  • Bonusverweigerung
  • Verzögerte bzw. unvollständige Bonusauszahlung
  • Mahnungen mit hohen Gebühren

Beispiel 1 – Versteckte Strompreiserhöhungen: Unauffällige Preiserhöungen sind das beliebteste Mittel vieler Billigstromanbieter, um Sie ab dem zweiten Vertragsjahr richtig zur Kasse zu bitten. Es gibt Stromanbieter, die scheinbar viel Zeit damit aufbringen, Preiserhöhungsschreiben derart geschickt zu formulieren, dass man diese bei flüchtiger Betrachtung übersieht. Dabei wird sehr kreativ vorgegangen und als Empfänger der Preiserhöhung wird man unweigerlich zum Spielball von zahlreichen Taktiken, die von Informationsüberflütung bis zu (bewusster?) Ablenkung reichen. Ein Schelm, der böses dabei denkt. Also Augen auf bei Schreiben vom Stromanbieter, insbesondere wenn dieses rund 6-8 Wochen vor Ablauf der Kündigungsfrist ins Haus oder ins E-Mail Postfach flattert, da Anbieter Preiserhöhungen laut gesetzlicher Vorgabe mindestens 6 Wochen vor Eintritt mitteilen müssen (und dies meist auch erst kurz vor knapp tun).

Beispiel 2 – Bonusverweigerung: Vor dem Hintergrund, dass Bonustarife vor allem aufgrund des enthaltenen Bonus sehr günstig sind, kommt es einem teuer zu stehen, wenn der Stromanbieter auf eine AGB-Klausel verweist, aufgrund der man keinen Anspruch auf den Bonus haben soll. Häufig genannte Argumente sind ein im Haus vorhandenes Arbeitszimmer oder eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Gerade bei den Billigstromanbietern, die sich üblicherweise beim Preisvergleich über die Strom Preisvergleichsportale auf den vorderen Rängen befinden, sind diese AGB-Klauseln keine Seltenheit. Insofern kommt man als Strompreisvergleich Kamikaze nicht um die obligatorische AGB Prüfung, damit eine häufige Stolperfalle nicht versehentlich zuschnappt.

Eine umfangreiche Auswertung der Stolperfallen beim Strom Preisvergleich finden Sie auf dieser Seite.

‍Wie kann ich erkennen, bei welchem Stromanbieter eine nennenswerte Gefahr lauert, in eine Stolperfalle zu treten?

‍Vorweg: Die große Mehrzahl der 1200 Stromanbieter in Deutschland agieren seriös. Zumindest wenn man davon absieht, dass viele Stromanbieter für ihre Stromtarife sehr hohe Preise berechnen. Einerseits kann einen die Tatsache, dass die Mehrheit der Stromanbieter seriös agiert, in Sicherheit wiegen. Andererseits sollte man sich bewusst machen, dass die Stromanbieter, die beim Strompreisvergleich vorderen Plätze in den Preisvergleichsportalen belegen, die mit den höchsten Beschwerdezahlen auf sich vereinen. Und dies liegt nicht daran, dass diese so viel mehr Kunden hätten, was eine nachvollziehbare Erklärung wäre. Denn es gibt signifikant größere Stromanbieter, die nur eine kleine Zahl an Beschwerden ansammeln. Konkret sind es 5 Stromanbieter, die 90% (!) aller Beschwerden in den letzten Jahren auf sich vereinen. Man sollte dabei Acht geben, dass die meisten Stromanbieter unter verschiedenen Markennamen auftreten. Die 5 genannten Stromanbieter treten beispielsweise mit 16 Markennamen in Erscheinung. Dies bedeutet, wenn man beim Strompreisvergleich die Liste der günstigsten Stromtarife vergleicht, diese nicht selten von einigen wenigen Anbietern stammen.

Insofern gilt auch hier wieder für die Strompreisvergleich Kamikaze Strategie, eine gründliche Recherche über den Stromanbieter vorzunehmen, damit man weiß, auf was man sich einlässt. Beschwerdeportale sind hierfür ein guter Indikator.

Was kann ich machen, falls ich unerwartet in eine Stolperfalle gelaufen bin?

Nicht verzagen, uns fragen. Denn auch Stromanbieter müssen sich fair und vor allem rechtskonform verhalten. Zahlreiche der noch immer vorhandenen Geschäftspraktiken einiger Billigstromanbieter sind äußerst fragwürdig. Wie so häufig im Leben: Wer sich mit einem Sachverhalt auskennt und Beharrungsvermögen unter Beweis stellt, dem wird nicht nur zugehört, sondern den kann man auch nicht so einfach beiseite schieben. Sollten Sie also unweigerlich in eine der Stolperfallen getreten sein, dann verschaffen Sie sich als Erstes einen Überblick über die Sachlage. Die Verbraucherzentralen haben bereits zahlreiche Gerichtsverfahren gegen Billigstromanbieter durchgefochten –– Gerichtsurteile, auf die man sich berufen kann. Mithilfe eines Beschwerdeportals wie ReclaBox kann man dem Stromanbieter das Signal geben, dass man mit dem jeweiligen Vorgehen nicht einverstanden ist. Dieses Vorgehen hat sich als wesentlich zielführender erwiesen, da man beim direkten E-Mail Dialog mit einigen der Billiganbieter häufig mit sehr viel Rechtsjargon abgetan wird und einem in den meisten Fällen in verklausulierter Form der schwarze Peter zugeschoben wird. Wenn man hingegen ein Beschwerdeportal einschaltet, setzt man das Signal, dass es einem ernst ist und man sich eine kundenorientierte Klärung wünscht.

Sollten alle Stricke reißen und Sie das Gefühl haben, trotz Einschaltung eines Beschwerdeportals nicht zu Ihrem Recht zu kommen, dann ist die Schlichtungsstelle Energie eine wirksame Instanz. Die Schlichtungsstelle Energie wurde ins Leben gerufen, damit Probleme zwischen Stromanbieter und Verbraucher durch eine neutrale dritte Instanz bewertet und – soweit möglich – ohne weitere rechtliche Schritte aus der Welt geschafft werden können. Die Einschaltung der Schlichtungsstelle Energie ist für Sie als Verbraucher kostenfrei. Vielmehr zahlt der Stromanbieter eine Fallpauschale, wenn die Schlichtungsstelle Energie durch Sie mit dem Fall beauftragt wird. Einzige Voraussetzung für die Einschaltung der Schlichtungsstelle Energie ist, dass Sie den betreffenden Stromanbieter bzgl. Ihrer Beschwerde im Vorfeld kontaktiert und somit die Möglichkeit gegeben haben, auf Ihren Einwand einzugehen. Sofern dies nicht innerhalb von 4 Wochen auf für Sie zufriedenstellende Art erfolgt ist, können Sie die Schlichtungsstelle Energie als neutrale Instanz einschalten.

Falls Sie nach den geschilderten Stolperfallen bei der Kamikaze Strompreisvergleich Strategie doch lieber eine andere Strom Preisvergleich Alternative wählen möchten, dann können Sie die im folgenden erläuterte Strompreisvergleich Strategie des Tüftlers in Erwägung ziehen.

Strompreisvergleich Tüftler:
Den besten Stromtarif aufspüren,
ohne sich im Stromtarif-Dschungel zu verlieren?

Wer sich noch nicht ausführlicher mit einem Strompreisvergleich auseinandergesetzt hat, könnte vermuten, dass es ja nicht so schwer sein kann. Schließlich kriege ich bei einem Strompreisvergleich die Strompreise in aufsteigender Reihenfolge aufgelistet. Wie schon im letzten Kapitel geschildert, ist es beim Strompreisvergleich nicht damit getan, einfach den billigsten Stromanbieter aus der Liste des Preisvergleichsportals zu wählen. Selbst wenn man fragwürdige Stromanbieter von vornherein ausschließt, gilt es zahlreiche Tarifmerkmale wie Arbeits- und Grundpreis, Sofort- und Neukundenbonus, Umfang und Länge der Preisgarantie, Vertrags- und Folgelaufzeit, Kündigungsfrist sowie bestimmte Tarifarten wie Pakettarife zu bewerten.

Was sind die wichtigsten Tarifkomponenten bei einem Strom Preisvergleich?

Beim Strompreisvergleich könnte man mitunter das Gefühl bekommen, dass das eigene Vokabular nicht umfangreich genug ist. Denn die Stromanbieter warten mit aller ungewöhnlichen Begrifflichkeiten auf, die unterschiedlichste Tarifvariationen betreffen. Hier die wichtigsten Tarifmerkmale im Überblick:

Die Kostenkomponenten des Stromtarifs

  • Arbeitspreis: Der Preis je verbrauchte kWh Strom
  • Grundpreis: Der Basispreis, der Ihnen pro Monat pauschal berechnet wird, losgelöst vom Verbrauch
  • Neukundenbonus: Die Prämie, mitunter auch einfach nur “Wechselbonus” genannt, die Sie als Neukunde einmalig nach Ablauf der ersten Jahres erhalten (gilt üblicherweise auch, wenn Sie mit Ablauf des 1. Vertragsjahres den Stromanbieter erneut wechseln)
  • Sofortbonus: Die Prämie, die Sie bereits nach 2-3 Monaten nach Belieferungsbeginn ausgezahlt bekommen (üblicherweise wird nur ein Teil des Bonus als Sofortbonus ausgezahlt und der übrige Teil als regulärer Neukundenbonus)
  • Sofortrabatt auf den Abschlag: Ein Rabatt als Vergünstigung auf den kWh Strompreis, den Sie nur im 1. Vertragsjahr erhalten und der sofort vom monatlichen Abschlag abgezogen wird

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche anders genannte “Sonderboni”, die vor allem aus Marketinggesichtpunkten benutzt werden,  im Wesentlichen aber den oben genannten Bonusarten entsprechen.

