Stromvergleich Tipps

Strom vergleichen - Kapiteltrenner rotes Stromkabel links

Vorsicht Falle: Aufpassen beim Stromvergleich!

Strom vergleichen - Kapiteltrenner rotes Stromkabel rechts

Fast alle Menschen wissen inzwischen: Es lohnt sich, Stromvergleiche vorzunehmen. Wenn Sie einfach auf eines der diversen Stromvergleich-Portale gehen und die günstigsten Stromanbieter vergleichen, sollten Sie aufpassen. Denn wechseln Sie zum Beispiel zu einem der erstplatzierten Stromanbieter, kann es sein, dass Ihnen eine böse Überraschung blüht. Hier finden Sie ein paar Tipps, die Ihnen helfen, damit Sie nicht zu einem Stromanbieter wechseln, der fragwürdige Geschäftspraktiken an den Tag legt:

  • Die ersten Plätze der Stromvergleiche belegen Anbieter mit den meisten Beschwerden.
  • Stiftung Warentest beurteilte nur 2 von 49 Tarifen der Billigstromanbieter als fair.
  • Beim Stromvergleich sollten Sie unbedingt auf die folgenden 6 Fallen achten.
Stromvergleich - Vorsicht Falle - Kunde sitzt nichtsahnend mit dem Rücken zum Betrachter in einem roten Sessel in einer großen Bärenfalle, die in eine Steckdose eingesteckt ist.

Die Anbieter mit den höchsten Beschwerdezahlen ganz vorne im Stromvergleich

Ein Stromvergleich für die 10 größten Städte in Deutschland macht schnell deutlich: Die vorderen Ränge der Stromvergleich-Portale werden in aller Regel von den Stromanbietern mit den höchsten Beschwerdezahlen belegt. Wie schaffen sie dies? Indem sie den Preis im 1. Vertragsjahr durch einen sehr hohen Neukundenbonus noch stärker absenken als andere Stromanbieter. Insofern Augen auf beim Stromvergleich, damit Sie nicht ungewollt bei einem Stromanbieter landen, bei dem sie später eine unangenehme Überraschung erleben.

Platz 1-10 der Stromvergleich-Portale:
Dominiert von Stromanbietern mit den höchsten Beschwerdezahlen
Stadt
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
Berlin
Hamburg
München
Köln
Frankfurt a.M.
Stuttgart
Düsseldorf
Dortmund
Essen
Leipzig
Quelle: SwitchUp Stromvergleich bei 3500 kWh Verbrauch auf Basis der klassischen Vergleichsportale, Stand 10.10.2017

Hinweis: Bei der Auswertung haben wir die Stromanbieter je nach Beschwerdezahl gekennzeichnet. Die Stromvergleiche der 10 größten Städte sollen vor allem illustrieren, dass einige Stromanbieter mit Hilfe von Wechselbonus & Co. stets die ersten Plätze der klassischen Strom-Vergleichsportale dominieren.

Vor einiger Zeit hat Stiftung Warentest Stromtarife der Billigstromanbieter unter die Lupe genommen und ist zum Ergebnis gekommen: Nur 2 von 49 Stromtarifen sind fair.

Die Stromanbieter mit den meisten Beschwerden sollten Sie kennen

Beschwerden sind ein guter Indikator für die Geschäftspraxis des jeweiligen Stromanbieters und man sollte diese für einen sicheren Stromvergleich stets berücksichtigen. Reclabox ist ein Beschwerdeportal, auf dem Sie mittlerweile mehr als 8.800 Beschwerden über Stromanbieter vergleichen können (Stand 1.8.2017). Rund 2.000 Beschwerden stammen davon aus den letzten 12 Monaten, von denen 90% der Beschwerden auf gerade einmal 5 Stromanbieter entfallen. Und dies bei mehr als 1.000 Stromanbietern in Deutschland. ExtraEnergie und Stromio haben in Summe sogar die Beschwerdezahl der insolventen Stromanbieter Teldafax und Flexstrom, den beiden größten Insolvenzen in Deutschland, überschritten.

Beschwerde-Spitzenreiter unter den Stromanbietern
#
Stromanbieter
(und Marken)
Beschwerden
(8.800 gesamt)
Beschwerden
(2.000 letztes Jahr)
1
ExtraEnergie
(Priostrom, HitStrom)
1455
159
2
Stromio
(Grünwelt Energie, Gas.de)
1289
287
3
TelDaFax
1060
insolvent
4
E.ON
883
44
5
Flexstrom
608
insolvent
6
Fuxx
(Grüner Funke, PlusStrom)
555
425
7
365 AG
(almado Energy, Immergrün Energie, idealenergie, Meisterstrom)
543
26
8
BEV
(Enervatis)
517
381
9
primastrom
(voxenergie)
500
335
10
Care Energy
480
insolvent
Quelle: Reclabox Beschwerden, SwitchUp Auswertung, Stand 1.8.2017

Hinweis: Die Beschwerdezahl sollte man natürlich im Kontext der Kundenzahl beurteilen (z.B. ist bei E.ON aufgrund der Größe eine höhere Beschwerdezahl zu erwarten). Zudem sollte man sich die genauen Beschwerdegründe vertiefend anschauen. Darüber hinaus gibt es eine Reihe neuer Billigstromanbieter, die noch nicht in der Liste auftauchen, aber ebenfalls durch wenig kundenfreundliche Geschäftspraktiken wie verzögerte Guthabenauszahlungen oder drastische Preiserhöhungen auffallen.

