Stromvergleich Tipps

Stromvergleiche via Vergleichsportal: Vorsicht Falle!

Fast alle Menschen wissen inzwischen: Es lohnt sich, einen Stromvergleich vorzunehmen und zu einem neuen Stromanbieter zu wechseln. Also einfach auf eines der diversen Vergleichsportale gehen und einen der günstigsten Strom-Anbieter auswählen. Fertig. Wäre da nicht die Tatsache, dass eine Reihe schwarzer Schafe im Strom-Vergleich stets die ersten Plätze belegen und auf geschickte Weise zahlreiche Fallen auslegen. Hier erklären wir Ihnen die Haken beim Stromvergleich online.

Die günstigsten Angebote sind fast immer von den schwarzen Schafen

Ein Stromvergleich für die 10 größten Städte in Deutschland macht schnell deutlich: Die schwarzen Schafe, d.h. Stromanbieter mit Geschäftspraktiken, die aus Kundensicht äußert fragwürdig sind, belegen im Strom-Vergleich stets die vorderen Plätze der großen Strom-Vergleichsportale. Wie schaffen sie dies? Indem sie den Preis im 1. Vertragsjahr künstlich durch hohe Boni absenken. Insofern Augen auf wenn Sie Strom vergleichen, damit Sie nicht ungewollt in eine der zahlreichen Fallen der schwarzen Schafe tappen.

Platz 1-10 der Vergleichsportale:
Dominiert von schwarzen Schafen
Stadt
Platz 1
Platz 2
Platz 3
Platz 4
Platz 5
Platz 6
Platz 7
Platz 8
Platz 9
Platz 10
Berlin
Hamburg
München
Köln
Frankfurt a.M.
Stuttgart
Düsseldorf
Dortmund
Essen
Leipzig
Quelle: SwitchUp Stromvergleich auf Basis der klassischen Vergleichsportale, Stand 1.8.2017

Hinweis: Bei der Auswertung haben wir die Stromanbieter, bei denen uns wiederholt fragwürdige Geschäftspraktiken aufgefallen sind, als schwarze Schafe gekennzeichnet. Die Stromvergleiche der 10 größten Städte soll vor allem illustrieren, dass diese Stromanbieter mit Hilfe von mitunter sehr hohen Erstjahresboni stets die ersten Plätze der klassischen Vergleichsportale dominieren.

Vor einiger Zeit hat Stiftung Warentest Stromtarife der Billigstromanbieter unter die Lupe genommen und ist zu einem ähnlichen Ergebnis gekommen: Nur 2 von 49 Stromtarifen sind fair.

Die Stromanbieter mit den meisten Beschwerden sollten Sie kennen

Beschwerden sind ein guter Indikator für die Geschäftspraxis des jeweiligen Stromanbieters und man sollte diese für einen sicheren Stromvergleich stets berücksichtigen. Reclabox ist ein Beschwerdeportal, auf dem Sie mittlerweile mehr als 8.800 Beschwerden über Stromanbieter vergleichen können (Stand 1.8.2017). Rund 2.000 Beschwerden stammen davon aus dem letzten 12 Monaten, von denen 90% der Beschwerden auf gerade einmal 5 Stromanbieter entfallen! Im Strommarkt gibt es über 1.000 Anbieter. ExtraEnergie und Stromio haben in Summe sogar die Beschwerdezahl der insolventen Stromanbieter Teldafax und Flexstrom, den beiden größten Insolvenzen in Deutschland, überschritten.

Beschwerde-Spitzenreiter
Platz
Stromanbieter
(und Marken)
Beschwerden
(8.800 gesamt)
Beschwerden
(letztes Jahr 2.000)
1
ExtraEnergie
(Priostrom, HitStrom)
1455
159
2
Stromio
(Grünwelt Energie, Gas.de)
1289
287
3
TelDaFax
1060
insolvent
4
E.ON
883
44
5
Flexstrom
608
insolvent
6
Fuxx
(Grüner Funke, PlusStrom)
555
425
7
365 AG
(almado Energy, Immergrün Energie, idealenergie, Meisterstrom)
543
26
8
BEV
(Enervatis)
517
381
9
primastrom
(voxenergie)
500
335
10
Care Energy
480
insolvent
Quelle: Reclabox Beschwerden, SwitchUp Auswertung, Stand 1.8.2017

Hinweis: Nicht jeder der Stromanbieter ist automatisch als schwarzes Schaf einzustufen, da die Beschwerdezahl natürlich im Kontext der Kundenzahl zu beurteilen ist (z.B. ist bei E.ON aufgrund der Größe eine höhere Beschwerdezahl zu erwarten). Zudem sollte man sich die genauen Beschwerdegründe vertiefend anschauen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe neuer Billigstromanbieter, die noch nicht in der Liste auftauchen, aber ebenfalls zahlreiche fragwürdige Geschäftspraktiken an den Tag legen.

Kundenbewertungen auf Vergleichsportalen sind nur bedingt aussagekräftig

Fast alle Vergleichsportale bieten beim Stromvergleich inzwischen Kundenbewertungen zu jedem Anbieter. Eine gute Sache, die jedoch einen entscheidenden Haken hat. Die Kundenerfahrungen werden fast immer am Anfang abgefragt. Ergo: Man kann noch gar nicht beurteilen, ob es sich bei dem jeweiligen Anbieter um einen Anbieter mit sehr hoher Beschwerdequote handelt, da die Probleme in aller Regel erst gegen Ende des ersten Vertragsjahres beginnen.