Die Vertragskonditionen des Stromtarifs

  • Vertragslaufzeit: Die Erstlaufzeit, die der Vertrag zunächst läuft (üblicherweise 1, 12 oder 24 Monate)
  • Folgelaufzeit: Die Dauer, auch genannt “Vertragsverlängerung”, um die sich der Vertrag nach der Erstlaufzeit automatisch verlängert, wenn dieser nicht rechtzeitig gekündigt wird
  • Kündigungsfrist: Die Frist, um die der Stromvertrag vor Ablauf der aktuellen Laufzeit gekündigt werden muss (üblicherweise 2, 4 oder 6 Wochen)
  • Preisgarantie: Der Zeitraum, über den Ihnen der Stromanbieter garantiert, dass keine Preiserhöhung erfolgt (es gibt unterschiedlich umfangreiche Arten von Preisgarantien, die Unterscheidung ist jedoch nur von nachgelagerter Bedeutung)

Die Stromtarif-Arten:

  • Verbrauchsabhängig: Üblicherweise zahlt man nur für den Strom, den man tatsächlich verbraucht, wie dies bei der Mehrzahl der Stromtarife üblich ist
  • Vorkasse-Tarife: Bei diesen Tarifen zahlt man, im Gegensatz zu den herkömmlichen Stromtarifen, keinen monatlichen Abschlag sondern den Gesamtbetrag für den anvisierten Verbrauch im Vorfeld
  • Pakettarife: Billiganbieter haben das Pakettarif-Modell vor Jahren eingeführt, welches eine gewisse Vergünstigung verspricht, indem man vorab ein definiertes Kontingent an kWh Strom erwirbt

Spielt es eine Rolle, wie sich die Stromkosten auf Arbeits- und Grundpreis verteilen?

Bei einem Strom Preisvergleich stolpert man unweigerlich über die Frage, ob man lieber einen Stromtarif mit geringem Arbeits- oder Basispreis wählen soll. Denn beide Preiskomponenten bekommt man nicht gleichermaßen minimiert, da der Stromanbieter die eigenen Kosten auf diese beiden Preiskomponenten verteilt. Üblicherweise verlagert der Stromanbieter die eigenen Fixkosten, die dieser dem Netzbetreiber für die Netznutzung sowie Zählermiete bezahlen muss, über den Grundpreis an den Verbraucher. Da einige Verbraucher jedoch auf einen möglichst geringen Grundpreis achten, haben einige Stromanbieter unter Marketinggesichtspunkten Ihre Grundpreise reduziert und die Kosten entsprechend auf den Arbeitspreis umgelegt, der in der Folge entsprechend höher ausfällt.

Spielt es irgend eine Rolle, wie sich die Kosten auf den Arbeits- und Grundpreis verteilen? Solange der Stromverbrauch sich auch weiterhin in einer ähnlichen Größenordnung bewegt wie bisher, hat die Verteilung des Arbeits- und Grundpreises keinerlei Einfluß auf die tatsächlichen Kosten. Schließlich geben Sie beim Strompreisvergleich eine Verbrauchsannahme an und auf der Basis kriegen Sie die Stromtarife nach dem Gesamtpreis sortiert angezeigt. Und selbst wenn der Stromverbrauch etwas abweicht, ist der Effekt durch den Arbeits- bzw. Grundpreis weitestgehend zu vernachlässigen. Ergo: Ersparen Sie sich das Kopfzerbrechen über den optimalen Arbeits- und Grundpreis und achten Sie vielmehr auf den Gesamtpreis.

Noch ein ergänzender Hinweis im Kontext von Stromtarifen mit Bonus: Hier fällt der Arbeits- und Grundpreis in aller Regel höher aus, da die Stromanbieter die Kosten für den Bonus anteilig auf den Arbeits- und Grundpreis umlegen. Solange Sie mit Ablauf des ersten Vertragsjahres Ihren Stromanbieter erneut wechseln, kann Ihnen dies egal sein, da Sie dann effektiv nur den Gesamtpreis unter Berücksichtigung des Bonus zahlen. Höhere Arbeits- und GIst es sinnvoll, einen Stromtarif mit kurzer Vertragslaufzeit zu wählen?rundpreise können Sie in dem Fall also getrost ignorieren.

Ist es sinnvoll, einen Stromtarif mit kurzer Vertragslaufzeit zu wählen?

Es ist in der menschlichen Natur, dass wir uns volle Entscheidungsflexibilität bewahren möchten. Aus diesem Grund wählen viele Verbraucher einen Stromtarif mit kurzer Vertragslaufzeit, z.B. von 1 Monat. Da die Mehrheit aller günstigen Stromtarife eine Vertragslaufzeit von 12 Monate beinhalten, reduziert dies das Sparpotenzial erheblich. Insofern ist es meistens ratsam, Stromtarife mit einer 12-monatigen Laufzeit beim Strompreisvergleich durchaus einzubeziehen.

Für den Fall, dass Sie aus Ihrer Wohnung ausziehen oder eine Preiserhöhung erfolgt, hat man üblicherweise ohnehin ein Sonderkündigungsrecht. Insofern ist ein Stromtarif mit flexibler Laufzeit in diesem Fall gar nicht erforderlich. Und auch der Gedanke, flexibel auf Preisänderungen reagieren zu können, zahlt sich in aller Regel nicht aus, da Strompreise erfahrungsgemäß nur eine Richtung kennen: nach oben.

Andersherum stellt sich die Frage, ob man beim Strompreisvergleich auch Stromtarife mit 24-monatiger Laufzeit berücksichtigen sollte? Insbesondere bei Stromtarifen mit Bonus lohnt sich dies fast nie, da der effektive Preis über 24 Monate deutlich teurer ist als wenn man zweimal einen 12-monatigen Stromtarif mit Bonus wählt, da man hier faktisch zweimal einen Bonus erhält. Sofern man sich nicht vorstellen kann, den Stromanbieter nach 12 Monaten erneut zu wechseln, sollte man beim Strompreisvergleich von vornherein einen Stromtarif ohne Bonus mit entsprechend geringerem Arbeits- und Grundpreis wählen.

Ergänzend noch ein Hinweis zur Folgelaufzeit, die angibt, um welchen Zeitraum sich der Stromvertrag verlängert, wenn dieser nicht rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist gekündigt wird. Bei Stromtarifen mit 12-monatiger Laufzeit verlängert sich der Vertrag bei der großen Mehrheit der günstigen Stromtarife um weitere 12 Monate. Während auch hier eine Flexibilität theoretisch wünschenswert ist, führt dies in der Praxis dazu, dass die meisten Stromtarife ausgeschlossen würden. Insofern ist es auch hier ratsam, diese Tarifoptionen beim Strompreisvergleich nicht von vornherein auszuschließen, obwohl die Verbraucherzentralen empfehlen, nur Stromtarife mit einer kürzeren Folgelaufzeit zu wählen. Der Gedanke der Verbraucherzentralen, sich die Flexibilität zu bewahren, ist durchaus gut. Wenn dies jedoch zur Folge hat, dass die Mehrheit der günstigen Stromtarife ausgeschlossen wird, erscheint dies weniger sinnvoll.

Wie wichtig ist es, dass die Kündigungsfrist möglichst kurz ist?

Die Verbraucherzentralen empfehlen darüber hinaus häufig, dass man einen Stromtarif mit maximal 4-wöchiger Kündigungsfrist wählen sollte. Da dies jedoch ebenfalls einen Großteil der Tarife ausschließen würde, da viele der günstigen Stromtarife eine 6-wöchige Kündigungsfrist beinhalten, sollte man sich genau überlegen, ob man durch eine rechtzeitig gesetzte Erinnerung nicht in der Lage ist, diese im Blick zu behalten. Falls man glaubt, dies tun zu können, sollte man die günstigen Stromtarif-Alternativen beim Vergleich über das Preisvergleichsportal nicht von vornherein auszuschließen, nur weil die Kündigungsfrist 2 Wochen länger ist.

Noch ein Hinweis zur Kündigungsfrist, da diese häufig mißverstanden wird: Eine Kündigungsfrist von 4 Wochen bedeutet nicht, dass man den Stromtarif jederzeit innerhalb von 4 Wochen kündigen kann. Vielmehr bezieht sich die Kündigungsfrist auf die Zeitspanne, zu der die Kündigung spätestens vor Ablauf der aktuellen Vertragslaufzeit ausgesprochen werden muss. Praktisches Beispiel: Wenn Ihr Vertrag am 1.1.2019 startet, eine 12-monatige Vertragslaufzeit und eine vierwöchige Kündigungsfrist beinhaltet, dann müssen Sie Ihren Stromvertrag spätestens Ende November 2019 gekündigt haben, damit sich Ihr Stromtarif nicht um die definierte Folgelaufzeit verlängert (die bei 12-monatigen Verträgen häufig weitere 12 Monate beträgt).

Sollte ich auf besonders lange Preisgarantien achten?

Auch auf die Gefahr, sich zu wiederholen. Wie bereits bei den zuvor genannten Tarifkonditionen, ist eine möglichst lange Preisgarantie nur theoretisch wichtig. Denn gerade bei Tarifen mit Bonus steigt der Strompreis effektiv ab dem zweiten Vertragsjahr, da der enthaltene Bonus wegfällt. Insofern ist es nicht sonderlich wichtig, eine Preisgarantie auf den höheren Arbeits- und Grundpreis exklusive Bonus zu erhalten. Wichtig ist lediglich, dass die Preisgarantie die Mindestlaufzeit abdeckt, was jedoch bei den meisten Stromtarifen ohnehin der Fall ist. Praktisch bedeutet dies, dass ein Stromtarif mit 12-monatiger Erstlaufzeit auch eine 12-monatige Preisgarantie beinhalten sollte. Dann greift auch die Taktik einiger gewiefter Billigstromanbieter nicht mehr, die die Preisgarantie in der Vergangenheit bewusst kürzer als die Mindestlaufzeit angesetzt hatten, um Kunden so zu einer Kündigung zu bewegen, damit der Bonusanspruch verfällt.