Kundenbewertungen auf Vergleichsportalen gilt es mit Vorsicht zu genießen

Fast alle Vergleichsportale bieten beim Stromvergleich inzwischen Kundenbewertungen zu jedem Anbieter. Eine gute Sache, die jedoch einen entscheidenden Haken hat. Die Kundenerfahrungen werden in aller Regel am Anfang der Vertragsbeziehung abgefragt. Ergo: Man kann noch gar nicht beurteilen, ob man bei dem jeweiligen Anbieter gut aufgehoben ist, da die Probleme meistens erst gegen Ende des ersten Vertragsjahres beginnen.

Beschwerden vs. Kundenwertungen
#
Anbieter
(und Marken)
Beschwerden
(gesamt)
Bewertung
auf Check 24
Bewertung
auf Verivox
1
ExtraEnergie
Priostrom
HitStrom
1455
4,3
4,3
4,3
4,4
4,4
---
2
Stromio
Grünwelt Energie
Gas.de
1289
4,3
4,3
4,3
3,7
3,7
3,7
3
TelDaFax
1060
insolvent
insolvent
4
E.ON
883
4,3
4,8
5
Flexstrom
608
insolvent
insolvent
6
Fuxx
Grüner Funke
PlusStrom
555
3,5
3,5
---
3,7
3,7
---
7
Almado Energy
Immergrün Energie
idealenergie
Meisterstrom
543
4,1
4,1
4,1
4,1
---
4,0
4,0
---
8
BEV
Enervatis
517
4,3
3,4
4,7
---
9
primastrom
voxenergie
500
---
---
---
---
10
Care Energy
480
insolvent
insolvent
Quelle: Reclabox Beschwerden, Verivox und Check24 Kundenbewertungen, Stand 1.8.2017

Erläuterung: Uns überrascht die Tatsache, dass bei Stromvergleichen über die Vergleichsportale fast alle Stromanbieter eine Kundenbewertung von 3,5 oder mehr Sternen erreichen und die meisten Kundenbewertungen sogar bei über 4 Sternen liegen, unabhängig von der jeweiligen Beschwerdezahl.

Strom vergleichen - Kapiteltrenner rotes Stromkabel oben

Teure Stromvergleiche: Das Geschäftsmodell der Billigstromanbieter

Strom vergleichen - Kapiteltrenner rotes Stromkabel unten

Sie werden sich vielleicht fragen, wie es sein kann, dass manche Anbieter bei Strom vergleichen stets die günstigsten Strompreise anbieten können. Denn: Die meisten Bonus-Stromtarife erwirtschaften im 1. Vertragsjahr kein Geld. Mit anderen Worten: Viele Billigstromanbieter verlieren Geld, wenn Sie Ihren Vertrag zum Ende des 1. Vertragsjahres kündigen. Daher legen zahlreiche Billigstromanbieter viel Kreativität an den Tag, um sich den in Sie investierten Bonus – mitunter doppelt und dreifach – zurück zu verdienen.

Stromvergleich Falle 1: Verbraucher sitzt mit dem Rücken zum Betrachter in einem roten Sessel. Im Sesselrücken steckt ein Messer mit einem Schil (Versteckte Preiserhöhung) und auf dem Schoß hält der Verbraucher ein Schreiben mit dem Titel "Gute Nachrichten".

Stromvergleich-Falle 1: Versteckte Preiserhöhungen

Beliebtester Trick vieler Billigstromanbieter im Markt ist, mit Ablauf des ersten Vertragsjahres die Strompreise nicht selten um 20-30% zu erhöhen. Dies führt dann häufig dazu, dass aus der anfänglichen Ersparnis ein Strompreis wird, bei dem man häufig mehr als im Grundversorgertarif zahlt. Besonderer Clue: Die Strompreiserhöhungen sind häufig so gestaltet, dass man diese leicht übersieht. Daher kommen viele der Billigstromanbieter in den meisten Fällen damit durch. Und das auf Kosten der Kunden.

Strompreiserhöhungen als Newsletter getarnt

Stromvergleich Praxisfälle
In der Vergangenheit haben eine Reihe von Stromanbietern wie z.B. Stromio/Grünwelt ihre Strompreiserhöhungen in zahlreichen uns vorliegenden Fällen relativ unauffällig in einem Newsletter-ähnlichen Schreiben untergebracht. Insofern verwundert es nicht, dass viele Kunden die Strompreiserhöhungen übersehen haben. In jüngerer Vergangenheit ist Stromio/Grünwelt auf eine konventionellere Art der Preiserhöhungsschreiben umgestiegen, häufig immer noch mit beachtlichen Preissteigerungen. Enstroga, ein vergleichsweise neuer Billigstromanbieter, bringt Strompreiserhöhungen bei uns vorliegenden Beispielfällen in Informationsschreiben unter, welche den Eindruck erwecken könnten, als ob es um die Vorstellung von Produktinnovationen geht.

Betreffende Stromanbieter *
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Enstroga

Rechtliche Situation
Es gibt von Seiten des Gesetzgebers klare Anforderungen an eine Preiserhöhung: (1) Billigkeit: Durch die Preiserhöhung darf der Stromanbieter seinen Gewinn nicht beliebig steigern. Vielmehr muss die Preiserhöhung bei Verträgen mit einseitiger Festlegung durch den Stromanbieter gemäß BGB dem Prinzip der Billigkeit gerecht werden und muss somit im Verhältnis zur tatsächlichen Gesamtkostenentwicklung stehen. Preiserhöhungen von 20-30%, wie sie einige der Billigstromanbieter regelmäßig vollziehen, könnten somit unter diesem Gesichtspunkt als fraglich bewertet werden. (2) Transparenz: Preiserhöhungen müssen erkennbar, mind. 6 Wochen vor Eintritt, mitgeteilt werden. Es ist somit fraglich, ob eine Preiserhöhung, die den Anschein erweckt, als ob es sich um einen Newsletter handelt, dem Transparenzanspruch gerecht wird. (3) Zulässige Preisanpassungsklausel: Preisanpassungsklauseln müssen klar erkennen lassen, unter welchen Bedingungen und in welchem Umfang Stromanbieter die Preise erhöhen. Preisanpassungsklauseln in den AGB vieler Stromanbieter, die die Rechte des Kunden unangemessen eingeschränkt haben, sind in zahlreichen Gerichtsverfahren als ungültig erklärt worden. Sollte ein Stromanbieter gegen eine dieser Anforderungen verstoßen, ist die Preiserhöhung als potenziell unzulässig einzustufen.