Beschwerden vs. Kundenwertungen
Platz
Anbieter
(und Marken)
Beschwerden
(gesamt)
Bewertung
auf Check 24
Bewertung
auf Verivox
1
ExtraEnergie
Priostrom
HitStrom
1455
4,3
4,3
4,3
4,4
4,4
nicht vorhanden
2
Stromio
Grünwelt Energie
Gas.de
1289
4,3
4,3
4,3
3,7
3,7
3,7
3
TelDaFax
1060
insolvent
insolvent
4
E.ON
883
4,3
4,8
5
Flexstrom
608
insolvent
insolvent
6
Fuxx
Grüner Funke
PlusStrom
555
3,5
3,5
nicht vorhanden
3,7
3,7
nicht vorhanden
7
Almado Energy
Immergrün Energie
idealenergie
Meisterstrom
543
4,1
4,1
4,1
4,1
nicht vorhanden
4,0
4,0
nicht vorhanden
8
BEV
Enervatis
517
4,3
3,4
4,7
nicht vorhanden
9
primastrom
voxenergie
500
nicht vorhanden
nicht vorhanden
nicht vorhanden
nicht vorhanden
10
Care Energy
480
insolvent
insolvent
Quelle: Reclabox Beschwerden, Verivox und Check24 Kundenbewertungen, Stand 1.8.2017
Erläuterung: Uns überrascht die Tatsache, dass bei Stromvergleichen über die Vergleichsportale fast alle Stromanbieter eine Kundenbewertung von 3,5 oder mehr Sternen erreichen und die meisten Kundenbewertungen sogar bei über 4 Sternen liegen. Folglich ist aus Kundensicht – ohne aufwändige Recherche – eine Beurteilung über die Zuverlässigkeit des Anbieters auf Basis der Kundenbewertungen auf den Vergleichsportalen nur sehr eingeschränkt möglich. 

Teure Stromvergleiche: Das Geschäftsmodell der schwarzen Schafe

Sie werden sich vielleicht fragen, wie es sein kann, dass manche Anbieter bei Stromvergleichen stets die günstigsten Strompreise anbieten können. Denn: Die meisten Bonus-Stromtarife erwirtschaften im 1. Vertragsjahr kein Geld. Mit anderen Worten: Die günstigsten Stromanbieter verlieren Geld, wenn Sie Ihren Vertrag zum Ende des 1. Vertragsjahres beenden. Daher unternehmen zahlreiche schwarze Schafe im Markt allerlei trickreiche Methoden, um sich das in Sie investierte Geld - häufig doppelt und dreifach - zurück zu holen.

Stromvergleich-Falle 1: Versteckte Preiserhöhungen

Beliebtester Trick der schwarzen Schafe im Markt ist, sich nicht nur den investierten Neukundenbonus zurück zu holen, sondern die Strompreise mitunter so drastisch zu erhöhen, dass man mehr als im Grundversorgertarif zahlt. Besonderer Clue: Die Strompreiserhöhungen sind häufig so gut getarnt, dass man diese leicht übersieht. Daher kommen die schwarzen Schafe in den meisten Fällen damit durch und erwirtschaften höhere Profite als die ehrlich agierenden Stromanbieter. Und das auf Kosten der Kunden.

Strompreiserhöhungen als Newsletter getarnt

Stromvergleich Praxisfälle
In der Vergangenheit haben eine Reihe von Stromanbietern wie z.B. Stromio/Grünwelt ihre Strompreiserhöhungen in zahlreichen uns vorliegenden Fällen relativ unauffällig in einem Newsletter-ähnlichen Schreiben untergebracht. Insofern verwundert es nicht, dass viele Kunden die Strompreiserhöhungen übersehen haben. In jüngerer Vergangenheit ist Stromio/Grünwelt auf eine konventionellere Art der Preiserhöhungsschreiben umgestiegen, häufig immer noch mit beachtlichen Preissteigerungen. Enstroga, ein vergleichsweise neuer Billigstromanbieter, bringt seine Strompreiserhöhungen in einem Informationsschreiben unter, welches den Eindruck erwecken könnte, als ob es um die Vorstellung einer Produktinnovation geht.

Betreffende Stromanbieter *
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Enstroga

Rechtliche Situation
Es gibt von Seiten des Gesetzgebers klare Anforderungen an eine Preiserhöhung: (1) Billigkeit: Durch die Preiserhöhung darf der Stromanbieter seinen Gewinn nicht beliebig steigern. Vielmehr muss die Preiserhöhung bei Verträgen mit einseitiger Festlegung durch den Stromanbieter gemäß BGB dem Prinzip der Billigkeit gerecht werden und muss somit im Verhältnis zur tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung stehen. Preiserhöhungen von 20-30%, wie sie einige der schwarzen Schafe häufig vollziehen, könnten somit unter diesem Gesichtspunkt als fraglich bewertet werden. (2) Transparenz: Preiserhöhungen müssen erkennbar, mind. 6 Wochen vor Eintritt, mitgeteilt werden. Es ist somit fraglich, ob eine Preiserhöhung, die den Anschein erweckt, als ob es sich um einen Newsletter handelt, dem Transparenzanspruch gerecht wird. (3) Zulässige Preisanpassungsklausel: Preisanpassungsklauseln müssen klar erkennen lassen, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang Stromanbieter die Preise erhöhen. Preisanpassungsklauseln in den AGB vieler Stromanbieter, die die Rechte des Kunden unangemessen eingeschränkt haben, sind in zahlreichen Gerichtsverfahren als ungültig erklärt worden. Sollte ein Stromanbieter gegen eine dieser Anforderungen verstoßen, ist die Preiserhöhung als potenziell unzulässig einzustufen.

Strompreiserhöhungen in seitenlangem E-Mail Fließtext unauffällig untergebracht

Stromvergleich Praxisfälle
Diverse Billigstromanbieter haben ihre Strompreiserhöhungen in seitenlangen Fließtexten untergebracht, bei denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass diese bewusst so gestaltet sind, damit man die Preiserhöhung nicht erkennt. Von dem Strom- und Gasanbieter ExtraEnergie liegen uns dutzende via E-Mail versandter Preiserhöhungsmitteilungen mit dem Betreff "Energiemarktentwicklungen und Preisanpassung" vor, die alle nach einem ähnlichen Muster gestaltet sind und bei denen sich der Text über viele Seiten erstreckt. Die Preiserhöhung ist zwischen zahlreichen Links über die Energiewende in einem der vielen Absätze – leicht zu übersehen – untergebracht, indem lediglich der neue Arbeitspreis aufgeführt ist. Da der vorherige Arbeitspreis nicht genannt ist, muss man diesen aus den alten Unterlagen zunächst raussuchen, um die tatsächliche Erhöhung errechnen zu können.