Es gibt jedoch einen Fall, bei dem lange Preisgarantien durchaus von Nutzen sind: Bei Tarifen ohne Bonus. Denn hier sichert man sich die Preisgarantie auf den relevanten Arbeits- und Grundpreis. Stromanbieter die auf ihre Stromtarife ohne Bonus eine besonders lange Preisgarantie (z.B. von 24 Monaten oder länger) gewähren, signalisieren entsprechend, dass sie nicht von vornherein vorhaben, mit Ablauf  des ersten Vertragsjahres die Preise anzuheben –– wie dies bei vielen der günstigen Stromtarife ohne Bonus erfahrungsgemäß der Fall ist.

Sollte ich Stromtarife mit Bonus vermeiden?

Dies ist vermutlich die wichtigste Frage, die beim Preisvergleich die Höhe Ihrer Ersparnis bestimmt. Wie ein Strompreisvergleich schnell deutlich macht: Stromtarife mit Bonus sind deutlich günstiger als Stromtarife ohne Bonus. Dies setzt natürlich voraus, dass Sie sich vorstellen können, den Stromanbieter in 1-2 Jahren erneut zu wechseln. Wenn dies nicht der Fall ist, fahren Sie mit einem Stromtarif ohne Bonus vermutlich besser. Sollten Sie sich hingegen vorstellen können, den Stromanbieter auf absehbare Zeit erneut zu wechseln, insbesondere wenn es eine Lösung gibt, die dies sehr einfach macht (mehr dazu im nächsten Kapitel), dann wählen Sie getrost einen Stromtarif mit Bonus und genießen Sie die Tatsache, dass Sie der Stromanbieter mit einem üppigen Bonus belohnt.

Ist es klug, einen der günstigen Strom-Pakettarife zu wählen?

Beim Strompreisvergleich über eines der Preisvergleichsportale standen früher fast immer sogenannte “Pakettarife” ganz oben im Tarifvergleich. Inzwischen sind diese seltener geworden, da diese nur selten von Vorteil für Sie als Verbraucher sind. Denn nur wenn Sie eine Punktlandung erzielen, sparen Sie etwas. Wenn Ihr Verbrauch hingegen geringer ist als das Strom-Paket, das Sie erworben haben, haben Sie schlichtweg Pech gehabt und das zuviel gezahlte Geld ist weg. Noch schlechter ergeht es Ihnen, wenn Sie mehr verbrauchen als im Pakettarif definiert, da Sie dann in aller Regel einen Strafaufschlag bezahlen müssen, der gerne auch mal 50% zusätzlich betragen kann. Sofern Sie kein ausgeprägter Zocker sind und sich einen Spaß daraus machen, den Stromanbieter durch eine (künstliche) Punktlandung ein Schnippchen zu schlagen, sollten Sie lieber einen großen Bogen um derartige Stromtarife machen.

Welches Strom Preisvergleichsportal ist das Beste?

Wenn man bei Google nach dem Stichwort “Strompreisvergleich” sucht, finden Sie endlos Webseiten, die Ihnen einen einfachen Strompreisvergleich anpreisen. Schlussendlich gibt es jedoch nur einige wenige Preisvergleichsportale für Strom. Die meisten Strompreisvergleich Webseiten sind sogenannte “Affiliate”-Seiten, d.h. diese erhalten eine Provision von dem eigentlichen Preisvergleichsportal, wenn Sie auf dieses verlinken bzw. deren Tarifrechner auf ihrer Webseite einbinden.

Folglich können Sie sich den Umweg sparen und gleich zur Quelle gehen und dort den Preisvergleich für den Stromtarif vornehmen. Früher gab es drei große Preisvergleichsportale: Verivox, Check24 und Toptarif. Seitdem Verivox das Preisvergleichsportal Toptarif übernommen hat, gibt es nur noch zwei große Preisvergleichsportale für Strom.

Mit anderen Worten, wenn Sie auf Nachrichtenseiten wie dem Spiegel oder Focus einen Strompreisvergleichsrechner sehen, stammt dieser vermutlich entweder von Verivox oder von Check24. Da die meisten Stromanbieter ihre Tarife über die beiden großen Preisvergleichsportale anbieten, finden Sie dort im Wesentlichen die gleichen Stromtarif-Angebote.

Wie kann ich fragwürdige Stromanbieter zuverlässig aussortieren?

Das es nicht ganz leicht ist, einen seriösen von einem fragwürdigen Stromanbieter zu unterscheiden, haben wir bereits im vorangegangenen Kapitel erläutert. Wie auf dieser Seite erläutert, unterteilen sich die rund 1200 Stromanbieter in Deutschland in eine Vielzahl unterschiedlicher Anbieter, die nicht nur eine sehr unterschiedliche Historie und Gesellschafterstruktur haben, sondern sich auch mit sehr verschiedenen Geschäftsmodellen am Markt zu behaupten versuchen. Wie ebenfalls im vorangegangenen Kapitel erörtert, sind die große Mehrzahl der Stromanbieter als seriös einzustufen. Da die fragwürdigen Stromanbieter beim Strompreisvergleich auf den Preisvergleichsportalen zumeist die vorderen Plätze belegen, gilt es diese Anbieter natürlich zu identifizieren, damit man nicht ungewollt in eine der besagten Stolperfallen tritt.

Ein guter Indikator bei der Frage, ob ein Stromanbieter als seriös einzustufen ist, ist Frage des Gesellschafters. Erfahrungsgemäß fallen die Billigstromanbieter, bei denen es sich um eine Marke eines etablierten Stromkonzerns oder Stadtwerk handelt, vergleichsweise selten durch fragwürdige Geschäftspraktiken auf. Darüber hinaus sind Beschwerdeportale ein zuverlässiger Indikator, wie sich die verschiedenen Stromanbieter in der Praxis verhalten. Diese Auswertung zeigt die Stromanbieter mit den meisten Beschwerden in den letzten Jahren auf.

Gratulation, dass Sie hier angekommen sind! Sie haben die wesentlichen Besonderheiten, die man beim Strompreisvergleich beachten sollte, bereits erfahren. Sie sind noch nicht gesättigt und möchten noch mehr Hintergrundinformationen zu den Stromtarif-Merkmalen? Dann können Sie auf dieser Seite alle Stromtarif-Merkmale im Detail nachvollziehen. Wenn Sie genug von den Tarifdetails haben und den Wald vor lauter Bäumen kaum noch sehen, dann sollten Sie die nachfolgende Vermeider Stompreisvergleich Strategie genüßlich zur Kenntnis nehmen und sich auf ein Happy-End freuen.

Strompreisvergleich Vermeider:
Aufwand minimieren und trotzdem
nie mehr zuviel berechnet bekommen

Es gibt wahrlich Schöneres im Leben, als einen Preisvergleich für Strom zu machen. Wie schön wäre es, wenn man sich den ganzen Aufwand ersparen könnte und trotzdem ab sofort nie mehr zuviel berechnet bekäme. Utopie oder Realität? Bis vor Kurzem war dies in der Tat eine Utopie. Entweder wurden Sie selber aktiv und Strompreisvergleich über eines der Preisvergleichsportale vorgenommen oder Sie hatten das Nachsehen. Inzwischen ist es jedoch keine Utopie mehr, sondern Realität geworden das Sie sich den Aufwand ersparen können. Soviel sei vorab verraten: es gibt einen einfachen Ausweg aus diesem Stromtarif-Dschungel, bei dem Ihnen künftige Strom Preisvergleiche erspart werden. Mehr dazu in dieser Strategie des Strompreisvergleich Vermeiders.

Lohnt es sich in Anbetracht der ganzen Stolperfallen wirklich, den Stromanbieter zu wechseln?

Berechtigte Frage. Schließlich ist Lebenszeit kostbar. Und ist diese wirklich gut investiert, indem man Jahr für Jahr einen Preisvergleich für Strom vornimmt? Die einfache Antwort ist: Ja! Es lohnt sich aus verschiedenen Gründen. Zum einen geht es um richtig viel Geld, dass Ihnen zuviel berechnet wird, wenn Sie nichts unternehmen. Konkret können Sie – im Durchschnitt der 100 größten Städte in Deutschland – 408€ gegenüber dem Grundversorgertarif sparen, indem Sie einen Strompreisvergleich vornehmen und zum günstigsten Alternativtarif wechseln (Stand: August 2018). Folglich zahlen Sie ein großes Trägheit-Premium, wenn Sie sich nicht darum kümmern und keinen Preisvergleich für Strom vornehmen. Zum anderen können Sie Ihrem Anbieter durch einen Stromanbieterwechsel ein wichtiges Signal senden: Es ist nicht in Ordnung, mir als treuem Kunden viele hunderte Euro mehr zu berechnen als einem Kunden, der sich gerade neu anmeldet! Denn ansonsten wird sich an dieser Schieflage im Markt vermutlich wenig ändern.

Was kann ich machen, falls ich keine Lust habe, mich regelmäßig mit einem Strompreisvergleich herumzuschlagen?

Glücklicherweise gibt es inzwischen Alternativen zum Strompreisvergleich über die klassischen Preisvergleichsportale für Strom. In den letzten Jahren hat sich eine neue Dienstleister-Kategorie entwickelt: Moderne Tarifoptimierer, die das Problem erkannt haben und es sich zur Aufgabe gemacht haben, eine Lösung zu schaffen bei der der Stromtarif sich quasi automatisch optimiert. Im Gegensatz zu den klassischen Vergleichsportalen steht bei diesen modernen Tarifoptimierern die kontinuierliche Tarifoptimierung im Vordergrund. Und das übrigens voll-automatisch. Konkret nehmen die Tarifoptimierer regelmäßig einen automatischen Strompreisvergleich für jeden Nutzer vor und – sofern sinnvoll – wechseln sie den aktuellen Stromtarif nach vorheriger Ankündigung automatisch in einen günstigeren Stromtarif.

Wie funktioniert ein solcher Tarifoptimierer genau?