Strompreiserhöhungen in seitenlangem E-Mail Fließtext unauffällig untergebracht

Stromvergleich Praxisfälle
Diverse Billigstromanbieter haben ihre Strompreiserhöhungen in seitenlangen Fließtexten untergebracht, bei denen man den Eindruck gewinnen könnte, dass diese bewusst so gestaltet sind, damit man die Preiserhöhung nicht erkennt. Von dem Strom- und Gasanbieter ExtraEnergie liegen uns dutzende via E-Mail versandter Preiserhöhungsmitteilungen mit dem Betreff "Energiemarktentwicklungen und Preisanpassung" vor, die alle nach einem ähnlichen Muster gestaltet sind und bei denen sich der Text über viele Seiten erstreckt. Die Preiserhöhung ist zwischen zahlreichen Links über die Energiewende in einem der vielen Absätze – leicht zu übersehen – untergebracht, indem lediglich der neue Arbeitspreis aufgeführt ist. Da der vorherige Arbeitspreis nicht genannt ist, muss man diesen aus den alten Unterlagen zunächst raussuchen, um die tatsächliche Erhöhung errechnen zu können.

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale Sachsen hat gegen die Mitteilungspraxis der Strompreiserhöhungen von ExtraEnergie geklagt. Das Landgericht Düsseldorf hat diese Art der Preiserhöhungen als nicht transparent und daher für unwirksam erklärt (OLG Düsseldorf, Az. I-20 U 37/16, noch nicht rechtskräftig).

Strompreiserhöhungen lediglich ins Online-Portal eingestellt

Stromvergleich Praxisfälle
Es gibt immer wieder Stromanbieter, die Preiserhöhungen nicht aktiv per E-Mail bzw. per Post zustellen, sondern lediglich in das Online-Portal des Stromanbieters einstellen. Die Gefahr ist somit groß, mögliche Preiserhöhungen nicht mitzubekommen. Bei dem Anbieter 365 AG kam es in der Vergangenheit zu Fällen, wo die Strompreiserhöhungen nur online eingestellt wurden.

Betreffende Stromanbieter *

- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Die Mitteilungspraxis von Preiserhöhungen lediglich durch Einstellen in das Online-Portal des Anbieters ist in einer Reihe von Gerichtsurteilen als nicht ausreichend bewertet worden. In diesen Urteilen kamen die Gerichte zur Schlussfolgerung, dass der Stromanbieter sicherstellen muss, dass die Preiserhöhungsmitteilung auch zugeht. 

Doppelte Strompreiserhöhung in Zusammenhang mit EEG-Umlage

Stromvergleich Praxisfälle
Vor dem Hintergrund, dass Strompreiserhöhungen potenziell den Kunden aufschrecken und zu einer Kündigung führen können, ist es auch Sicht des Stromanbieters vorteilhaft, wenn man möglichst wenige Preiserhöhungen versendet. Der relativ neue Stromanbieter Strogon hat bei uns vorliegenden Strompreiserhöhungen im Rahmen der gestiegenen EEG-Umlage gleich eine zweite, häufig sehr hohe Preiserhöhung darin verpackt, die mitunter erst rund ein Jahr später wirksam wird. Somit könnte sich der Stromanbieter potenziell auf den Standpunkt stellen, seiner Mitteilungspflicht bereits gerecht geworden zu sein und somit den Kunden nicht erneut vor Eintritt des Datums über die zweite Preiserhöhung informieren zu müssen. Durch die beiden Strompreiserhöhungen resultierten in einigen uns bekannten Fällen, unter Berücksichtigung des Neukundenbonus, Mehrkosten für den Kunden von 70-80% gegenüber dem ersten Vertragsjahr. 

Betreffende Stromanbieter *
- Strogon

Rechtliche Situation
Eine gerichtliche Einschätzung, ob eine zweite Strompreiserhöhung zusammen mit der Anpassung der EEG-Umlagen mitzuteilen, rechtlich zulässig ist, liegt uns zu diesem Zeitpunkt nicht vor. In jedem Fall gilt bei einer Strompreiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht bis zum Eintreten dieser Preiserhöhung. Dies gilt übrigens – wie im jüngst vom Bundesgerichtshof im Kontext einer Klage gegen Stromio bestätigt (BGH, Az. VIII ZR 163/16) – auch, wenn nur die Mehrkosten aufgrund der staatlichen Umlagen und Abgaben angepasst werden. Bislang hatten viele Stromanbieter in dem Fall eine Sonderkündigung für den Kunden ausgeschlossen. Praktisch bedeutet dieses Gerichtsurteil übrigens, dass man auch jetzt noch (bis zu 3 Jahre rückwirkend) gegen derartige Preiserhöhungen Einspruch einlegen kann und die daraus resultierenden Mehrkosten zurückfordern kann (Musterschreiben der Verbraucherzentrale).