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat gegen die Mitteilungspraxis der Strompreiserhöhungen von ExtraEnergie geklagt. Das Landgericht Düsseldorf hat diese Art der Preiserhöhungen als nicht transparent und daher für unwirksam erklärt (OLG Düsseldorf, Az. I-20 U 37/16, noch nicht rechtskräftig).

Strompreiserhöhungen lediglich ins Online-Portal eingestellt

Stromvergleich Praxisfälle
Es gibt immer wieder Stromanbieter, die Preiserhöhungen nicht aktiv per E-Mail bzw. per Post zustellen, sondern lediglich in das Online-Portal des Stromanbieters einstellen. Die Gefahr ist somit groß, mögliche Preiserhöhungen nicht mitzubekommen. Bei dem Anbieter 365 AG kam es in der Vergangenheit zu Fällen, wo die Strompreiserhöhungen nur online eingestellt wurden.

Betreffende Stromanbieter *

- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Die Mitteilungspraxis von Preiserhöhungen lediglich durch Einstellen in das Online-Portal des Anbieters ist in einer Reihe von Gerichtsurteilen als nicht ausreichend bewertet worden. In diesen Urteilen kamen die Gerichte zur Schlussfolgerung, dass der Stromanbieter sicherstellen muss, dass die Preiserhöhungsmitteilung auch zugeht. 

Doppelte Strompreiserhöhung in Zusammenhang mit EEG-Umlage

Stromvergleich Praxisfälle
Vor dem Hintergrund, dass Strompreiserhöhungen potenziell den Kunden aufschrecken und zu einer Kündigung führen können, ist es auch Sicht des Stromanbieters vorteilhaft, wenn man möglichst wenige Preiserhöhungen versendet. Der relativ neue Stromanbieter Strogon hat bei uns vorliegenden Strompreiserhöhungen im Rahmen der gestiegenen EEG-Umlage gleich eine zweite, häufig sehr hohe Preiserhöhung darin verpackt, die mitunter erst rund ein Jahr später wirksam wird. Somit könnte sich der Stromanbieter potenziell auf den Standpunkt stellen, seiner Mitteilungspflicht bereits gerecht geworden zu sein und somit den Kunden nicht erneut vor Eintritt des Datums über die zweite Preiserhöhung informieren zu müssen. Durch die beiden Strompreiserhöhungen resultierten in einigen uns bekannten Fällen, unter Berücksichtigung des Neukundenbonus, Mehrkosten für den Kunden von 70-80% gegenüber dem ersten Vertragsjahr. 

Betreffende Stromanbieter *
- Strogon

Rechtliche Situation
Eine gerichtliche Einschätzung, ob eine zweite Strompreiserhöhung zusammen mit der Anpassung der EEG-Umlagen mitzuteilen, rechtlich zulässig ist, liegt uns zu diesem Zeitpunkt nicht vor. In jedem Fall gilt bei einer Strompreiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht bis zum Eintreten dieser Preiserhöhung. Dies gilt übrigens – wie im jüngst vom Bundesgerichtshof im Kontext einer Klage gegen Stromio bestätigt (BGH, Az. VIII ZR 163/16) – auch, wenn nur die Mehrkosten aufgrund der staatlichen Umlagen und Abgaben angepasst werden. Bislang hatten viele Stromanbieter in dem Fall eine Sonderkündigung für den Kunden ausgeschlossen. Praktisch bedeutet dieses Gerichtsurteil übrigens, dass man auch jetzt noch (bis zu 3 Jahre rückwirkend) gegen derartige Preiserhöhungen Einspruch einlegen kann und die daraus resultierenden Mehrkosten zurückfordern kann (Musterschreiben der Verbraucherzentrale).

Die Preiserhöhungs-Spitzenreiter

Nachdem Sie nun einige der Preiserhöhungstaktiken kennen, fragen Sie sich vielleicht, ob denn nicht jeder Anbieter die Strompreise erhöht? Vom Grundsatz ist es durchaus richtig, dass viele Stromanbieter ihre Preise erhöhen, insbesondere wenn die staatlichen Abgaben (z.B. die EEG-Umlage) erhöht werden, auf die Anbieter keinen Einfluß haben. Aber: Es gibt Strom- und Gasanbieter, deren Preiserhöhungen deutlich (!) jenseits der tatsächlich gestiegenen Bezugskosten liegen.

Wir arbeiten gegenwärtig an einer umfangreichen Analyse der Preiserhöhungs-Spitzenreiter, die bei ihren Kunden außergewöhnlich hohe Preiserhöhungen vornehmen. Lassen Sie uns wissen, falls Ihr Strom- oder Gasanbieter dazu gehört und senden Sie uns eine Kopie der Preiserhöhungsschreiben über den Link unten rechts auf der Seite.

Stromvergleich-Falle 2: Erschwerte Kündigung

Die Kündigung des aktuellen Stromtarifs ist an sich ganz einfach. Wären da nicht allerlei künstliche Anforderungen seitens einiger Billigstromanbieter, die einem das Leben erschweren und schnell dazu führen können, dass man ungewollt die Kündigungsfrist für den Stromvertrag verpasst. Mit einer Gesetzesänderung wurde dem künftig ein Riegel vorgeschoben, doch eine Gruppe von Billigstromanbietern besteht bei Altverträgen nach wie vor auf ihre aufwendigen Kündigungsanforderungen.

Kündigung nur per Post mit Original-Unterschrift

Stromvergleich Praxisfälle
Durch eine Gesetzesänderung gilt seit dem 1.10.2016 die Textform (z.B. E-Mail) als ausreichend für Verträge, die online abgeschlossen wurden. Eine Reihe der Billigstromanbieter beharren bei Stromverträgen, die vor dem 1.10.2016 abgeschlossen wurden, weiterhin auf die strenge Regelung der Kündigung per Post mit "Original-Unterschrift", sofern der bestehende Stromvertrag nicht im Rahmen des Wechselvorgangs durch den neuen Stromanbieter gekündigt wird. Selbst eine Kündigung per Fax wurde bei den uns bekannten Fällen regelmäßig abgelehnt mit dem Verweis, dass der Anbieter nur eine postalische Kündigung mit Original-Unterschrift akzeptiert.