Tarifoptimierer greifen im Prinzip auf die gleichen Stromtarif-Angebote zu wie auch die klassischen Preisvergleichsportale für Strom. Ebenso kann man über die Tarifoptimierer den Wechsel zu einem neuen Stromanbieter komplett online beauftragen, ähnlich wie dies bei den Preisvergleichsportalen der Fall ist. Der wesentliche Unterschied der Strompreisvergleichsportale beginnt nach dem Anbieterwechsel. Während für die Preisvergleichsportale die Aufgabe mit dem Wechselauftrag beendet ist, beginnt für die Tarifoptimierer dann erst die eigentliche Arbeit. Denn das Herzstück der Tarifoptimierer ist die kontinuierliche Optimierung Ihres persönlichen Stromtarifs, gemäß der Präferenzen, die Sie individuell festlegen (sei es in Bezug auf Ökostrom, Laufzeit, etc.). Auf dieser Basis behalten die Tarifoptimierer Ihre Tarifkonditionen und -laufzeiten im Blick und durchforsten regelmäßig alle verfügbaren Tarifangebote. Rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist nimmt der Tarifoptimierer – sofern sich dadurch eine signifikante Ersparnis erzielen lässt – eine automatische Optimierung vor. Praktisch läuft dies so ab, dass man rechtzeitig vor Ablauf der Kündigungsfrist den Hinweis erhält, dass durch eine weitere Tarifoptimierung eines Ersparnis erzielt werden kann und wie hoch diese Ersparnis konkret ist. Einige Tarifoptimierer wie wir von SwitchUp bieten auf Wunsch die Option einer voll-automatischen Optimierung. In dem Fall leiten wir 7 Tage nach der Benachrichtigung über die Ersparnis automatisch die besagte Optimierung ein, sofern Sie uns nicht die Rückmeldung geben, dass Sie die automatische Optimierung nicht wünschen. Grundgedanke ist, dass man sich bei Bedarf gar nicht mehr mit Preisvergleichen für Strom auseinandersetzen braucht und auch nicht Gefahr läuft, die Kündigungsfrist zu verpassen, weil man nicht selber aktiv geworden ist.

Der Tarifoptimierer setzt den Service nach jeder Tarifoptimierung auf gleiche Weise weiter fort und sorgt so dafür, dass man Jahr für Jahr eine satte Ersparnis von mehreren hunderte Euro erzielt, ohne selber einen mühsamen Preisvergleich aller Stromtarife vornehmen zu müssen. Den Service der Tarifoptimierer kann man natürlich bei Bedarf jederzeit beenden.

Welche Unterschiede gibt es zwischen den automatischen Tarifoptimierern?

Seitdem SwitchUp in 2014 diese Kategorie der Tarifoptimierer als Pionier ins Leben gerufen hat, sind zahlreiche andere Dienstleister auf den Zug mit aufgesprungen. Die Geschäftsmodelle der verschiedenen Tarifoptimierer weisen deutliche Unterschiede auf. Einige finanzieren sich über einen Anteil an der Ersparnis (zumeist 20-30%), andere wie wir von SwitchUp finanzieren uns über eine kleine Provision vom neuen Anbieter und können auf diesem Wege den Service vollständig kostenfrei anbieten.

Darüber hinaus gibt es signifikante Unterschiede im Leistungsspektrum sowie der Technologie, die im Hintergrund die ganzen Optimierungsprozesse steuert. Obwohl wir mit SwitchUp einer dieser Tarifoptimierer sind, regen wir an, dass Sie sich ein eigenes Bild über die verschiedenen Tarifoptimierer-Alternativen machen. Um Ihnen den Aufwand etwas zu erleichtern, haben wir hier eine ausführliche Gegenüberstellung der Alternativen, den Stromanbieter zu wechseln inklusive einer Betrachtung der Tarifoptimierer, zusammengestellt.

Wie weiß ich, ob ich den Tarifoptimierern vertrauen kann?

Wie bei jedem Partner, für den Sie sich entscheiden, sollten Sie diesem einmal gründlich auf den Zahn fühlen, bevor Sie diesem Ihr Vertrauen schenken. Einer der zuverlässigsten Indikatoren ist dabei die Erfahrung, die andere Nutzer mit dem jeweiligen Dienstleister gesammelt haben. Insofern einfach mal bei Google “Tarifoptimierer-Name” und “Erfahrungen” eingeben. Bei den bekannten Tarifoptimierern sollten Sie dann zahlreiche Erfahrungsberichte auf Seiten wie Google, Facebook oder Trustpilot finden. Vor allem Rezensionen auf Google und Facebook sind wesentlich zuverlässiger, da es von Anbieterseite faktisch kaum möglich ist, diese in nennenswerter Zahl selber zu erstellen. Sofern Sie sich einen Überblick über die Erfahrungen der SwitchUp Nutzer mit unserem Tarifoptimierungsservice verschaffen wollen, finden Sie hier alle Kundenmeinungen über uns transparent aufgeführt.

Neben den Erfahrungsberichten anderer Nutzer sollten Sie sich eine unverbindliche Übersicht schicken lassen und am besten einfach mal bei einem Telefonat kritisch nachfragen, ob solch ein automatischer Strompreisvergleich Service wirklich so schön ist, wie man sich wünscht. Sie können sich hier eine unverbindliche Übersicht anfordern, wenn Sie eine Sie sehen wollen wie wir vorgehen.

Wir bekommen häufig die Rückmeldung, dass ein Tarifoptimierungsservice zu gut um wahr zu sein klingt. Insofern: Vertrauen ist gut, Kontrolle aber gerade zu Anfang durchaus sinnvoll, solange Sie noch nicht einschätzen können, ob die Stromtarifempfehlungen der Tarifoptimierer wirklich gut sind. Daher am besten die Tarifempfehlungen mit einem simplen Strompreisvergleich via Verivox oder Check24 vergleichen.

Allerdings nicht wundern, wenn die Erstplatzierten Stromanbieter auf den Preisvergleichsportalen fast nie von den Tarifoptimierern vorgeschlagen werden. Grund sind die oben skizzierten hohen Beschwerdezahlen, die viele der unabhängigen Billigstromanbieter auf sich vereinen. Da die Tarifoptimierer nicht nur die Verantwortung für einen einmaligen Stromanbieterwechsel übernehmen, sondern ebenfalls die Verantwortung dafür tragen, dass Sie bei dem Stromanbieter gut aufgehoben sind und nicht in eine der besagten Stolperfallen treten, schließen die Tarifoptimierer fragwürdige Stromanbieter konsequent aus. Insofern die Tarifliste der Preisvergleichsportale mit den Stromanbietern in dieser Auswertung abgleichen, falls Sie sich wundern, warum einer der billigen Stromtarife nicht empfohlen wurde.  

Gibt es irgendwelche Nachteile, wenn ich mich für einen Tarifoptimierer entscheide?

Sofern Sie sich für einen der Tarifoptimierer entscheiden, der sich über eine Provision vom neuen Anbieter finanziert und somit den Service kostenfrei erbringt, erzielen Sie die gleiche Ersparnis als bei einem Strompreisvergleich über eines der Preisvergleichsportale, den Sie selber vornehmen. Vielmehr bekommen Sie bei den kostenfreien Tarifoptimierern quasi einen Rundum-Kümmer-Service dazu, ohne etwas dafür bezahlen zu müssen.

Die wesentliche Frage, ob ein solcher Tarifoptimierungsservice das Richtige für Sie ist, hängt vor allem von einer Frage ab: Bin ich bereit, die Optimierung meines Stromtarifs in die Hände eines Tarifoptimierer zu legen oder möchte ich weiterhin jeden Schritt selber machen und somit bis ins Kleinste kontrollieren können?

Einen Tarifoptimierer zu nutzen setzt ein gewisses Vertrauen voraus. Gleichzeitig haben Sie stets die Möglichkeit kritisch zu hinterfragen und prüfen, ob die Optimierungsvorschläge des Tarifoptimierer tatsächlich so gut sind wie versprochen. Dies sollten Sie auch durchaus machen. Letztlich ist es dann Ihre freie Entscheidung, ob Sie auch künftig Ihren Strompreisvergleich weiter in Eigenregie über eines der Preisvergleichsportale machen möchten oder ob Sie sich diesen Aufwand ab sofort sparen möchten und einen Tarifoptimierer einschalten.

Stromanbieter Vergleich - Kapiteltrenner grünes Stromkabel oben

Darum gibt es diese Strompreisvergleich Erklärungsseite

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Wie wir Ihnen an verschiedenen Stellen schon erläutert haben, sind wir mit SwitchUp einer der Tarifoptimierer. Aufgrund unserer 4-jährigen Historie als Tarifoptimierer haben wir inzwischen die verschiedensten Stolperfallen beim Stromvergleich sowie beim Gasvergleich erkundet und möchten mit diesem Artikel einen Beitrag zu etwas mehr Transparenz im Stromtarif-Dschungel leisten.

Übrigens kommt keiner von uns aus dem SwitchUp-Team aus dem Energiemarkt. Vielmehr ist Arik, unser Gründer, selbst mit Karacho in eine der Stolperfallen getreten und hat das Geld seines per Vorkasse bezahlten Strom-Pakettarifs in den Sand gesetzt. Dieser Vorfall war für ihn der Anlass, die Kuriositäten beim Strompreis vergleichen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Ihn hat nicht losgelassen, dass es so viele Stolperfallen bei einem vermeintlich so einfachen Thema wie einem Strompreisvergleich gibt. Da seiner Ansicht nach die klassischen Preisvergleichsportale für Strom keine passende Lösung für den Nicht-Experten im Strommarkt bieten, hat er nicht lange gefackelt, sondern kurzerhand SwitchUp als Tarifaufpasser in Leben gerufen. Vier Jahre und viele tausende Kunden später, arbeiten wir nach wie vor mit Hochdruck daran, diesen schief hängenden Strommarkt ein wenig gerader zu rücken. Dabei ist uns unsere Philosophie ausgesprochen wichtig.