Die Preiserhöhungs-Spitzenreiter

Nachdem Sie nun einige der Preiserhöhungstaktiken kennen, fragen Sie sich vielleicht, ob denn nicht jeder Anbieter die Strompreise erhöht? Vom Grundsatz ist es durchaus richtig, dass viele Stromanbieter ihre Preise erhöhen, insbesondere wenn die staatlichen Abgaben (z.B. die EEG-Umlage) erhöht werden, auf die Anbieter keinen Einfluß haben. Aber: Es gibt Strom- und Gasanbieter, deren Preiserhöhungen deutlich (!) jenseits der tatsächlich gestiegenen Bezugskosten liegen.

Wir arbeiten gegenwärtig an einer umfangreichen Analyse der Preiserhöhungs-Spitzenreiter, die bei ihren Kunden außergewöhnlich hohe Preiserhöhungen vornehmen. Lassen Sie uns wissen, falls Ihr Strom- oder Gasanbieter dazu gehört, indem Sie uns .
über diesen Link eine Kopie des Preiserhöhungsschreibens senden.

Stromvergleich Falle 2: Der Verbraucher sitzt im roten Sessel mit dem Rücken zum Betrachter und trägt einen gestreiften Häftlingsanzug. Am hinteren linken Bein des roten Sessels ist eine schwere Kugel an einer Kette befestigt. Das Fenster im Hintergrund hat eiserne Stäbe davor. Auf dem Rücken des roten Sessels hängt ein Schild (Erschwerte Kündigung).

Stromvergleich-Falle 2: Erschwerte Kündigung

Die Kündigung des aktuellen Stromtarifs ist an sich ganz einfach. Wären da nicht allerlei Anforderungen seitens einiger Billigstromanbieter, die die Kündigung deutlich aufwändiger gestalten und schnell dazu führen können, dass man ungewollt die Kündigungsfrist für den Stromvertrag verpasst. Mit einer Gesetzesänderung wurde dem inzwischen ein Riegel vorgeschoben, doch eine Gruppe von Billigstromanbietern besteht bei Altverträgen nach wie vor auf ihre aufwendigen Kündigungsanforderungen.

Kündigung nur per Post mit Original-Unterschrift

Stromvergleich Praxisfälle
Durch eine Gesetzesänderung gilt seit dem 1.10.2016 die Textform (z.B. E-Mail) als ausreichend für Verträge, die online abgeschlossen wurden. Eine Reihe der Billigstromanbieter beharren bei Stromverträgen, die vor dem 1.10.2016 abgeschlossen wurden, in allen uns vorliegenden Fällen auf die Kündigung per Post mit "Original-Unterschrift", sofern der bestehende Stromvertrag nicht im Rahmen des Wechselvorgangs durch den neuen Stromanbieter gekündigt wird. Selbst eine Kündigung per Fax wurde bei den uns bekannten Fällen regelmäßig abgelehnt mit dem Verweis, dass der Anbieter nur eine postalische Kündigung mit Original-Unterschrift akzeptiert.

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)

Kündigung wurde nicht gefunden

Stromvergleich Praxisfälle
Bei einigen Stromanbietern erhalten wir gehäuft von Kunden die Rückmeldung, dass die Kündigung bei dem Anbieter nicht eingegangen sein soll. Wenn der Stromanbieter zudem keine Kündigung per Fax zulässt, besteht ein Problem des Nachweises, sofern man die Kündigung nicht per Einschreiben mit Rückschein veranlasst hat.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy

Verspätete Kündigung, da Stromvertrag bereits bei Vertragsannahme begann

Stromvergleich Praxisfälle
Die 365 AG hat sich in der Vergangenheit mitunter auf den Standpunkt gestellt, dass der Stromvertrag bereits mit der Vertragsannahme begann, d.h. nicht erst zum Beginn der Stromlieferung, sondern zu dem Zeitpunkt, zu dem der Anbieter die Vertragsannahme bestätigt. Je nachdem wie lange der aktuelle Stromvertrag noch läuft, können zwischen dem Datum der Vertragsannahme und dem Lieferbeginn viele Monate liegen. In Fällen, in denen Kunden den Vertrag unter Berücksichtigung der Kündigungsfrist rechtzeitig vor Ablauf des 1. Belieferungsjahres, nicht jedoch – nach Auslegung des Anbieters – rechtzeitig vor Ablauf des 1. Jahres seit Vertragsannahme gekündigt haben, wurde die Kündigung vom Stromanbieter abgelehnt und der Stromvertrag als verlängert gewertet. Zwischenzeitlich hat die 365 AG diese Geschäftspraxis jedoch scheinbar geändert und es gilt, wie auch bei den übrigen Stromanbietern, der Belieferungsbeginn als Startdatum des Vertragsjahres.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Stromvergleich Falle 3: Der Verbraucher sitzt mit dem Rücken zum Betrachter in einem roten Sessel. Auf dem Sesselrücken ist ein Schild befestigt (Bonus-Verweigerung). Über dem Verbraucher hängt eine blaue Angel, an dessen Ende eine Karotte befestigt ist.

Stromvergleich-Falle 3: Bonusverweigerung

Sie haben wie vereinbart ein Jahr beim Stromanbieter verbracht und freuen sich darauf, dass Sie Ihren verdienten Bonus aus dem Stromvergleich erhalten. Doch dann beruft sich der Stromanbieter auf eine von zahlreichen AGB Klauseln und teilt Ihnen mit, dass Sie keinen Anspruch auf den Wechselbonus haben. Die Kreativität der Vertragsgestaltung einiger Billigstromanbieter wirkt mitunter sehr ausgeprägt. Für den aktuellen Strom-Anbieter ist es natürlich deutlich lukrativer, wenn er den Neukundenbonus nicht auszahlen braucht, insbesondere falls Sie auf die Idee kommen, Ihren Stromvertrag bereits mit Ablauf des ersten Vertragsjahres zu kündigen.