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)

Kündigung wurde nicht gefunden

Stromvergleich Praxisfälle
Bei einigen Stromanbietern erhalten wir gehäuft von Kunden die Rückmeldung, dass die Kündigung bei dem Anbieter nicht eingegangen sein soll. Wenn der Stromanbieter zudem keine Kündigung per Fax zulässt, besteht ein Problem des Nachweises, sofern man die Kündigung nicht per Einschreiben mit Rückschein veranlasst hat.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy

Verspätete Kündigung, da Stromvertrag bereits bei Vertragsannahme begann

Stromvergleich Praxisfälle
Die 365 AG hat sich in der Vergangenheit mitunter auf den Standpunkt gestellt, dass der Stromvertrag bereits mit der Vertragsannahme begann, d.h. nicht erst zum Beginn der Stromlieferung, sondern zu dem Zeitpunkt, zu dem der Anbieter die Vertragsannahme bestätigt. Je nachdem wie lange der aktuelle Stromvertrag noch läuft, können zwischen dem Datum der Vertragsannahme und dem Lieferbeginn viele Monate liegen. In Fällen, in denen Kunden den Vertrag unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist rechtzeitig vor Ablauf des 1. Belieferungsjahres, nicht jedoch – nach Auslegung des Anbieters – rechtzeitig vor Ablauf des 1. Jahres seit Vertragsannahme gekündigt haben, wurde die Kündigung vom Stromanbieter abgelehnt und der Stromvertrag als verlängert gewertet. Zwischenzeitlich hat die 365 AG diese Geschäftspraxis jedoch scheinbar geändert und es gilt, wie auch bei den übrigen Stromanbietern, der Belieferungsbeginn als Startdatum des Vertragsjahres.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Stromvergleich-Falle 3: Bonusverweigerung

Sie haben wie vereinbart ein Jahr beim Stromanbieter verbracht und freuen sich darauf, dass Sie Ihren verdienten Strom Vergleich Bonus aus dem Stromvergleich erhalten. Doch dann kommt der Stromanbieter mit einer von zahlreichen Sonderklauseln um die Ecke und teilt Ihnen mit, dass Sie keinen Anspruch auf den Wechselbonus haben. Die Trickkiste der Billigstromanbieter ist gerade bei dieser Falle sehr umfangreich, schließlich freut sich der Stromanbieter, wenn er den Neukundenbonus nicht auszahlen braucht. Und dies insbesondere wenn Sie auf die Idee kommen, den Vertrag mit Ablauf des ersten Vertragsjahres zu kündigen.

Kein Bonus bei Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Arbeitszimmer

Stromvergleich Praxisfälle
Die 365 AG hat in der Vergangenheit über ihre AGB einen Bonusanspruch ausgeschlossen, wenn man eine Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe installiert hat. Auf ähnliche Weise hat die 365 AG ebenfalls einen Neukundenbonus ausgeschlossen, wenn man über ein Arbeitszimmer verfügt. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Kunden der Neukundenbonus aus diesem Grund verweigert wurde, obwohl der Kunde dem Anbieter zu keinem Zeitpunkt mitgeteilt hatte, dass er über ein Arbeitszimmer verfügt. Der besagte Kunde ist inzwischen Rentner und war früher als Heilpraktiker tätig. Bleibt jedoch die Frage, wie die 365 AG zu dieser Information gekommen ist? Die 365 AG hat bei diesen Fällen regelmäßig argumentiert, dass der Abnehmer den Strom - zumindest in Teilen - gewerblich bezieht und daher nicht bonusberechtigt ist. Neben der 365 AG hat auch Fuxx Energie einen ähnlich Passus in den AGB.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale NRW hat gegen verschiedene Bonuseinschränkungen durch die 365 AG geklagt und eine Reihe von Bonusausschlussklauseln wurden vom Landgericht Köln gerichtlich untersagt (LG Köln, Az. 26 O 505/15, noch nicht rechtskräftig).

Kein Bonus trotz 12-monatiger Vertragslaufzeit

Stromvergleich Praxisfälle
Einige der Billigstromanbieter haben in der Vergangenheit den Neukundenbonus mitunter verweigert, wenn man gleich nach dem ersten Vertragsjahr erneut den Anbieter wechselt, da die Kündigung bereits während der ersten 12 Monate ausgesprochen wurde. Und dies trotz der Tatsache, dass die Kündigung erst mit Ablauf der 12-monatigen Mindestvertragslaufzeit wirksam wird. Konsequenz: In diesen Fällen haben Kunden nur den Neukundenbonus erhalten, wenn sie mindestens ein weiteres Vertragsjahr beim Anbieter geblieben sind.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- Flexstrom (Löwenzahn Energie) – inzwischen insolvent

Rechtliche Situation
Es gibt zahlreiche Gerichtsverfahren zu dem Thema. In vielen der Verfahren wurde den Kunden Recht gegeben (u.a. vom Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 225/12 & VIII ZR 246/12). Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen der Stromanbieter Recht bekam. Erfreulicherweise scheint diese Geschäftspraxis von den meisten Stromanbietern inzwischen nicht mehr angewendet zu werden.

Kein Bonus aufgrund von vorzeitiger Vertragsbeendigung durch Stromanbieter

Stromvergleich Praxisfälle
Wenn man den eigenen Stromvertrag regulär innerhalb des ersten Vertragsjahres gekündigt hat, hat der Stromanbieter in einigen Fällen dem Kunden eine Gegenkündigung gegenüber ausgesprochen und den Stromvertrag zu einem Datum vor Ablauf der ersten 12 Monate beendet. Konsequenz: Der Bonusanspruch des Kunden ging somit verloren.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale hat die almado-Energy GmbH dazu in der Vergangenheit abgemahnt, welche daraufhin zugesagt hat, solche Geschäftspraktiken zukünftig zu unterlassen.