SwitchUp Team

PS: Beeindruckend, dass Sie am Ende dieses langen Beitrags über die Kunst des Strompreisvergleiches angekommen sind. Denn Sie haben soeben rund 5000 Wörter über die Kuriositäten des Strommarktes gelesen. Gewappnet mit diesem Wissen haben Sie praktisch schon das Rüstzeug, um bei uns als wertvoller Kollege im SwitchUp Team anzufangen und weitere Menschen vor den zahlreichen Stolperfallen zu bewahren. :-)

Strompreis Vergleich - Kapiteltrenner rot oben

Strom-Preisvergleich-Analyse
für die größten Städte

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Strompreisvergleich Bielefeld

Strom-Preisvergleich Bielefeld: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Bielefeld

Strompreisvergleich Kamikaze:

Auch der Strompreisvergleich Kamikaze in Bielefeld erlebt heute keine großartigen Überraschungen. Der günstigste Stromtarif wird wie üblich von der BEV angeboten. Durch seine (oder ihre) sorgfältige Recherche vorm Strom-Preisvergleich wurde herausgefunden, dass dieser Stromanbieter eine hohe Zahl an Kundenbeschwerden auf sich vereint. Allerdings weiß der kluge Kamikaze Preisvergleicher, wie in einem solchen Fall richtig Beschwerde eingelegt werden kann. Die 246 € Ersparnis beim Preisvergleich lässt sich der Kamikaze nicht entgehen.

Strompreisvergleich Tüftler:

Für den Strompreisvergleich Tüftler bieten sich heute aber tatsächlich spannende Alternativen an. Zum einen wird die TEAG in Bielefeld beim Preisvergleich von den Stadtwerken Bochum abgelöst. Zum anderen wuselt sich ein interessanter Stromtarif kurz vor den Stadtwerken auf Platz 2 im Vergleichsportal: der Immergrün! Pakettarif Wasserkraft fix 3500.

Screenshot: Vergleichsportal Check24. Preisvergleich in Bielefeld. Neben BEV und Stadtwerke Bochum findet sich ein Pakettarif von immergrün! an zweiter Stelle. Von solchen Tarifen ist abzuraten, da die meisten Verbraucher ihren Stromverbrauch nicht punktgenau einschätzen können.
Strom-Preisvergleich in Bielefeld: ein Pakettarif steht an 2. Stelle. Quelle: Vergleichsportal Check24.

Zwar könnte der Strompreisvergleich Tüftler noch ein paar Euro mehr einsparen durch diesen Stromtarif. Aber lohnt sich ein Pakettarif? Nur, wenn der Tüftler besonders viel Spaß am Werkeln, Tüfteln und Schrauben haben sollte, denn ein Pakettarif lohnt sich sonst nicht:

  • Verbrauch muss punktgenau eingeschätzt werden können
  • ein Kontingent von (in diesem Fall) 3.500 kWh wird im Voraus gekauft
  • verbraucht man mehr, zahlt man ordentlich Strafe drauf
  • verbraucht man zu wenig, verfällt restliches Kontingent - umsonst bezahlt!

Kurzgesagt, wir raten nicht zu einem Pakettarif! Für weitere Informationen über Stromtarifmerkmale können Sie einen Blick in diesen Artikel werfen. Dort erklären wir auch noch etwas detaillierter, wieso Pakettarife beim Preisvergleich zwar oft gut abschneiden, aber für die wenigsten Verbraucher empfehlenswert sind.

Strompreisvergleich Vermeider:

Gerade Ostwestfalen ist bekannt für stoische Menschen weniger Worte. Dafür ist deren Herz am rechten Fleck und was einmal abgemacht wurde, wird auch garantiert eingehalten. Deshalb verbleiben wahrscheinlich noch so viele Bielefelder bei dem lokalen Stadtwerk und halten die Treue. Angesichts der möglichen Ersparnis von gut 210 € pro Jahr, die der Strompreisvergleich Vermeider ebenfalls durch ein anderes etabliertes Stadtwerk erhalten kann, muss man sich die Frage stellen, ob man dies für seinen aktuellen Stromtarif draufzahlen möchte.

Wer sparen, aber trotzdem die Gemeinde unterstützen möchte, kann von dem ersparten Geld sich auch ein paar Besuche in der Kunsthalle leisten oder über eine Spende für den Erhalt der Sparrenburg nachdenken.

Strompreisvergleich Nürnberg

Strom-Preisvergleich Nürnberg: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Nürnberg

Strompreisvergleich Kamikaze:

Langsam kehrt wieder Normalität in den Strompreisvergleich ein. Der Strompreisvergleich Kamikaze stürzt sich auf die gut 13 € höhere Ersparnis im Vergleich zum Tüftler. Satte 348€ kann er für den Zeitraum über die nächsten 12 Monate im Vergleich zum Grundversorgungstarif sparen. Dass er zu einem Stromanbieter wechselt, der für sehr viele Kundenbeschwerden bekannt ist, stört ihn dabei nicht weiter. Bisherige Recherchen haben gezeigt, dass präzise formulierte Beschwerden mit Berufung auf Quellen von Verbraucherschützern und Gerichtsurteile die meisten Fälle zu Gunsten des Verbrauchers lösen konnten.

Strompreisvergleich Tüftler:

Auch der Strompreisvergleich Tüftler braucht sich in Nürnberg nicht mehr verwundert die Augen zu reiben. Während seine Kollegen in Dortmund noch letzte Woche mit der TEAG zum absolut günstigsten Stromanbieter beim Preisvergleich wechseln konnten, führt sich hier wieder die bisher bekannte Linie weiter. Etwas weniger Ersparnis, dafür allerdings auch ein Stromanbieter, mit dem die Kunden scheinbar nur gute Erfahrungen gemacht haben. 335 € Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgungstarif sind schließlich immer noch ein ziemlich guter Deal.

Strompreisvergleich Vermeider:

Lieber auf dem Markt eine Weckla mit Nürnberger Würstchen essen, statt im Kabuff sitzend Strompreise vergleichen? Sehr nachvollziehbar, dass dies nach der attraktiveren Alternative ausschaut. Der Strompreisvergleich Vermeider kann sich darauf berufen, dass die allgemeinen Geschäftsbedingungen des Grundversorgers “N-ERGIE” immerhin 2 verbraucherfreundliche Regelungen vorweisen können. Im Vergleich dazu weist die BEV 7 verbraucherunfreundliche Regelungen vor, laut Energieanbieterinformation.de. Ob der seriöse Grundversorger allerdings 335 € Aufpreis pro Jahr wert ist - wie viele Weckla das wohl wären?

Strompreisvergleich Dortmund

Strom-Preisvergleich Dortmund: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Dortmund

In unserer täglichen Strom-Preisvergleich Reihe ist das tatsächlich ein bisher noch nicht da gewesenes Ereignis: der Strompreisvergleich Kamikaze und der Tüftler sind sich tatsächlich einig! Für den Kamikaze zählt schließlich nur, den günstigsten Stromtarif zu ergattern. Der Tüftler hat natürlich nichts dagegen, ihm ist bei der umfassenden Recherche zum Stromanbieter jedoch wichtig, dass bestimmte andere Merkmale erfüllt werden: gute Tarifkonditionen, ein seriöser Stromanbieter und, gerade für den Dortmunder Ruhrpott Tüftler, Ökostrom. Ein paar Euro weniger Ersparnis nimmt er grundsätzlich gerne in Kauf, um zu einem Stromanbieter mit wenig Kundenbeschwerden zu wechseln. In Dortmund kann er heute allerdings vom günstigen Strompreis der TEAG profitieren!

Strompreisvergleich in Dortmund und Filtereinstellungen
Die Teag überholt die BEV in Dortmund beim Strompreisvergleich. Gelb markiert: Filtereinstellungen. Quelle: Check24 Vergleichsportal.

Im Pott finden sich meist Menschen weniger Worte. Was dann über die Lippen kommt, folgt meist längeren Phasen von ausführlichem Denken und Analysieren und hat somit Hand & Fuß. Der Strompreisvergleich Vermeider fragt sich deshalb möglicherweise, wie die TEAG solch einen günstigen Preis anbieten kann - und die BEV als Platzhirsch der Vergleichsportale vom Thron stoßen kann!

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass gerade im Herbst Stromanbieter besonders um Neukunden buhlen. Normalerweise findet sich die TEAG selten bis gar nicht unter den ersten 5 Plätzen. Die Vermutung liegt nah, dass aktuell eine aggressive Preisstrategie seitens dieses Stromanbieters verfolgt wird, um möglichst viele Kunden an sich zu binden.

Warum genau jetzt? In den letzten Jahren stiegen die Strompreise kontinuierlich für die Verbraucher. Preissteigerungen im Rahmen von Steuern und Umlagen wurden stets an die Verbraucher weitergeleitet, Preissenkungen hingegen nicht. Wenn auch dieses Jahr wieder die Strompreise steigen, ist dies ein Anreiz für viele Verbraucher, sich mit dem Strompreisvergleich und dem Stromanbieterwechsel auseinanderzusetzen. Möglicherweise kann also durch eine derartige Strategie, wie sie die TEAG aktuell anwendet, der Absprung von Kunden abgefedert werden.

Eine Frage bleibt allerdings offen: Neukunden werden aktuell durch die sehr günstigsten Konditionen belohnt. Aber was passiert mit treuen Kunden, die dem Stromanbieter loyal bleiben?

Strompreisvergleich Berlin

Strom-Preisvergleich Berlin: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Berlin

Der Berliner Strompreisvergleich Kamikaze hat sich ein paar Ratschläge eingeholt und geht dieses mal direkt über “Alle Boni” und “Alle Tarife” in den Filteroptionen an den Preisvergleich in der Hauptstadt. Was er heute sieht, sollte ihn überraschen: gerade mal 4 € Vorsprung in der Ersparnis im Vergleich zum Tüftler. Für den Kamikaze Wechsler geht es jedoch ums Prinzip. Warum sollte man sich mit dem Zweitbesten zufrieden geben?

Der Tüftler hingegen freut sich über ein bis dato nicht da gewesenes Ereignis: der günstige Stromtarif des etablierten und seriösen Stromanbieters TEAG hat in der Standardeinstellung den BEV Tarif überholt.

TEAG und BEV im Strompreisvergleich
Die TEAG überholt bei den Standard-Filtereinstellungen die BEV im Preisvergleich!

4 € sparen, Ökostromtarif und ein etablierter Stromanbieter, der nicht durch Kundenbeschwerden auffällt - der Tüftler hat heute Glück!