Kein Bonus bei Photovoltaikanlage, Wärmepumpe oder Arbeitszimmer

Stromvergleich Praxisfälle
Die 365 AG hat in der Vergangenheit über ihre AGB einen Bonusanspruch ausgeschlossen, wenn man eine Photovoltaikanlage oder Wärmepumpe installiert hat. Auf ähnliche Weise hat die 365 AG ebenfalls einen Neukundenbonus ausgeschlossen, wenn man über ein Arbeitszimmer verfügt. Uns sind Fälle bekannt, bei denen Kunden der Neukundenbonus aus diesem Grund verweigert wurde, obwohl der Kunde dem Anbieter zu keinem Zeitpunkt mitgeteilt hatte, dass er über ein Arbeitszimmer verfügt. Der besagte Kunde ist inzwischen Rentner und war früher als Heilpraktiker tätig. Bleibt die Frage, wie die 365 AG zu dieser Information gekommen ist? Die 365 AG hat bei diesen Fällen regelmäßig argumentiert, dass der Abnehmer den Strom – zumindest in Teilen – gewerblich bezieht und daher nicht bonusberechtigt ist. Neben der 365 AG hatte auch Fuxx Energie in der Vergangenheit einen ähnlich Passus in den AGB.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale NRW hat gegen verschiedene Bonuseinschränkungen durch die 365 AG geklagt und eine Reihe von Bonusausschlussklauseln wurden vom Landgericht Köln gerichtlich untersagt (LG Köln, Az. 26 O 505/15, noch nicht rechtskräftig).

Kein Bonus trotz 12-monatiger Vertragslaufzeit

Stromvergleich Praxisfälle
Einige der Billigstromanbieter haben in der Vergangenheit den Neukundenbonus verweigert, mitunter wenn man gleich nach dem ersten Vertragsjahr erneut den Anbieter wechselt, da die Kündigung bereits während der ersten 12 Monate ausgesprochen wurde. Und dies trotz der Tatsache, dass die Kündigung erst mit Ablauf der 12-monatigen Mindestvertragslaufzeit wirksam wird. Konsequenz: In diesen Fällen haben Kunden nur den Neukundenbonus für den Stromwechsel erhalten, wenn sie mindestens ein weiteres Vertragsjahr beim Anbieter geblieben sind.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- Flexstrom (Löwenzahn Energie) – inzwischen insolvent

Rechtliche Situation
Es gibt zahlreiche Gerichtsverfahren zu dem Thema. In vielen der Verfahren wurde den Kunden Recht gegeben (u.a. vom Bundesgerichtshof, Az. VIII ZR 225/12 & VIII ZR 246/12). Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen der Stromanbieter Recht bekam. Erfreulicherweise scheint diese Geschäftspraxis von den meisten Stromanbietern inzwischen nicht mehr angewendet zu werden.

Kein Bonus aufgrund von vorzeitiger Vertragsbeendigung durch Stromanbieter

Stromvergleich Praxisfälle
Wenn man den eigenen Stromvertrag regulär innerhalb des ersten Vertragsjahres gekündigt hat, hat der Strom-Anbieter in einigen Fällen dem Kunden eine Gegenkündigung gegenüber ausgesprochen und den Stromvertrag zu einem Datum vor Ablauf der ersten 12 Monate beendet. Konsequenz: Der Bonusanspruch des Kunden ging somit verloren.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Die Verbraucherzentrale hat die almado-Energy GmbH dazu in der Vergangenheit abgemahnt, welche daraufhin zugesagt hat, solche Geschäftspraktiken künftig zu unterlassen.

Kein Bonus aufgrund von Strom-Tarifwechsel

Stromvergleich Praxisfälle
Relativ häufig wird Kunden ein neues Strom-Tarifangebot vor Ablauf des ersten Vertragsjahres gemacht. Wenn man dieses bei einigen Stromanbietern annimmt, erlischt im Rahmen des Tarifwechsels der Bonusanspruch. Bei dem Stromanbieter 365 AG sind uns Fälle bekannt, bei denen dies aufgetreten ist.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Kein Bonus bei Doppeltarifzähler bzw. Mehrtarifzähler

Stromvergleich Praxisfälle
Eine Reihe der Billigstromanbieter haben in der Vergangenheit Bonusansprüche für den Fall ausgeschlossen, wenn es sich bei Ihrem Stromzähler um einen Doppeltarifzähler, Zweitarifzähler bzw. Mehrtarifzähler handelt, d.h. Ihr Zähler nicht nur 1 Zählwerk, sondern 2 Zählwerke hat (die kleinen Rädchen in den konventionellen Stromzählern, die sich bei Stromverbrauch kontinuierlich drehen).

Betreffende Stromanbieter *
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom) 

Stromvergleich Falle 4: Der Verbraucher sitzt mit dem Rücken zum Betrachter. Am Sesselrücken ist ein Schild befestigt: "Guthaben-Auszahlung". Der Verbraucher blickt in die Richtung von einem angeketteten Käfig. In diesem Käfig flattert sinnbildlich eine Geldbörse mit Flügeln und Geldscheinen, gefangen.

Stromvergleich-Falle 4: Verzögerte bzw. unvollständige Guthabenauszahlung

Es kommt nicht selten vor, dass der Abschlag von Stromanbietern etwas höher veranschlagt wird. Dies führt dann dazu, dass Ihnen am Jahresende ein Guthaben zusteht, potenziell noch mit zusätzlichem Guthaben resultierend aus dem Neukundenbonus. Einige der Billigstromanbieter im Markt fallen regelmäßig dadurch auf, dass Sie den Neukundenbonus nicht bzw. nur sehr verzögert oder unvollständig auszahlen. Mitunter müssen Sie Strom-Anbietern einige Zeit hinterher laufen, bis diese Ihnen den zustehenden Bonus auch auszahlen.