Kein Bonus aufgrund von Tarifwechsel

Stromvergleich Praxisfälle
Relativ häufig wird Kunden ein neues Tarifangebot vor Ablauf des ersten Vertragsjahres gemacht. Wenn man dieses bei einigen Stromanbietern annimmt, erlischt im Rahmen des Tarifwechsels der Bonusanspruch. Bei dem Stromanbieter 365 AG sind uns Fälle bekannt, bei denen dies aufgetreten ist.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Kein Bonus bei Doppeltarifzähler bzw. Mehrtarifzähler

Stromvergleich Praxisfälle
Eine Reihe der Billigstromanbieter haben in der Vergangenheit Bonusansprüche für den Fall ausgeschlossen, wenn es sich bei Ihrem Stromzähler um einen Doppeltarifzähler, Zweitarifzähler bzw. Mehrtarifzähler handelt, d.h. Ihr Zähler nicht nur 1 Zählwerk, sondern 2 Zählwerke hat (die kleinen Rädchen in den konventionellen Stromzählern, die sich bei Stromverbrauch kontinuierlich drehen).

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom) 

Stromvergleich-Falle 4: Verzögerte bzw. unvollständige Guthabenauszahlung

Es kommt nicht selten vor, dass der Abschlag von Stromanbietern etwas höher veranschlagt wird. Dies führt dann dazu, dass Ihnen am Jahresende ein Guthaben zusteht, potenziell noch mit zusätzlichem Guthaben resultierend aus dem Neukundenbonus. Einige der Billigstromanbieter im Markt fallen regelmäßig dadurch auf, dass Sie den Neukundenbonus nicht bzw. nur sehr verzögert auszahlen. Mitunter müssen Sie Anbietern einige Zeit hinterher laufen, bis diese Ihnen den zustehenden Bonus auch auszahlen.

Verspätete Jahresrechnung sowie Guthabenauszahlung

Stromvergleich Praxisfälle
Es sind uns diverse Fälle bekannt, bei denen eine Reihe von Billigstromanbietern mitunter die gesetzlich vorgeschriebene 6-Wochenfrist zur Erstellung der Jahresrechnung nach Ablauf des Vertragsjahres nicht einhalten. Guthaben aufgrund eines geringeren Stromverbrauchs als erwartet sowie aufgrund eines potenziell enthaltenen Neukundenbonus lassen somit auf sich warten.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy – inzwischen insolvent
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, eine Schlussrechnung innerhalb von 6 Wochen nach Ablauf des Vertragsjahres zu erstellen (§ 40 Abs. 4 EnWG) und ggf. vorhandene Guthaben zeitnah auszuzahlen. Darüber hinaus wurde in verschiedenen Gerichtsverfahren bestätigt, dass Stromanbieter Guthaben nicht erst mit kommenden Abschlagszahlungen verrechnen dürfen (OLG Düsseldorf, Az. I-20 U 136/14). Zudem müssen sich im Kontext der Jahresverbrauchsrechnung neu ergebende Abschläge an dem tatsächlichen Verbrauch orientieren (§ 41 Abs. 2 EnWG) und nicht einfach auf Basis ggf. zu hoher Abschlagszahlungen des Vorjahres.

Verspätete bzw. fehlende Bonus-Auszahlung

Stromvergleich Praxisfälle
Der Neukundenbonus wird üblicherweise im Rahmen der Jahresrechnung und des Sofortbonus innerhalb von 60 bzw. 90 Tagen nach Belieferungsbeginn ausgezahlt, je nachdem was der jeweilige Stromanbieter in den AGB definiert hat. Diverse Stromanbieter halten jedoch die eigenen Zusagen mitunter nicht ein und zahlen den Sofortbonus bzw. regulären Wechselbonus verzögert bzw. erst nach Ermahnung durch den Kunden aus. Zahlreiche Fälle sind uns dazu von dem Stromanbieter Bayerische Energieversorgung (BEV) bekannt. In der Vergangenheit wurde dem Kunden im Rahmen der Stromabrechnung mitunter von BEV ein Flyer beigelegt, der den Kunden auffordert, zwischen einer Sachprämie bzw. der Auszahlung des Bonus via Verrechnungsscheck zu wählen. Wenn man als Kunde diesen werbeähnlichen Flyer nicht wahrgenommen und bei BEV aktiv die Auszahlung des Neukundenbonus angefordert hat, bekam man – in den uns bekannten Fällen – den Bonus nicht automatisch ausgezahlt.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV (Enervatis)

Unvollständiger bzw. gedeckelter Neukundenbonus

Stromvergleich Praxisfälle
Viele der Stromtarife der Billigstromanbieter beinhalten einen Neukundenbonus, der sich prozentual auf Basis des tatsächlichen Stromverbrauchs bzw. der daraus resultierenden Kosten berechnet. Vom Grundsatz eine passende Regelung. Allerdings deckeln einige Anbieter den Neukundenbonus maximal auf den Betrag, der aus der angegebenen Verbrauchsschätzung resultiert. Wenn man weniger Strom als geschätzt verbraucht, wird der Neukundenbonus proportional nach unten angepasst, wenn man mehr Strom verbraucht, bekommt man trotzdem nur den Betrag, der auf der Verbrauchsschätzung beruht. Die Praxis fand bei zahlreichen uns bekannten Fällen Anwendung, obwohl es dazu in den uns vorliegenden Unterlagen keine entsprechenden Beschränkung in den AGB gab.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Stromvergleich-Falle 5: Häufige Mahnungen mit überzogenen Gebühren

Ihr Konto war einmal nicht ausreichend gedeckt. Postwendend erhalten Sie die erste Mahnung. Wenn Sie nicht schnell genug reagieren, erhalten Sie von einigen der Billigstromanbieter kurz darauf gleich ein Schreiben vom Inkassobüro, mit einer hohen Inkasso-Bearbeitungsgebühr. Einige der Billigstromanbieter erhöhen die Gefahr, dass Sie in diese Falle laufen, durch die nachfolgende Geschäftspraxis: Sobald Sie kündigen, werden die monatlichen Abschläge nicht mehr automatisch eingezogen, sondern Sie müssen mitbekommen, dass Sie die Abschläge für die verbleibenden Monate selber überweisen müssen.