Ein guter Tipp für wechselfreudige Berliner und tapfere Tüftler, deren nächstmöglicher Stromwechsel-Termin noch etwas in der Zukunft liegt: Bei vielen Stromanbietern ist der Wechsel auch einige Zeit im Voraus bereits möglich. Wer also jetzt den Wechsel beauftragt, sichert sich so die aktuell günstigen Konditionen beim Strompreisvergleich.

Für den Berliner Strompreisvergleich Vermeider wird hier allerdings erneut deutlich, wie wankelmütig und unbeständig der Preisvergleich konstituiert ist. Heute der, morgen ein anderer auf dem ersten Platz - Ruhe, Beständigkeit und Sicherheit liegen ihm am Herzen. Möglicherweise regen ihn diese Erkenntnisse aber doch zum Nachdenken an. Wie kann es sein, dass eigentlich konstant die BEV die Preisvergleichlisten anführt? Und wieso herrscht eine derartige Fluktuation aktuell auf dem Strommarkt? Vielleicht finden wir in unserer weiterführenden Reihe von Strompreisvergleichen ja eine Antwort darauf.

Strompreisvergleich Köln

Strom-Preisvergleich Köln: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Köln

Heute geht der Strom-Preisvergleich Kamikaze aus Köln noch einen Schritt weiter als sein Kollege aus Leipzig. Angefixt von der Erkenntnis, dass er aktuell viel zu viel für seinen Strom bezahlt, macht er sich geschwind an die Recherche über das Vergleichsportal. Auch ihm wird über “Check24” die BEV als günstigster Stromanbieter empfohlen. 269 € Ersparnis zeigt ihm die Standardansicht des Vergleichsportals an - geht da noch mehr?

Über die Filterfunktion “Alle Boni” unten links kann er sich auch die Stromtarife anzeigen lassen, die beim normalen Preisvergleich nicht berücksichtigt wären. Dass diese nicht standardisiert angezeigt werden, liegt an Hinweisen von Verbraucherschützern, die vor solchen Stromtarifen warnen. Höhere Arbeitspreise und andere Tarifmerkmale sorgen schnell dafür, dass der Stromtarif im 2. Vertragsjahr - von dort an ohne den großzügigen Neukundenbonus - dem Verbraucher teuer zu stehen kommen kann. Als Kamikaze Wechsler ist der Kölsche Jung sich darüber jedoch im Klaren und geht dieses Risiko ein - und holt noch einmal 8 € mehr Ersparnis im ersten Jahr heraus. Ein echter Teufelskerl eben.

Für den tüftelnden Kollegen in Köln bleibt auch hier der Stromtarif der TEAG die beste Option. Zwar fällt die Ersparnis in diesem Falle rund 17 € geringer aus, aber diesen “Aufpreis” zahlt er gerne für:

  • Ökostromtarif
  • etablierter Stromanbieter mit seriösem Auftreten
  • keine nennenswerten Kundenbeschwerden im Netz

Insgesamt spart er im Vergleich zum Grundversorgungstarif der RheinEnergie immer noch 260 € im ersten Jahr.

Der Vermeider hingegen kann nur den Kopf schütteln. Was soll er mit Strom aus Thüringen oder Bayern, wenn es doch keine Probleme mit dem Strom aus Köln gibt? Diesbezüglich möchten wir zu bedenken geben: Strom wird insgesamt ins deutschlandweite Stromnetz eingespeist und von dort verteilt- eine eindeutige Zuordnung von einem Kraftwerk direkt zur heimischen Steckdose kann nicht garantiert werden. Lokal-Patriotismus ist durchaus berechtigt! Aber könnte man durch die Ersparnis eines klugen Strompreisvergleiches nicht genausogut das gesparte Geld auch einem lokalen Verein spenden?

Strompreisvergleich Leipzig

Strom-Preisvergleich Leipzig: Ersparnis im Vergleich zum Grundversorgertarif bei 3.500 kWh Stromverbrauch in Leipzig

Eindeutiger kann das Ergebnis beim Strom-Preisvergleich nicht sein. Der Kamikaze Wechsler tut alles für ein paar Euro Ersparnis mehr - 10€ und ein paar Zerquetschte, um genau zu sein. Der kluge Kamikaze schreckt auch vor Stromanbietern mit auffällig hohen Zahlen an Kundenbeschwerden nicht zurück, da er weiß, wie er im potenziellen Beschwerdefall damit umzugehen hat.

Ein kurzer Blick auf den günstigsten Stromanbieter laut Preisvergleichsportal "Check24" für Leipzig zeigt, dass sich der Kamikaze in diesem Fall für BEV, Bayerische Energieversorgung, im Tarif “BEV Energie Strom 12” entscheidet. Öffnen wir doch einmal die Reclabox der Pandora, sprich, schauen uns online veröffentlichte Kundenbeschwerden über diesen Stromanbieter an:

  • Verzögerte Bonuszahlung
  • Verweigerte Bonuszahlung
  • Verzögerte Auszahlung von Restguthaben
  • Fehlerhafte Rechnungen

Alleine im Oktober 2018 (Stand: 10.10.18) finden sich rund 18 Beschwerden mit Bezug auf verzögerte oder nicht stattgefundene Bonuszahlungen bzw. Guthabenauszahlungen. Insgesamt finden sich seit 2015 über 1100 Beschwerden über diesen Stromanbieter auf dem Beschwerdeportal. Der Kamikaze kann sich auf diese Erfahrungen mit dem Stromanbieter berufen. Möglicherweise wird er bei diesem Strompreisvergleich für die 10€ höhere Ersparnis eine innige Brieffreundschaft mit der BEV eingehen. Dank der Erfahrungen anderer Verbraucher mit dem Stromanbieter und seinem Recherche-Know-How weiß er aber, was im Falle des Falles zu tun wäre.

Im Vergleich dazu wechselt der Tüftler zur Thüringer Energie AG (TEAG), dem nächsten günstigsten Ergebnis im Vergleichsportal, welches nicht für fragwürdige Geschäftspraktiken bekannt ist. Auch der Tüftler überblickt die gängigen Portale und Foren, findet jedoch kaum Anhaltspunkte, dass dieser spezielle Stromanbieter für Kundenbeschwerden bekannt ist. Zusätzlich zeigt die Recherche, dass die TEAG ein Verbund von seriösen Stadtwerken ist. Solche haben sich bisher als überwiegend beständig bewiesen, so dass eine Insolvenz nicht zu befürchten ist. Als letzten Punkt bekommt er durch den 10€ teureren "ThüringenStrom.online" zusätzlich Ökostrom geliefert. Weniger relevante Merkmale, wie die 2 Wochen kürzere Kündigungsfrist sind zwar Nice-to-have, aber haben für den Tüftler nicht den notwendigen Ausschlag gegeben.

Der Strompreisvergleich-Vermeider betrachtet die Entscheidungen seiner beiden Kollegen mit Argwohn. Er stellt sich die Frage, warum er vom lokalen Grundversorger in Leipzig wegwechseln sollte, wo er doch stets zufrieden mit der Leistung gewesen ist. Zwar ist das Sparpotenzial attraktiv, aber den Rechercheaufwand um mögliche Stolperfallen beim Preisvergleich zu umgehen, möchte er nicht aufbringen. Gute Neuigkeiten gibt es trotzdem auch für den Vermeider: Wenn er die Früchte der Tüftlerarbeit ohne die damit verbundene Arbeit genießen möchte, kann er den automatischen Wechselservice eines Tarifoptimierers in Anspruch nehmen.

Allgemeiner Hinweis:

Die hier aufgeführten Informationen basieren zum einen auf recherchen von öffentlich zugänglichen Materialien (bspw. Beschwerdeportalen, Kundenbewertungen, Gerichtsurteile) und zum anderen auf den jahrelangen Erfahrungen, die wir als Tarifoptimierer im Umgang mit Verbrauchern und Energieversorgern gemacht haben. Unser Ziel ist es, mehr Transparenz auf dem Strommarkt zu schaffen und Verbraucher aufzuklären. Die hier dargestellten Strompreise können sich zum Zeitpunkt des Lesens dieses Artikels verändert haben; an prozentualen Unterschieden zwischen den Beispielen und der lokalen Grundversorgung dürfte sich jedoch auch im Verlaufe der Zeit wenig ändern.

alls es zu signifikanten Änderungen kommen sollte, oder Sie auf einen Fehler unsererseits gestoßen sind - zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!
Wir freuen uns über Hinweise.
Strompreis Vergleich - Kapiteltrenner rot oben

Probleme beim Strom-Preisvergleich

Strompreis Vergleich - Kapiteltrenner rot unten
Strompreisvergleich versteckte Preiserhöhung

Strompreisvergleich-Problem 1: Strompreiserhöhung unauffällig untergebracht

Stromanbieter sind verpflichtet ihre Kunden über die Strompreisentwicklung auf dem Laufenden zu halten, denn bei einer Preiserhöhung haben Sie ein Sonderkündigungsrecht. Es ist eine weitverbreitete Praxis unter den Strom-Discountern zu Beginn des zweiten Vertragsjahres die Strompreise zu erhöhen, teilweise bis zu einem Drittel. Wer dies nicht bemerkt, landet so schnell in einem Stromtarif, in dem man für seinen Strom sogar mehr als im Grundversorgungstarif berechnet bekommt. Die Strompreiserhöhungen sind häufig so unauffällig gestaltet, dass man sie auf den ersten Blick gar nicht erst bemerkt.

Strompreiserhöhung im Newsletter-Design

Flattert ein Newsletter vom Anbieter ins überfüllte Email-Postfach, wird er schnell übersehen. In zahlreichen uns vorliegenden Fällen bringen Stromanbieter ihre Strompreiserhöhungen in einem Schreiben unter, das eher an einen Newsletter erinnert. So kann es schnell passieren, dass Sie gar nicht bemerken, dass Ihr Strom-Anbieter Sie damit über eine Strompreiserhöhung in Kenntnis gesetzt hat. In einer weiteren Variante werden Strom-Preiserhöhungen in Informationsschreiben untergebracht, die eher aussehen wie die Vorstellung einer neuen Produktinnovation.