Verspätete Jahresrechnung sowie Guthabenauszahlung

Stromvergleich Praxisfälle
Es sind uns diverse Fälle bekannt, bei denen eine Reihe von Billigstromanbietern mitunter die gesetzlich vorgeschriebene 6-Wochenfrist zur Erstellung der Jahresrechnung nach Ablauf des Vertragsjahres nicht einhalten. Guthaben aufgrund eines geringeren Stromverbrauchs als erwartet sowie aufgrund eines potenziell enthaltenen Neukundenbonus lassen somit auf sich warten.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy – inzwischen insolvent
- ExtraEnergie (PrioEnergie, HitEnergie)
- Stromio (Grünwelt Energie, Gas.de)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Alle Stromanbieter sind gesetzlich verpflichtet, eine Schlussrechnung innerhalb von 6 Wochen nach Ablauf des Vertragsjahres zu erstellen (§ 40 Abs. 4 EnWG) und ggf. vorhandene Guthaben zeitnah auszuzahlen. Darüber hinaus wurde in verschiedenen Gerichtsverfahren bestätigt, dass Strom-Anbieter Guthaben nicht erst mit kommenden Abschlagszahlungen verrechnen dürfen (OLG Düsseldorf, Az. I-20 U 136/14). Zudem müssen sich im Kontext der Jahresverbrauchsrechnung neu ergebende Abschläge an dem tatsächlichen Verbrauch orientieren (§ 41 Abs. 2 EnWG) und nicht einfach auf Basis ggf. zu hoher Abschlagszahlungen des Vorjahres.

Verspätete bzw. fehlende Bonus-Auszahlung

Stromvergleich Praxisfälle
Der Neukundenbonus wird üblicherweise im Rahmen der Jahresrechnung und des Sofortbonus innerhalb von 60 bzw. 90 Tagen nach Belieferungsbeginn ausgezahlt, je nachdem was der jeweilige Stromanbieter in den AGB definiert hat. Diverse Stromanbieter halten jedoch die eigenen vertraglich gemachten Zusagen mitunter nicht ein und zahlen den Sofortbonus sowie regulären Wechselbonus verzögert bzw. erst nach Ermahnung durch den Kunden aus. Zahlreiche Fälle sind uns dazu von dem Stromanbieter Bayerische Energieversorgung (BEV) bekannt. In der Vergangenheit wurde dem Kunden im Rahmen der Stromabrechnung mitunter von BEV ein Flyer beigelegt, der den Kunden auffordert, zwischen einer Sachprämie bzw. der Auszahlung des Bonus via Verrechnungsscheck zu wählen. Wenn man als Kunde diesen werbeähnlichen Flyer nicht wahrgenommen und bei BEV aktiv die Auszahlung des Neukundenbonus angefordert hat, bekam man – in den uns bekannten Fällen – den Bonus nicht automatisch ausgezahlt.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV (Enervatis)

Unvollständiger bzw. gedeckelter Neukundenbonus

Praxisfälle: Stromvergleiche
Viele der Stromtarife der Billigstromanbieter beinhalten einen Neukundenbonus, der sich prozentual auf Basis des tatsächlichen Stromverbrauchs bzw. der daraus resultierenden Kosten berechnet. Vom Grundsatz eine passende Regelung. Allerdings deckeln einige Anbieter den Neukundenbonus maximal auf den Betrag, der aus der angegebenen Verbrauchsschätzung resultiert. Wenn man weniger Strom als geschätzt verbraucht, wird der Neukundenbonus proportional nach unten angepasst, wenn man mehr Strom verbraucht, bekommt man trotzdem nur den Betrag, der auf der Strom-Verbrauchsschätzung beruht. Die Praxis fand bei zahlreichen uns bekannten Fällen Anwendung, obwohl es dazu in den uns vorliegenden Unterlagen keine entsprechenden Beschränkung in den AGB gab.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Stromvergleich Falle 5

Stromvergleich-Falle 5: Häufige Mahnungen mit hohen Gebühren

Ihr Konto war ein Mal nicht ausreichend gedeckt bei Lastschrift Ihres Stromanbieters. Postwendend erhalten Sie die erste Mahnung. Wenn Sie nicht schnell genug reagieren, erhalten Sie von einigen der Billigstromanbieter kurz darauf gleich ein Schreiben vom Inkassobüro, mit einer hohen Inkasso-Bearbeitungsgebühr.

Einschalten von Inkassobüro ohne zweite Mahnung

Stromvergleich Praxisfälle
Es kann vorkommen, dass man mal einige Zeit unterwegs ist und eine Mahnung übersieht. Die meisten Stromanbieter senden ihren Kunden dann eine zweite Mahnung mit einem ausreichend langen Zahlungsziel, damit man die Frist nicht versehentlich verpasst. Einige der Billigstromanbieter haben in uns bekannten Beispielen den Fall bereits nach der ersten Mahnung an ein Inkassobüro übergeben.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV (Enervatis)

Hohe Mahngebühren

Stromvergleich Praxisfälle
Mahngebühren sind an sich dafür da, die entstandenen Zusatzaufwendungen zu decken. Insofern ist es nachvollziehbar, wenn ein Stromanbieter einige Euro als Mahngebühr in Zahlung stellt, sofern es zu einer wiederholten Mahnung kommt. Bei zahlreichen uns bekannten Fällen von Billigstromanbietern fielen erhebliche Inkassokosten in der Größenordnung von 50-80€ an (zuzüglich Verzugszinsen und weiterer Kostenpauschalen liegt man nicht selten bei rund 100€), die – wie auch von Stiftung Warentest berichtet – häufig die offenen Forderungen überschreiten.