Einschalten von Inkassobüro ohne zweite Mahnung

Stromvergleich Praxisfälle
Es kann vorkommen, dass man mal einige Zeit unterwegs ist und eine Mahnung übersieht. Die meisten Stromanbieter senden ihren Kunden dann eine zweite Mahnung mit einem ausreichend langen Zahlungsziel, damit man die Frist nicht versehentlich verpasst. Einige der Billigstromanbieter haben in uns bekannten Beispielen, den Fall jedoch bereits nach der ersten Mahnung an ein Inkassobüro übergeben.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV 

Hohe Mahngebühren

Stromvergleich Praxisfälle
Mahngebühren sind an sich dafür da, die entstandenen Zusatzaufwendungen zu decken. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn ein Stromanbieter einige Euro als Mahngebühr in Zahlung stellt, sofern es zu einer wiederholten Mahnung kommt. Bei einigen Stromanbietern, insbesondere bei denen, die den Fall sehr schnell an ein Inkasso-Büro übergeben, fallen mitunter erhebliche Inkassokosten in der Größenordnung von 50-80€ an (zuzüglich Verzugszinsen und weiterer Kostenpauschalen liegt man nicht selten bei rund 100€), die – wie auch von Stiftung Warentest berichtet – häufig die offenen Forderungen überschreiten.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV 
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Beendigung des automatischen Lastschrifteinzugs

Stromvergleich Praxisfälle
Im Falle einer Kündigung stoppen manche Stromanbieter den automatischen Lastschrifteinzug und fordern den Kunden per E-Mail auf, die monatlichen Abschläge bis zum Ende der Vertragslaufzeit nun selber per Überweisung zu zahlen. Zitat aus einer solchen Nachricht vom Stromanbieter Fuxx: "Die Kündigung Ihres Stromliefervertrags wurde zum [Kündigungsdatum] bestätigt, infolgedessen kann von der erteilten Ermächtigung zukünftig nicht mehr Gebrauch gemacht werden." Die Stromanbieter begründen das Vorgehen damit, dass aufgrund der Kündigung die Lastschrifteinzugsermächtigung erloschen sei, auch wenn diese im Rahmen der Kündigung – welche erst zum Ablauf des Vertragsjahres eintritt – nie explizit widerrufen wurde. Wenn man die Zahlungsaufforderung des Anbieters zur Zahlung der verbleibenden Abschläge per Überweisung übersieht, erhält kurz darauf eine Mahnung. Wenn man diese ebenfalls übersieht, landete die Forderung in der Vergangenheit bei uns bekannten Fällen wiederum kurz drauf beim Inkassobüro. Fuxx und die 365 AG nimmt zudem bei Nichtzahlung vorzeitige Sonderkündigungen vor, durch die man einen potenziell bestehenden Bonusanspruch verliert.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Das Landgericht Köln ist in einem Fall gegen die 365 AG zu dem Schluss gekommen, dass durch eine solche Vorgehensweise eine unangemessene Benachteiligung des Kunden entsteht (LG Köln, AZ. 26 O 505/15, noch nicht rechtskräftig).

Kuriose Tatsache: Viele der Billigstromanbieter haben ein angeschlossenes Inkassobüro

Stromvergleich Praxisfälle
Wie von Stiftung Warentest und in diversen Foren berichtet, stecken hinter den Billigstromanbietern und ihren Inkassofirmen mitunter dieselben Personen. Inhaber des Stromanbieters EVD ist auch Inhaber des Inkasso- und Kunden­dienst­leisters eg factory- Vorstände der 365 AG sind auch Inhaber des Inkassounter­nehmens DTMI

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- EVD

Stromvergleich-Falle 6: Schlechte Erreichbarkeit bei Problemen

Da es nicht selten vorkommt, dass man in Folge des Stromvergleichs in einer dieser Falle tritt, muss man früher oder später den Stromanbieter anrufen, um das Problem zu beseitigen. Spätestens dann zeigt sich das nächste Problem: Viele der Billigstromanbieter sind häufig nicht sonderlich gut zu erreichen. Meistens gibt es eine Kunden-Hotline für Neukunden, bei der sofort abgehoben wird, während man bei der Kunden-Hotline für Bestandskunden schnell 10-15 Minuten warten darf. Und wenn man dann schließlich jemanden erreicht, wirkt es mitunter so, als wäre der Kundenservice einiger Stromanbieter darin geschult, Anfragen zur Lösung der zuvor genannten Fallen systematisch abzuwehren.

Schlechte telefonische Erreichbarkeit

Stromvergleich Praxisfälle
Telefonische Wartezeiten der Kundenservice-Hotlines der Mehrheit der Billigstromanbieter liegen deutlich über denen der länger etablierten Anbieter. Es ist keine Seltenheit, dass man 10-15 Minuten warten muss, bis man jemanden erreicht. Besonders auffällig war die Situation beim inzwischen insolventen Stromanbieter Care Energy, bei dem über lange Strecken gar kein telefonisches Durchkommen möglich war.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy sowie diverse weitere Billigstromanbieter

Kein Kontakt per Fax möglich

Praxisfälle
Um bei wichtigen Anliegen sowie Kündigungen einen Sende-Nachweis zu haben, ist eine Kontaktmöglichkeit via Fax sinnvoll. Eine Reihe der Billigstromanbieter stellen jedoch auch auf Rückfrage keine Kontaktmöglichkeit per Fax zur Verfügung.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Keine bzw. stark verzögerte Antwort auf Kundenanfragen via E-Mail

Stromvergleich Praxisfälle
Viele Care Energy Kunden haben davon berichtet, dass sie unberechtigte Rechnungen und Mahnungen erhalten haben und darauf hin den Care Energy Kundenservice via E-Mail kontaktierten, jedoch nur sehr stark verzögert bzw. mitunter auch keine Antwort erhielten. Vor dem Hintergrund, dass Kunden parallel dazu (u.a. via Inkassobüros) für die laut Care Energy offenen Zahlungen angemahnt wurden, führte dies für Kunden häufig zu stressreichen Situationen.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy

Wenig Kulanz bei Problemen

Stromvergleich Praxisfälle
Wenn Sie ein Anliegen haben und Ihre Kündigungsfrist kurz vor dem Auslaufen ist, gehen die meisten Stromanbieter vergleichsweise zuvorkommend auf das jeweilige Anliegen ein. Häufig bekommt man pro-aktiv einen besseres Tarifangebot angeboten, wenn man den Vertrag nicht kündigt. Wenn man die Kündigungsfrist jedoch nur um einen Tag verpasst hat, wird man nur allzu oft im Regen stehen gelassen.