Strompreiserhöhung in E-Mail-Textwüste

Verschiedene Strom-Discounter lassen ihre Strompreiserhöhung in einer seitenlangen E-Mail untergehen. Uns liegen zahlreiche E-Mails eines großen Strom-Discounters vor, welcher seine Preiserhöhung zwischen vielen Links und allgemeinen Daten zur Energiewende als Preisanpassung erwähnt. Dabei gibt der Strom-Discounter jedoch lediglich den neuen Arbeitspreis für den Strom an. Die Erhöhung des Strompreises ist in diesem Fall nicht nur zwischen anderen Informationen versteckt, sondern auch noch schwer kalkulierbar. Den alten und neuen Arbeitspreis pro kWh können Sie nur vergleichen, wenn Sie beide Zahlen vor sich haben. Möchte man seine tatsächliche Strompreiserhöhung berechnen, so muss man sich erst seinen alten Strompreis aus den Unterlagen heraussuchen.

Strompreiserhöhung im Onlineportal

Viele Strom-Anbieter bieten ihren Kunden ein Online-Portal mit Login-Funktion an, um auf diese Weise Vertragsdaten zugänglich zu machen. Grundsätzlich praktisch, allerdings geben manche Stromanbieter ihre Strompreiserhöhungen auch nur in diesem Portal bekannt. Das heißt Sie bekommen weder E-Mail noch Brief zugestellt, sondern müssen aktiv Ihr Online-Portal überwachen um keine Strompreiserhöhung zu verpassen.
Strompreisvergleich-Tipp:

Lesen Sie aufmerksam sämtliche Schreiben von Ihrem Stromanbieter. Ein guter Anhaltspunkt ist es mit “Steuerung+F” auf einer Webseite oder in einer E-Mail nach dem Stichwort “preis” zu suchen. So fällt Ihnen vielleicht etwas zwischen den anderen Informationen auf, was Sie auf den ersten Blick nicht gesehen haben. Loggen Sie sich regelmäßig in Ihr Konto ein, wenn Ihr Stromanbieter ein Online-Portal hat. Knüpfen Sie diese Aufgabe möglichst an ein anderes Ereignis an, zum Beispiel wenn Sie monatlich Kontoauszüge abholen und einheften oder Abbuchungen auf Ihrem Konto überprüfen. So gerät dieses To-Do nicht in Vergessenheit. Manche Anbieter lassen Sie ein PDF der Benachrichtigung herunterladen, darin können Sie mit einer Suchfunktion schnell alles finden, was mit "Strompreiserhöhung", "Strompreisanpassung", "Strompreisänderung" oder anderen verwandten Stichworten zu tun hat.

Strompreisvergleich erschwerte Kündigung

Strompreisvergleich-Problem 2: Umständliche Kündigung

Eine Kündigung des Stromvertrags ist eine leichte Sache. Gäbe es da nicht äußerst kreative Anforderungen einiger Strom-Discounter, welche eine Stromvertrag-Kündigung kompliziert gestalten können. Inzwischen wurden die meisten derartigen Praktiken durch eine Gesetzesänderung unterbunden, allerdings besteht eine Reihe von Strom-Discountern bei älteren Verträgen immer noch auf die erschwerten Kündigungsanforderungen.

Stromvertrag: Kündigung nur mit Original-Unterschrift

Im Oktober 2016 trat eine Gesetzesänderung in Kraft, die besagt, dass alle Verträge, die online abgeschlossen wurden, auch online (per E-Mail) gekündigt werden dürfen. Dennoch besteht eine Gruppe von Strom-Discountern darauf Stromverträge, die vor diesem Zeitpunkt geschlossen wurden, nur per Post mit Originalunterschrift zu akzeptieren. Sogar eine Kündigung des Stromanbieters per Fax wurde in einigen uns vorliegenden Fällen nicht anerkannt.

Verlorene Kündigung?

Von Kunden einiger Strom-Discounter hören wir vermehrt, dass die Kündigung des Stromtarifs nicht gefunden wurde. In Fällen, in denen der Stromanbieter keine Kündigung per Fax erlaubt, ist es oft schwer nachzuweisen, dass man seine Kündigung ordnungsgemäß verschickt hat. Es empfiehlt sich deswegen bei fragwürdigen Strom-Discountern eine Kündigung per Einschreiben zu versenden.

Verfrühte Vertragsaufnahme führt zu verspäteter Kündigung

In einem uns vorliegenden Fall hat sich ein großer Strom-Discounter in der Vergangenheit darauf berufen, dass ein Stromvertrag direkt bei der Vertragsannahme in Kraft trat und nicht erst zum Belieferungszeitpunkt begann. In der Praxis liegen bei einem Stromanbieterwechsel die Vertragsannahme und der Beginn der ersten Stromlieferung nicht selten mehrere Monate auseinander. Wenn der Anbieter diesen Zeitraum mit zur Gesamtdauer zählt, kann dies zu Unklarheiten über das Datum der eigenen Kündigungsfrist führen.
Strompreisvergleich-Tipp:

Stromverträge dürfen per E-Mail gekündigt werden, insofern sie online nach dem 01.10.2016 abgeschlossen wurden. Für Altverträge gilt leider was in den AGB steht. Schauen Sie in Ihren Vertrag, verlassen Sie sich nicht auf das, was online in den AGB Ihres Strom-Anbieters steht. Falls es eine Abweichung bei der Stromvertrag-Kündigung gibt, sollten Sie sich daran halten. Damit sind Sie auf der sicheren Seite, da die Regelung erst seit Ende 2016 besteht.

Strompreisvergleich Problem Guthaben-Auszahlung

Strompreisvergleich-Problem 3: Bonus/Guthaben wird nicht ausgezahlt

Bei einem Strompreisvergleich werden Ihnen oft Stromtarife mit einem Bonus angeboten. Dies ist eine feine Sache, es sei denn Sie geraten an einen der Strom-Discounter, der sich zum Zeitpunkt der Auszahlung auf eine seiner vielfältigen AGB-Sonderregelungen beruft, um Ihnen keinen Bonus auszahlen zu müssen.

Eine uns bekannte Taktik ist es auch den monatlichen Strom-Abschlag etwas höher als den tatsächlichen Verbrauch anzusetzen. Aus diesem Grund entsteht über das Jahr hinweg ein Guthaben, welches Ihnen am Jahresende ausgezahlt werden muss. Nicht selten beinhaltet Ihr Guthaben zu diesem Zeitpunkt noch zusätzlich einen Neukundenbonus. Verschiedene Strom-Discounter fallen immer wieder dadurch auf, dass sie dieses Guthaben nicht oder nur sehr verzögert überweisen. Deswegen kann es vorkommen, dass Sie einigen Strom-Discountern regelrecht hinterherlaufen müssen, bis es zu einer Auszahlung des Strom-Guthabens kommt.

Bonus verweigert wegen Tarifwechsel

Uns sind Fälle bekannt, wo Strom-Kunden vor Ablauf des ersten Vertragsjahres ein neues Stromtarifangebot gemacht wird. Nimmt man diesen Tarifwechsel an, so ist dies für einige Strom-Discounter Grund genug den Erstjahresbonus nicht auszahlen zu müssen. Gerechtfertigt wird das mit der Begründung, dass der Kunde damit kein volles Jahr in dem Erstvertrag geblieben ist, für den der Bonus gilt.

Kein Bonus wegen Gegenkündigung

Auf eine Kündigung des Stromtarifs im Laufe des ersten Vertragsjahres reagieren einige Strom-Discounter mit einer Gegenkündigung. Mit dieser Masche wird sichergestellt, dass der Stromvertrag des Kunden noch vor Ablauf des ersten Jahres als beendet gilt. Damit geht dann der Bonusanspruch des Kunden verloren.

Stromanbieter zahlt Guthaben nicht aus (oder verspätet)

Grundsätzlich hat ein Stromanbieter eine gesetzlich vorgeschriebene 6-Wochenfrist, um Ihnen nach dem abgeschlossenen Vertragsjahr eine Jahresrechnung zu erstellen. Uns sind jedoch diverse Fälle bekannt, in denen einige Strom-Discounter diese Frist nicht einhalten. Mitunter bekommen Kunden ihre Strom-Jahresrechnung viel später - folglich lässt eine Guthabenauszahlung vom Stromanbieter ebenfalls auf sich warten.
Strompreisvergleich-Tipps:

Bonus: Bevor Sie einen neuen Stromvertrag abschließen, nehmen Sie sich Ihren alten Vertrag vor und vergewissern Sie sich, dass Sie nicht in Gefahr geraten Ihren Bonus zu verlieren. Dazu sollten Sie Ihren Vertrag nach diesen Stichworten überprüfen: Tarifwechsel, Mehrtarifzähler oder Doppeltarifzähler, Auszahlung, Bonus, Sachprämie, Frist, oder ähnliches, sowie Klauseln zu gewerblicher und teilgewerblicher Nutzung. Auf diese Weise stoßen Sie schnell auf die hier beschriebenen Probleme beim Stromwechsel. Wenn Sie wirklich sichergehen möchten, sollten Sie außerdem sämtliche Flyer und Schreiben vom Stromanbieter sorgfältig auf bestimmte Schlüsselwörter überprüfen.

Auf eine Gegenkündigung können Sie sich nicht vorbereiten, kaum ein Stromanbieter wird das in seinen AGB aufführen. Das Einzige, was Ihnen in diesem Fall konkret hilft ist vor Vertragsabschluss nach Kundenbewertungen zu suchen. Geben Sie in eine Suchmaschine “Gegenkündigung” und den Namen des Stromanbieters ein, falls das keine Treffer landet, können Sie noch “Kundenerfahrung” hinzufügen. Werden Sie fündig, so ist es empfehlenswert betreffende Stromanbieter zu umschiffen.