Betreffende Stromanbieter *
- BEV (Enervatis)
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Beendigung des automatischen Lastschrifteinzugs

Stromvergleich Praxisfälle
Im Falle einer Kündigung stoppen manche Stromanbieter den automatischen Lastschrifteinzug und fordern den Kunden per E-Mail auf, die monatlichen Abschläge bis zum Ende der Vertragslaufzeit nun selber per Überweisung zu zahlen. Zitat aus einer solchen Nachricht vom Stromanbieter Fuxx: "Die Kündigung Ihres Stromliefervertrags wurde zum [Kündigungsdatum] bestätigt, infolgedessen kann von der erteilten Ermächtigung zukünftig nicht mehr Gebrauch gemacht werden." Die Stromanbieter begründen das Vorgehen damit, dass aufgrund der Kündigung die Lastschrifteinzugsermächtigung erloschen sei, auch wenn diese im Rahmen der Kündigung – welche erst zum Ablauf des Vertragsjahres eintritt – nie explizit widerrufen wurde. Wenn man die Zahlungsaufforderung des Anbieters zur Zahlung der verbleibenden Abschläge per Überweisung übersieht, erhält kurz darauf eine Mahnung. Wenn man diese ebenfalls übersieht, landete die Forderung in der Vergangenheit bei uns bekannten Fällen wiederum kurz drauf beim Inkassobüro. Fuxx und die 365 AG nimmt zudem bei Nichtzahlung vorzeitige Sonderkündigungen vor, durch die man einen potenziell bestehenden Bonusanspruch verliert.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)

Rechtliche Situation
Das Landgericht Köln ist in einem Fall gegen die 365 AG zu dem Schluss gekommen, dass durch eine solche Vorgehensweise eine unangemessene Benachteiligung des Kunden entsteht (LG Köln, AZ. 26 O 505/15, noch nicht rechtskräftig).

Viele der Billigstromanbieter haben ein angeschlossenes Inkassobüro

Stromvergleich Praxisfälle
Wie von Stiftung Warentest und in diversen Foren berichtet, stecken hinter den Billigstromanbietern und ihren Inkassofirmen mitunter dieselben Personen. Inhaber des Stromanbieters EVD ist auch Inhaber des Inkasso- und Kunden­dienst­leisters eg factory. Vorstände der 365 AG sind auch Inhaber des Inkassounter­nehmens DTMI.

Betreffende Stromanbieter *
- 365 AG (Almado-Energy, idealenergie, immergrün Energie und Meisterstrom)
- EVD

Stromvergleich Falle 6: Der Verbraucher ist ein Skelett und sitzt mit dem Rücken zum Betrachter in einem roten Sessel, der von zwei Spinnweben umgeben ist. In der rechten Hand hält der Verbraucher einen roten Telefonhörer, von dem eine Spinner herab hängt. Am Sesselrücken hängt ein Schild: "Schlechte Erreichbarkeit".

Stromvergleich-Falle 6: Schlechte Erreichbarkeit bei Problemen

Da es nicht selten vorkommt, dass man in Folge des Stromvergleichs in eine dieser Fallen tritt, muss man früher oder später den Stromanbieter anrufen, um das Problem zu beseitigen. Spätestens dann zeigt sich das nächste Problem: Viele der Billigstromanbieter sind häufig nicht sonderlich gut zu erreichen. Meistens gibt es eine Kunden-Hotline für Neukunden, bei der sofort abgehoben wird, während man bei der Kunden-Hotline für Bestandskunden schnell 10-15 Minuten warten darf. Und wenn man dann schließlich jemanden erreicht, wirkt es mitunter so, als wäre der Kundenservice einiger Stromanbieter darin geschult, Anfragen zur Lösung der zuvor genannten Fallen systematisch abzuwehren.

Schlechte telefonische Erreichbarkeit

Stromvergleich Praxisfälle
Telefonische Wartezeiten der Kundenservice-Hotlines der Mehrheit der Billigstromanbieter liegen deutlich über denen der länger etablierten Anbieter. Es ist keine Seltenheit, dass man 10-15 Minuten warten muss, bis man jemanden erreicht. Besonders auffällig war die Situation beim inzwischen insolventen Stromanbieter Care Energy, bei dem über lange Strecken gar kein telefonisches Durchkommen möglich war.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy sowie diverse weitere Billigstromanbieter

Kein Kontakt per Fax möglich

Praxisfäll: Stromvergleiche
Um bei wichtigen Anliegen sowie Kündigungen einen Sende-Nachweis zu haben, ist eine Kontaktmöglichkeit via Fax sinnvoll. Eine Reihe der Billigstromanbieter stellen jedoch auch auf Rückfrage keine Kontaktmöglichkeit per Fax zur Verfügung.

Betreffende Stromanbieter *
- Fuxx Energie (Grüner Funke, PlusStrom)

Keine bzw. stark verzögerte Antwort auf Kundenanfragen via E-Mail

Stromvergleich Praxisfälle
Viele Care Energy Kunden haben davon berichtet, dass sie unberechtigte Rechnungen und Mahnungen erhalten haben und darauf hin den Care Energy Kundenservice via E-Mail kontaktierten, jedoch nur sehr stark verzögert bzw. mitunter auch keine Antwort erhielten. Vor dem Hintergrund, dass Kunden parallel dazu (u.a. via Inkassobüros) für die laut Care Energy offenen Zahlungen angemahnt wurden, führte dies für Kunden häufig zu stressreichen Situationen.