Betreffende Stromanbieter *
- Viele der Billigstromanbieter
* Allgemeine Hinweise zu dieser Seite

Die von uns als "betreffende Stromanbieter" bezeichneten Anbieter basieren auf unseren Recherchen sowie unseren Erfahrungen bei der Betreuung unserer Nutzer. Die Liste der aufgeführten Stromanbieter bedeutet nicht, dass die jeweiligen Anbieter die dargelegte Geschäftspraxis in allen Fällen vollziehen. Die Liste der betreffenden Stromanbieter erhebt zudem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Alle auf dieser Seite aufgeführten Auswertungen, Praxisbeispiele und rechtlichen Einschätzungen dienen lediglich einem unverbindlichen Informationszweck und stellen keine Rechtsberatung dar. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Sollte uns bei unseren Ausführungen ein Fehler unterlaufen sein oder wichtige Informationen fehlen,  
bitten wir um einen Hinweis, um dies zu korrigieren.

Unsere Motivation für diese Seite

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir von SwitchUp, einem jungen Startup aus Berlin, kommen nicht aus dem Strommarkt. Als wir bei unserem ersten Stromvergleich jedoch selbst gleich in mehrere der besagten Fallen getappt sind, haben wir uns die Frage gestellt: Wie kann es sein, dass es in einem Markt so viele schwarze Schafe gibt, die über viele viele Jahre ungestört ihre zweifelhaften Geschäftspraktiken betreiben?

Wir sind der Überzeugung, dass es einen besseren Weg geben muss, um den Stromanbieter wechseln zu können, ohne in eine der zahlreichen Fallen zu treten. Schließlich gibt es wichtigere Dinge als sich regelmäßig die Frage zu stellen, ob einem der Stromanbieter zu viel berechnet. Mit unserem Tarifaufpasser möchten wir dafür sorgen, dass es zu einem Umdenken kommt und ein fairer Umgang mit Kunden in den Mittelpunkt gerückt wird. Wir sind uns bewusst, dass uns einige Anbieter als unbequem wahrnehmen mögen und den Versuch unternehmen können, uns zu bekämpfen. Wir lassen uns dadurch aber nicht abbringen, unser in den letzten Jahren gesammeltes Wissen öffentlich zu machen, um damit einen Beitrag für mehr Transparenz im Strommarkt zu leisten.

Hier finden Sie mehr über unseren Tarifaufpasser sowie unsere Philosophie.

Wir freuen uns stets über einen Austausch.
Sprechen Sie uns bei Fragen und Anregungen gerne an :-)

Stromvergleich: Treue Kunden vs. neue Kunden

Als treuer Stromkunde zahlt man für seinen Stromtarif deutlich mehr, während neue Kunden durch günstige Strompreise belohnt werden. Schließlich spart man laut Stiftung Warentest durch einen Stromvergleich bei einem durchschnittlichem Verbrauch 305 Euro pro Jahr. Vielleicht sollten Sie Ihren Stromanbieter einmal erinnern, dass Sie als treuer Kunde nicht gemolken werden möchten?

Stromvergleich

Stromanbieter im Vergleich

Wie immer gilt: Wer nichts tut, zahlt drauf. Ein Stromanbietervergleich macht deutlich, dass Sie in den meisten Städten die Qual der Wahl haben und aus 400-500 günstigen Stromtarifen wählen können. Bei einem exemplarischen Stromvergleich für Berlin erkennt man schnell, dass man sogar Geld sparen würde, wenn man aus dem Grundversorgertarif zu Greenpeace Energy, einem der teuersten Ökostromanbieter, wechselt.

Stromvergleich ÖkostromExemplarischer Stromvergleich vom 17.8.2016 für Tarife ohne Wechselbonus bei 3500 kWh Stromverbrauch in Berlin

Vorsicht vor Vergleichsrechnern

Einen Stromvergleich können Sie leicht über einen der diversen Stromrechner vornehmen. Dort bekommen Sie die billigsten Stromanbieter angezeigt. Doch Sie sollten dabei aufpassen, denn man läuft schnell Gefahr, bei einem der diversen schwarzen Schafe im Markt zu landen. Stiftung Warentest warnt daher explizit vor unseriösen Stromanbietern: “Die Vorgehens­weise ist immer die gleiche: Strom­discounter locken auf Online-Vergleichs­portalen mit Kampf­preisen. Hängen die Kunden am Haken, versuchen die Anbieter, mit List und Tücke Kasse zu machen.

Stiftung Warentest warnt: "Nur 2 von 49 Tarifen sind fair"

Ein genauerer Blick auf die Tarifdetails der Stromtarife vieler Billigstromanbieter macht schnell deutlich, dass nicht alles Gold ist was glänzt. Um nicht versehentlich in einem ungünstigen Tarif zu landen, empfiehlt Stiftung Warentest, bei der Tarifauswahl die nachfolgenden Auswahlkriterien zu berücksichtigen.

Stromtarife vergleichen

Ehrlicher Stromvergleich mit Sicherheitsgarantie

Wir haben uns häufig die Frage gestellt, warum es nicht einen Stromvergleich gibt, der die schwarzen Schafe im Markt konsequent aufspürt und ausschließt. Ein Vergleich aller verfügbaren Stromtarife, der die besten Tarife aufspürt. Und ein Stromvergleich, der sich seiner Sache so sicher ist, dass er sogar eine Sicherheitsgarantie beinhaltet. Diese Fragen haben uns dazu bewogen, SwitchUp ins Leben zu rufen. Und mit unserem Autopiloten sorgen wir nicht nur dafür, dass Sie einmalig zu einem günstigen sowie sicheren Stromanbieter wechseln, sondern optimieren Ihren Tarif kontinuierlich. Zudem schließen wir für alle unsere Kunden ab sofort auch eine Wechselschutz-Versicherung ab, mit der Sie in allen Fällen auf Nummer sicher gehen. Das beste daran: Unser Service ist kostenfrei, da wir uns über eine kleine Provision finanzieren, die wir vom neuen Stromanbieter erhalten.