Guthaben: Behalten Sie die Fristen im Auge und notieren Sie sich im Kalender oder Smartphone wann Ihre Abschlussrechnung für den Stromverbrauch ungefähr kommen sollte. Innerhalb von 6 Wochen nach dem Ende des Jahresvertrages sollte die Abschlussrechnung da sein. Einige halten sich nicht daran, scheuen Sie sich nicht beim Stromanbieter nachzufragen, wenn etwas fehlt oder unklar ist. Notfalls auch gerne per Post mit Einschreiben.

Strompreisvergleich Problem Mahnung vom Stromanbieter

Strompreisvergleich-Problem 4: Mahnung vom Stromanbieter

Die Mühlen einiger Strom-Discounter mahlen sehr langsam, es sei denn Sie geraten in Verzug. War Ihr Konto beim Bankeinzug Ihres Stromanbieters einmal nicht ausreichend gedeckt, so empfangen Sie umgehend die erste Mahnung. Sollten Sie daraufhin nicht schnell genug handeln, sind uns Fälle bekannt, in denen einige Strom-Discounter den weiteren Mahnprozess überspringen und direkt ein Inkasso-Büro mit einer hohen Bearbeitungsgebühr einschalten. Es gibt einige Strom-Discounter, die ein Inkassobüro and ihren Betrieb angeschlossen haben.

Hohe Mahnungskosten vom Stromanbieter

Mahngebühren sollten dafür eingesetzt werden zusätzlich entstandene Aufwendungen abzudecken. Deswegen ist es auch richtig, dass ein Stromanbieter bei einer wiederholten Mahnung einige Euro in Rechnung stellt. In zahlreichen uns bekannten Fällen fielen für Kunden von Strom-Discountern jedoch erhebliche Inkassokosten im Ausmaß von 50-80€ an. Mit weiteren Kostenpauschalen sowie Verzugszinsen entstehen so schnell Kosten von gut 100€. Diese übersteigen oftmals die offenen Forderungen.

Automatische Lastschrift vom Stromanbieter gestoppt

Manche Strom-Discounter beenden im Fall einer Kündigung den automatischen Bankeinzug. Anschließend werden die Kunden per E-Mail darüber informiert die verbleibenden monatlichen Abschläge selbst überweisen zu müssen. Wer die betreffende E-Mail übersieht, erhielt in denen uns bekannten Fällen umgehend eine Mahnung. Wenn man diese ebenfalls nicht bemerkt, landet die Forderung direkt beim Inkassobüro. Zwei Strom-Discounter haben bei Nichtzahlung sogar mitunter eine vorzeitige Kündigung ausgesprochen, sodass Sie den Anspruch auf einen möglichen Bonus verlieren (siehe Preisvergleich Strom-Problem Nr. 4).
Strompreisvergleich-Tipp:

Idealerweise recherchieren Sie Ihren neuen Stromanbieter online, nachdem Sie einen Stromkostenrechner besucht haben, denn diesen Problemen gibt es wenig entgegen zu setzen sobald sie eintreten. Sollten Sie gegen die Mahnungsgebühren Einspruch einlegen wollen, ist es ratsam sich professionelle Hilfe zu suchen. Ein guter Anhaltspunkt: Falls Sie nur ein Forderungsschreiben mit einer einzelnen Summe bekommen, sollten Sie das Inkassobüro auffordern Ihnen eine detaillierte Forderungsaufstellung zuzuschicken. Darin sollten die verschiedenen Gebühren getrennt aufgelistet sein, sonst können Sie die einzelnen Bestandteile nicht nachprüfen.

Strompreisvergleich Problem Erreichbarkeit schlecht

Strompreisvergleich-Problem 5: Kundenservice-Erreichbarkeit

Wenn Sie nach einem voreiligen Strompreisvergleich doch bei einen Strom-Anbieter mit dubiosen Praktiken gelandet sind, werden Sie sich wahrscheinlich früher oder später mit dem Kundenservice in Verbindung setzen müssen. Plötzlich ist der neue Stromanbieter, der bei Ihnen als Neukunde schnell und freundlich zur Verfügung stand, bei Problemen nur noch bedingt erreichbar. Bei den Durchwahlen für Bestandskunden von zahlreichen Strom-Discountern darf man gerne eine Viertelstunde oder mehr in der Warteschleife hängen. Bekommt man dann endlich den Kundenservice des Strom-Discounters an den Apparat, wird man das Gefühl nicht los der, Kundenberater wäre extra geschult, die bereits beschriebenen Anliegen systematisch abzuwehren.

Keine Erreichbarkeit per Fax

Um ein wichtiges Anliegen mit dem eigenen Stromanbieter effektiv klären zu können ist eine Kontaktmöglichkeit via Fax super. Diese bietet mit ihrem Sende-Nachweis eine starke Grundlage, sollte man genötigt sein eine Handlung belegen zu müssen. Einige Strom-Discounter erlauben jedoch selbst auf Nachfrage keinen Kontakt per Fax.

Die Frage nach Kulanz bei Stromanbietern

Uns liegen Berichte von Kunden vor, die kurz vor der Kündigungsfrist standen. Auf ihr Anliegen wurde von den meisten Stromanbietern vergleichsweise zuvorkommend reagiert. Oft bekamen sie sogar ohne zu fragen einen günstigeren Strompreis angeboten (eventuell zielte der Strom-Anbieter darauf ab, dass die entsprechenden Kunden den aktuellen Stromtarif wechseln und somit Ihren Neukundenbonus verwirken). Verpasst man seine Kündigungsfrist aber nur um einen Tag, so ist die Chance groß einfach im Regen stehen gelassen zu werden.

Keine Antwort auf Anfragen per E-Mail

Viele Kunden eines bereits insolventen Strom-Discounters berichteten, dass sie unberechtigte Rechnungen und Mahnungen erhalten haben. Als sie das Problem dem Kundenservice des betreffenden Anbieters per Mail schilderten, erhielten sie in vielen Fällen nur stark verzögert oder teilweise sogar gar keine Antwort. Da der betreffende Anbieter für die unberechtigten Stromrechnungen bereits ein Inkassobüro eingeschaltet hatte, führte dies die betroffenen Kunden in unschöne Stresssituationen.
Strompreisvergleich-Tipp:

Wenige Minuten Recherche bei einem Strompreisvergleich können Ihnen wochenlange Schadensbegrenzung im Nachhinein ersparen. Achten Sie deswegen nicht nur auf die Stromanbieter-Bewertungen des jeweiligen Strompreisvergleichportals, sondern befragen Sie immer zusätzlich noch eine Suchmaschine nach weiteren Kundenerfahrungen. Gute Anhaltspunkte liefern Bewertungen von Strom-Anbietern, worin die Kunden spezifische Details schildern. Zum Beispiel wie die Erreichbarkeit des Kundenservice ist, ob der Kundenservice viel Zeit verstreichen lässt bevor ein Anliegen angegangen wird oder ob der Service überhaupt offen dafür ist ein Anliegen bei Problemen mit dem Stromanbieter zu lösen. Wenn Sie schon am Haken sind, lassen Sie sich am besten Ihre Anfragen quittieren. Am einfachsten geht das per Brief mit Einschreiben mit Rückschein. Das kostet zwar ein paar Euro, bietet Ihnen aber einen Nachweis falls es zu Streitigkeiten mit einem Strom-Discounter kommt.

Einige Hinweise zu den Informationen auf dieser Seite

Wir betreuen Kunden, die mit uns ihre Stromverträge automatisch wechseln. Basierend auf unseren Erfahrungen bei der Betreuung unserer Kunden und eigener Recherche, haben wir Ihnen die Fälle geschildert, die uns immer wieder unterkommen. Nicht alle Stromanbieter führen beispielsweise mit einem neuen Tarifangebot etwas im Schilde. Allerdings werden einige Strom-Discounter außerordentlich kreativ, wenn es um die Optimierung ihrer Profite geht. 

Alle auf dieser Seite aufgeführten Auswertungen und Beispiele dienen lediglich einem unverbindlichen Informationszweck und stellen keine Rechtsberatung dar. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Sollte uns bei unseren Ausführungen ein Fehler unterlaufen sein oder wichtige Informationen fehlen,  bitten wir um einen Hinweis, um dies zu korrigieren.

Strompreis Vergleich - Kapiteltrenner grün oben

Unser Antrieb für diese Seite

Strompreis Vergleich - Kapiteltrenner grün unten

Wir sind SwitchUp, ein junges Unternehmen aus Berlin und wir kommen ursprünglich gar nicht aus dem Strommarkt. Direkt bei unserem ersten Strompreisvergleich wurden wir jedoch gleich von mehreren der beschriebenen Probleme überrümpelt. Da hat sich uns unweigerlich die Frage gestellt: Wie kann es sein, dass besagte Strom-Discounter über so viele Jahre unbehelligt so kundenunfreundliche Geschäftspraktiken vollziehen können?

Wir glauben fest daran, dass es einen einfacheren Weg geben muss, um den alten Stromanbieter zu wechseln. Schließlich gibt es doch viel Wichtigeres zu tun, als sich regelmäßig die Frage zu stellen, ob einem der aktuelle Stromanbieter zu viel berechnet. Wir möchten mit unserem Tarifaufpasser einen Beitrag dazu leisten, dass es zu einem Umdenken kommt und ein fairer Umgang mit dem Kunden auf Augenhöhe in den Mittelpunkt rückt. Wir sind uns bewusst, dass wir von einigen Stromanbietern als wenig angenehm wahrgenommen werden und diese uns sogar den Kampf ansagen. Davon lassen wir uns jedoch nicht abhalten unser in den letzten Jahren gesammeltes Wissen zu veröffentlichen und damit den Strommarkt ein kleines Stück transparenter zu machen.

SwitchUp Strompreisvergleich: Das Team hinter dem Tarifaufpasser
Einen 08/15 Strompreisvergleich finden Sie bei vielen Strompreisvergleichsportalen. Wir unterstützen Sie dabei, nicht nur bei einem günstigen, sondern auch sicheren Stromanbieter zu landen.
Fragen? Wir sind gerne für Sie da :)
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Der Tarifaufpasser
Wir passen auf, dass der Stromanbieter ab sofort nie mehr zu viel berechnet.
SwitchUp Kundenservice
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