Betreffende Stromanbieter *
- Care Energy

Wenig Kulanz bei Problemen

Stromvergleich Praxisfälle
Wenn Sie ein Anliegen haben und Ihre Kündigungsfrist kurz vor dem Auslaufen ist, gehen die meisten Stromanbieter vergleichsweise zuvorkommend auf das jeweilige Anliegen ein. Häufig bekommt man pro-aktiv einen besseres Tarifangebot angeboten, wenn man den Vertrag nicht kündigt. Wenn man die Kündigungsfrist jedoch nur um einen Tag verpasst hat, wird man nur allzu oft im Regen stehen gelassen.

Betreffende Stromanbieter *
- Viele der Billigstromanbieter
* Allgemeine Hinweise zu dieser Seite

Die von uns als "betreffende Stromanbieter" bezeichneten Anbieter basieren auf unseren Recherchen sowie unseren Erfahrungen bei der Betreuung unserer Nutzer. Die Liste der aufgeführten Stromanbieter bedeutet nicht, dass die jeweiligen Anbieter die dargelegte Geschäftspraxis in allen Fällen vollziehen. Die Liste der betreffenden Stromanbieter erhebt zudem keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Alle auf dieser Seite aufgeführten Auswertungen, Praxisbeispiele und rechtlichen Einschätzungen dienen lediglich einem unverbindlichen Informationszweck und stellen keine Rechtsberatung dar. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine individuelle und verbindliche Rechtsberatung nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

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Stromanbieter Vergleich - Kapiteltrenner grünes Stromkabel oben

Unsere Motivation für diese Seite

Stromanbieter Vergleich - Kapiteltrenner grünes Stromkabel unten
Stromvergleich Tarifaufpasser: Eine freundlich lächelnde Steckdose, die immer aktiv ist.

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir von SwitchUp, einem jungen Startup aus Berlin, kommen nicht aus dem Strommarkt. Als wir bei unserem ersten Stromvergleich jedoch selbst gleich in mehrere der besagten Fallen getappt sind, haben wir uns die Frage gestellt: Wie kann es sein, dass es in einem Markt so viele Anbieter gibt, die über viele viele Jahre ungestört derart kundenunfreundliche Geschäftspraktiken betreiben?

Wir sind der Überzeugung, dass es einen besseren Weg geben muss, um den alten Stromanbieter wechseln zu können, ohne in eine der zahlreichen Fallen zu treten. Schließlich gibt es wichtigere Dinge als sich regelmäßig die Frage zu stellen, ob einem der aktuelle Strom-Anbieter zu viel berechnet. Mit unserem Tarifaufpasser möchten wir dafür sorgen, dass es zu einem Umdenken kommt und ein fairer Umgang mit Kunden in den Mittelpunkt gerückt wird. Wir sind uns bewusst, dass uns einige Anbieter als unbequem wahrnehmen mögen und den Versuch unternehmen können, uns zu bekämpfen. Wir lassen uns dadurch aber nicht abbringen, unser in den letzten Jahren gesammeltes Wissen öffentlich zu machen, um damit einen Beitrag für mehr Transparenz im Strommarkt zu leisten.

SwitchUp Stromanbieter Vergleich Team

Hier finden Sie mehr über unseren Tarifaufpasser sowie unsere Philosophie.

Wir freuen uns stets über einen Austausch.
Sprechen Sie uns bei Fragen und Anregungen gerne an :-)
Strompreisvergleich

Medienberichte 

Engagierte Verbraucher

  • Verbraucherhilfe-Stromanbieter: Gut recherchiert und gewissenhaft aufbereitete Problemerläuterung zum Thema Stromanbieter. Vom transparenten Stromvergleich, über die häufigsten Beschwerden, bis hin zur richtigen Kündigung findet man hier umfangreiche Hilfestellung.
  • Forum des Bundes der Energieverbraucher: Unabhängiges Forum in dem sich nicht nur über Probleme mit Stromanbietern, sondern auch zu allgemeinen Energiefragen ausgetauscht wird.

Testergebnisse

Verbraucherzentralen

  • Marktwächter Energie: Unabhängige Seite der Verbraucherzentrale, die u.a. die fragwürdigen Geschäftspraktiken diverser Stromanbieter darlegt.
  • Verbraucherzentrale: Verbraucherzentralen sind auf Landesebene organisierte gemeinnützige Vereine, die sich dem Thema Verbraucherschutz widmen und Sie zudem auf Wunsch kostenpflichtig beraten. Auf der Seite finden Sie viele Artikel rund um das Thema Energie, sowie viele nützliche Hinweise wie Sie sich z.B. überhöhte Strompreise rückerstatten lassen oder eine Checkliste zum Stromvergleich.

Beschwerdestellen

  • ReclaBox: Beschwerdeportal für Verbraucher. Hier können Sie eine Beschwerde über ihren Stromanbieter einstellen. In vielen Fällen antworten Ihnen dort die Stromanbieter direkt und bemühen sich um eine Lösung.
  • Schlichtungsstelle Energie: Zentrale Schlichtungsstelle die bei der Lösung von Differenzen mit dem Energieversorger unterstützt. Als Verbraucher können Sie diese unabhängige Institution kostenlos einschalten, wenn Sie ihre Beanstandung ihrem Anbieter mitgeteilt haben und dieser Ihnen nicht binnen 4 Wochen mit einer Lösung entgegenkommt.
  • Bundesnetzagentur: Offizielle Behörde, die den deutschen Strommarkt überwacht und informiert werden kann, wenn Ihre Rechte als Verbraucher nicht gewahrt werden. Ferner moderiert die Bundesnetzagentur Schlichtungsverfahren.
Fragen zu unserem automatischen Stromvergleich?
Wir beantworten Ihnen gerne jegliche Fragen :)