Stromwechsel: Das ändert sich

Fast nichts. Denn der Stromanschluss und der Stromzähler bleiben gleich. Ihre Lampen leuchten genauso hell wie zuvor. Lediglich der Absender Ihrer Stromrechnung ändert sich. Und damit auch die Höhe Ihrer Stromrechnung. So leicht haben Sie noch nie mehrere Hunderte Euro pro Jahr gespart, zumal die Stromversorgung zu jedem Zeitpunkt per Gesetz garantiert ist. Ihr Geldbeutel wird es Ihnen danken.

Stromanbieter wechseln

Stromwechsel in weniger als 5 Minuten

Mit SwitchUp wird nicht nur der Stromvergleich zum Kinderspiel. Hätten Sie gedacht, dass man in weniger als 5 Minuten den Stromwechsel beauftragen kann? 4 Minuten und 23 Sekunden ist die Zeit, die SwitchUp Nutzer im Schnitt brauchen, um den Stromwechsel online zu beauftragen. Schließlich muss man nur die Adresse, Kunden- und Zählernummer sowie Bankverbindung für den neuen Strom- bzw. Gasanbieter eingeben. Der Rest läuft dann voll automatisch und in weniger als einer Woche erhalten Sie die Bestätigung des Stromwechsels von Ihrem neuen Stromanbieter.

Stromwechsel

Nach dem Wechsel ist vor dem ...

Stromanbieter einmal gewechselt und fertig? Falsch gedacht! Dann das Spiel geht spätestens in 12 Monaten von Neuem los. Neben dem inzwischen allseits bekannten Preisbeschönigungen durch einen Erstjahres Bonus sind dies die raffiniertesten Tricks der Stromanbieter, damit Sie im Folgejahr deutlich mehr zahlen.

  • Trick 1 – Das Versteckspiel:
    Die Abschlagszahlungen werden nach einer Preiserhöhung von 11 auf 12 Abschläge umgestellt um eine das Gefühl einer Preiserhöhung zu umgehen.
  • Trick 2 – Verwirrung stiften:
    Eine Preiserhöhung wird als “Allgemeine Information zur Energiemarktentwicklung” getarnt. In einem fürchterlich langen Text, mit vielen irrelevanten Zahlen, wird meist in einem Nebensatz erwähnt: "Ihr Grundpreis bleibt gleich, ihr neuer Arbeitspreis ist 0,XX€ pro kWh", ohne jedoch den alten Arbeitspreis zum Vergleich anzugeben. Häufig wird nichts ahnenden Kunden so eine Preiserhöhungen von über 30% untergeschoben.
  • Trick 3 – Der falsche Zwilling:
    Zahlreiche Billigstromanbieter treten unter verschiedenen Markennamen auf, um die vorderen Plätze der Stromrechner zu füllen. Wer von dem einem zum anderen wechselt bekommt keinen Bonus.
unseriöse Stromanbieter

Der SwitchUp Rundum-Kümmer-Service

Sie haben vermutlich wichtigere Dinge zu tun, als regelmäßig einen Stromvergleich zu machen und diversen Stolpersteinen auszuweichen. Genau aus diesem Grund haben wir unseren Autopiloten entwickelt. Quasi ein automatischer Stromvergleich mit kontinuierlicher Tarifoptimierung. Ein kostenfreier Service, der sicher stellt, dass Sie ab sofort immer im besten Stromtarif sind. Voll automatisch, ohne Aufwand für Sie.

Wir meinen es übrigens ernst mit unserem Rundum-Kümmer-Service rund um Ihren Stromvergleich. Wir stehen Ihnen gerne mit Rat & Tat zur Seite.
Sprechen Sie uns einfach an :-)
Strompreisvergleich

Medienberichte 

Engagierte Verbraucher

  • Verbraucherhilfe-Stromanbieter: Gut recherchiert und gewissenhaft aufbereitete Problemerläuterung zum Thema Stromanbieter. Vom transparenten Stromvergleich, über die häufigsten Beschwerden, bis hin zur richtigen Kündigung findet man hier umfangreiche Hilfestellung.
  • Forum des Bundes der Energieverbraucher: Unabhängiges Forum in dem sich nicht nur über Probleme mit Stromanbietern, sondern auch zu allgemeinen Energiefragen ausgetauscht wird.

Testergebnisse

Verbraucherzentralen

  • Marktwächter Energie: Unabhängige Seite der Verbraucherzentrale, die u.a. die fragwürdigen Geschäftspraktiken diverser Stromanbieter darlegt.
  • Verbraucherzentrale: Verbraucherzentralen sind auf Landesebene organisierte gemeinnützige Vereine, die sich dem Thema Verbraucherschutz widmen und Sie zudem auf Wunsch kostenpflichtig beraten. Auf der Seite finden Sie viele Artikel rund um das Thema Energie, sowie viele nützliche Hinweise wie Sie sich z.B. überhöhte Strompreise rückerstatten lassen oder eine Checkliste zum Stromvergleich.

Beschwerdestellen

  • ReclaBox: Beschwerdeportal für Verbraucher. Hier können Sie eine Beschwerde über ihren Stromanbieter einstellen. In vielen Fällen antworten Ihnen dort die Stromanbieter direkt und bemühen sich um eine Lösung.
  • Schlichtungsstelle Energie: Zentrale Schlichtungsstelle die bei der Lösung von Differenzen mit dem Energieversorger unterstützt. Als Verbraucher können Sie diese unabhängige Institution kostenlos einschalten, wenn Sie ihre Beanstandung ihrem Anbieter mitgeteilt haben und dieser Ihnen nicht binnen 4 Wochen mit einer Lösung entgegenkommt.
  • Bundesnetzagentur: Offizielle Behörde, die den deutschen Strommarkt überwacht und informiert werden kann, wenn Ihre Rechte als Verbraucher nicht gewahrt werden. Ferner moderiert die Bundesnetzagentur Schlichtungsverfahren.
Fragen zu unserem automatischen Stromvergleich?
Wir beantworten Ihnen gerne jegliche Fragen :)